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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 22. August 2017 

Erster Weltkrieg


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Britische Soldaten in einem Schützengraben des 1.

Der Erste Weltkrieg gilt allgemein als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts . Er wütete von 1914 bis 1918 in Europa dem Nahen Osten Afrika und Ostasien und forderte über neun Millionen Menschenleben. wurde zunächst zwischen den Mittelmächten Deutsches Reich und Österreich-Ungarn auf der einen Seite und den Entente -Mächten Frankreich Großbritannien und Russland sowie Serbien auf der anderen Seite ausgetragen. Im des Krieges wurden die Mittelmächte durch das Osmanische Reich und Bulgarien verstärkt während auf alliierter Seite Staaten Italien Portugal Rumänien und die USA in den Krieg eintraten. Im Ersten entluden sich die machtpolitischen Gegensätze der europäischen die zu einer enormen Aufrüstung geführt hatten. Ende des Krieges befanden sich 25 Staaten und deren Kolonien mit insgesamt 1 Milliarden Einwohnern also etwa drei Viertel der Erdbevölkerung im Kriegszustand.

Der Krieg begann am 4. August 1914 mit dem Einmarsch deutscher Truppen das neutrale Belgien. Manche Nachbetrachter sehen dies Resultat der in Europa weit verbreiteten Ansicht ein militärischer Konflikt nicht vermeidbar oder gar wünschenswert gewesen. Der des Ersten Weltkrieges machte die Unfähigkeit der Führungsschichten deutlich militärische Neuerungen und soziale Spannungen erkennen oder zu akzeptieren (vgl. auch Kriegsschulddebatte ).

Der Erste Weltkrieg war der erste der mit einem massiven Maschineneinsatz ( Panzer Flugzeuge ) und mit Massenvernichtungswaffen ( Giftgas ) geführt wurde. Die Fronten bewegten sich kaum; im endlosen Stellungskrieg rieben sich die Truppen gegenseitig auf. auf den Feldern von Verdun und in Flandern fielen auf beiden Seiten Millionen von Soldaten ohne dass sich an der militärischen etwas geändert hätte. Auch deswegen stellt sich Erste Weltkrieg als ein Krieg dar der Grauen alles bis dahin Bekannte übertraf.

Inhaltsverzeichnis

Politische Ausgangssituation ( Zeitalter des Imperialismus )

Mittel- und Osteuropa

An der Schwelle des 20. Jahrhunderts gab es in Mittel- und Osteuropa wesentlich weniger Staaten als heute. Das Reich Österreich-Ungarn und Russland teilten sich das im Wesentlichen untereinander auf.

Im Südosten Europas lag das ebenfalls treibende Osmanische Reich. Kleinere Staaten gab es auf dem Balkan der in den Jahrzehnten zuvor wegen Unabhängigkeitsbestrebungen der dortigen Völker und dem Aneinandergrenzen expansiven europäischen Mächte und des osmanischen Reiches dieser Region ein ständiger Unruheherd gewesen war. Deutschen Reich Russland und Österreich-Ungarn die sämtlich monarchisch regiert wurden und nur machtlose Parlamente hatten gab es zahlreiche ethnische Minderheiten die zumeist nach nationaler Unabhängigkeit strebten.

Im 19. Jahrhundert waren unter anderem in Ungarn und Polen entsprechende nationalistische Aufstände unterdrückt worden. Besonders Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn brodelte es erheblich zwischen den Volksgruppen. Zudem stand das deutsch-ungarische Kaiserreich im Gegensatz zum russischen Zarenreich das sich als der " slawischen Völker unter Wiener Herrschaft" sah und als Schutzmacht des Königreichs Serbien auftrat.

Ideologisch wurde dieser Nationalismus mit einem Panslawismus begründet. Aber auch die deutschen Bevölkerungsgruppen Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn versuchten sich die anderen nationalgesinnten Bevölkerungsteile zu behaupten und gegenseitig in Stellung zu bringen.

Westeuropa

Die westeuropäischen Staaten aber auch (in geringerem Ausmaß) das Reich hatten weite Teile der Welt unter sich in Kolonien aufgeteilt (siehe Kolonialismus ). Großbritannien das über besonders viele Kolonien Afrika und Asien verfügte war die führende Seemacht die sich seit Beginn des Jahrhunderts das reichsdeutsche Flottenbauprogramm herausgefordert fühlte. Letzteres führte aus Sicht Historiker zum Anwachsen der Spannungen im Jahrzehnt dem Ausbruch des Krieges.

Blockstrukturen

In Europa hatten sich zwei Blöcke Auf der einen Seite die mit dem Reich verbündeten Mittelmächte Deutsches Reich und Österreich-Ungarn mit Italien das sich aber zunächst aus dem heraushalten wollte). Auf der anderen Seite standen allem die Mittelmächte Frankreich Großbritannien und Russland einem besonderen Spannungsverhältnis zum Deutschen Reich:

In Frankreich verspürten die französischen Nationalisten noch immer wegen ihrer Niederlage von 1870 / 1871 im Deutsch-Französischen Krieg . Großbritannien das sich als Weltmacht sah fühlte herausgefordert unter anderem wegen der deutschen Flottenbaupolitik der so genannten " Kanonenbootpolitik " vor Marokko . Gerade deshalb bildete sich die " Entente cordiale " ("Herzliches Einvernehmen") der sich später Russland da sich die Beziehungen des russischen Zarenreiches Deutschen Reich schon seit langer Zeit verschlechtert Dies war insbesondere seit der Balkankonferenz von 1878 der Fall nachdem der deutsche Kaiser verstärkt auf ein Bündnis mit Österreich-Ungarn hatte. Der 1887 zwischen dem Deutschen Reich und Russland Rückversicherungsvertrag wurde 1890 nicht erneuert.

  

Militärische Ausgangslage

Die Entente war bei Beginn des in einer besseren Ausgangslage als die verbündeten Sie verfügte über mehr Soldaten (auch aus ihren Kolonien) größere Rohstoffreserven und hatte größere Reserven an Kriegsmaterial. an Waffentypen insbesondere schwerer Artillerie mangelte es den westlichen Alliierten nicht. ungenügender Vorbereitung konnte die Entente ihre personelle materielle Überlegenheit zu Beginn des Kriegs jedoch entfalten.

Dagegen waren die verbündeten Mittelmächte insbesondere Deutsche Reich wesentlich besser auf einen eventuellen vorbereitet. Ihre Armeen waren besser organisiert und und Kampfmoral waren teilweise besser und ausgeprägter bei der Entente. Die für den Transport Truppen und den Nachschub erforderliche Logistik war und wurde zudem durch ein gut funktionierendes Eisenbahnnetz unterstützt.

Dennoch war keiner der Blöcke auf langen Krieg eingestellt beispielsweise war Winterbekleidung für Soldaten nicht vorgesehen. Die Führungen gingen davon einen kurzen Krieg führen und diesen noch erfolgreich beenden zu können.

Kriegsziele

Österreich-Ungarn kämpfte um seine Interessen auf Balkan und um seine Existenz schlechthin die den Flanken insbesondere durch Russland bedroht war. den Krieg traten Differenzen zwischen den österreichisch-ungarischen zeitweilig in den Hintergrund. Österreich-Ungarn strebte nicht die Eingliederung Serbiens sondern auch Montenegros und Rumäniens an. Entgegen den nationalistischen Tendenzen der Zeit hielt Österreich-Ungarn an der universalen Idee Kaisertum und somit am Vielvölkerstaat fest.

Für das Deutsche Reich hatte dessen Kanzler Bethmann Hollweg am 9. September 1914 in seinem "Septemberprogramm" die Kriegsziele festgelegt. wollte seine seit der Reichseinigung stark gewachsene sichern und seine Ansprüche auf eine Weltpolitik machen. Kriegsziele waren im Einzelnen:

  1. Militärisch-politische und wirtschaftliche Kontrolle Belgiens durch von Lüttich - Antwerpen der flandrischen Küste und des Erzbeckens von Briey.
  2. Eine wirtschaftliche Einheit Mitteleuropas unter Einschluss von Pufferstaaten (beispielsweise Polen) wirtschaftspolitische Einflusssphären (z.B Rumänien)
  3. Vergrößerung des Kolonialbesitzes
  4. Beseitigung der englischen Vorherrschaft durch Aufstände Marokko bis Indien .
  5. Sonderfrieden mit Russland.

Frankreich wollte Revanche für die von Franzosen als schmerzhaft empfundene Niederlage von 1871 nehmen und Elsass-Lothringen zurückerobern. Frankreich wollte darüber hinaus die den Deutsch-Französischen Krieg eingeleitete Vormachtstellung des Deutschen Reiches auf europäischen Festland beseitigen welche die französische Nation seit dem 17. Jahrhundert innegehabt hatte. In einem französisch-russischen Geheimabkommen 1917 wurden die territorialen Kriegsziele Frankreichs erweitert. dem Abkommen wurde den Franzosen nicht nur Wiedereinverleibung von Elsass-Lothringen sondern auch die Annexion Saargebiets zugestanden. Zudem sollte aus den linksrheinischen des Deutschen Reichs ein neutraler Staat als gebildet werden.

Russland konzentrierte seine internationalen Interessen nach verlorenen Krieg 1904 / 05 gegen Japan auf den Balkan als dessen natürliche es sich sah. Dabei kam es unweigerlich starken Spannungen mit Österreich-Ungarn. Das Selbstverständnis Russlands Erbe der byzantinisch- orthodoxen Kultur und die traditionelle Feindschaft gegen Osmanische Reich kamen in den russischen Kriegszielen zum Ausdruck. Nach dem osmanischen Kriegseintritt erhoffte sich auf russischer Seite den Gewinn Konstantinopels und der Meerengen zwischen der Ägäis und dem Schwarzen Meer .

Großbritannien wollte sich der wachsenden Wirtschaftskraft entledigen und die starke deutsche Flotte ausschalten es seine Machtstellung durch das seit der aufstrebende Deutschland bedroht sah. Die Briten waren anderem an der Annexion der deutschen Kolonien

Auch Italien betrieb seit der nationalen Einigung die 1870 abgeschlossen worden war eine expansionistische Politik unter anderem auf italienisch besiedelte Gebiete unter Herrschaft zielte. Auch die Unterzeichnung des Dreibund-Vertrags Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich im Jahre 1882 konnte die daraus resultierenden Spannungen nicht Zudem war es 1911 / 12 zu einem Krieg mit dem Osmanischen gekommen der mit der faktischen Annexion Libyens und der Dodekanes durch Italien endete. Am 26. April 1915 schloss Italien mit den Alliierten den Geheimvertrag der den Italienern diverse österreichisch-ungarische und Gebiete zugestand.

Das Osmanische Reich hatte seine jahrhundertelange faktisch längst verloren. Durch den Kriegseintritt auf Seite der Mittelmächte erhofften sich die Osmanen Wiedergewinnung der Vormacht im Schwarzmeerraum zum Nachteil von Russland mit dem Osmanische Reich seit Jahrhunderten verfeindet war.

Bulgarien erstrebte seit seiner vollständigen Unabhängigkeit vom Reich im Jahre 1908 die Einverleibung Makedoniens das von nationalistischen als Teil der bulgarischen Nation betrachtet wurde. Mittelmächte sicherten Bulgarien im September 1915 den beherrschten Teil Makedoniens zu weshalb Bulgarien am 14. Oktober 1915 auf ihrer Seite in den Krieg

Zu den Kriegszielen Rumäniens zählte die Siebenbürgens der Bukowina und des Banats bei denen es sich um mehrheitlich besiedelte Gebiete unter österreichisch-ungarischer Herrschaft handelte. In Vertrag mit den Alliierten ließ sich Rumänien Gebiete zusichern und erklärte Österreich-Ungarn am 27. August 1916 den Krieg.

Chronologischer Verlauf

Kriegsbeginn (Julikrise)

Innerhalb der Führungsschichten gab es unzweifelhaft Jedoch war aufgrund der europäischen Bündnissysteme abzusehen der nächste Krieg große Teile des Kontinents würde. Außerdem verblasste der Schrecken des Kriegs seit der letzten militärischen Auseinandersetzung zwischen zwei Großmächten 43 Jahre vergangen waren.

In dieser Situation löste der Mord am österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo (damals österreich-ungarisches Gebiet) am 28. Juni 1914 durch den serbischen Attentäter Gavrilo Princip eine Kettenreaktion aus die einen Monat Anspruch nahm und in einem europäischen Krieg Die Julikrise ist geprägt von Drohungen halbherzigen diplomatischen Vermittlungsversuchen und politischen Fehleinschätzungen.

Drei Wochen nach dem Mord setzte Serbien durch Außenminister Graf Berchtold ein Ultimatum ( 23. Juli 1914) mit einer Frist von 48 Bis zu diesem Zeitpunkt war die europäische eher gegen die Serben gerichtet die als Haufen" gesehen wurden. Außerdem wurde vermutet dass serbische Führung hinter dem Attentat steckte. Das forderte nicht nur die Bekämpfung von gegen agierenden Organisationen sondern umfasste zudem Bedingungen welche serbische Souveränität bei ihrer Erfüllung eingeschränkt hätten. der 48 Stunden ging die serbische Regierung fast alle Punkte ein verwahrte sich jedoch eine Einschränkung der Souveränität Serbiens und beschloss die Teilmobilmachung der Armee. dieser Zugeständnisse Serbiens erklärte Österreich-Ungarn die Antwort "unbefriedigend" und brach die diplomatischen Beziehungen zu nach Ablauf des Ultimatums am 25. Juli ab und ordnete ebenfalls die Teilmobilmachung Die österreichischen Ziele sahen zunächst einen lokalen um die Vorherrschaft auf dem Balkan vor die Hauptstadt Wien nur unweit der serbischen Grenze liegt. dieser Situation wurde aus Berlin Rückendeckung in der bereits am 6. Juli zugesicherten " Blankovollmacht " gegeben da das Bündnis zwischen Wien Berlin nur defensiven Charakter hatte. Die anderen Staaten interpretierten diese Treueerklärung insofern falsch als sie sich nicht vorstellen konnten dass in Falle Österreich die treibende Kraft hinter den war. Die Blankovollmacht sah ein deutsches Eingreifen Falle eines russischen Eingreifens vor. Am 25. Juli beschloss Russland auf dem Kronrat von Selo Serbien militärisch zu unterstützen. Gleichzeitig wurde von russischer als auch von englischer und Seite eine Botschafterkonferenz vorgeschlagen. Dieser Vorschlag blieb unbeachtet. Ein weiteres entscheidendes Missverständnis war dass im deutschen Reich die Angelegenheit für einen Österreich-Serbischen Konflikt hielt während man in den Staaten eine deutsche Kriegstreiberei für gegeben hinnahm.

Die deutsche Rückendeckung war entscheidend für Kriegserklärung Österreichs an Serbien am 28. Juli . Am 29. Juli erfolgte die Teil mobilmachung der russischen Armee. Der Befehlshaber der der russischen Armee Sergej Dobrorolski äußerte rückblickend der Krieg bereits seit dem 25. Juli für den russischen Generalstab beschlossene Sache sei. Den russischen Militärs war bekannt dass im Falle einer Generalmobilmachung Russlands ebenfalls seine mobilisieren würde worauf sie auch konsequent abzielten. Zar Nikolaus II. am Morgen des 30. Juli die Generalmobilmachung der russischen Armee billigte ihm zunächst nicht bewusst dass dieser Vorgang indirekten Kriegserklärung gleichkommt. Noch am selben Tag der Zar die Generalmobilmachung rückgängig machen wurde von dem Generalstab der russischen Armee davon

Das Deutsche Reich forderte in einem die sofortige Rücknahme der russischen Mobilmachung. Nachdem ausblieb machte das Reich ebenfalls mobil und Russland den Krieg woraufhin Frankreich in Erwartung deutschen Angriffes ebenfalls mobil machte.

Daraufhin setzte das deutsche Oberkommando den eine modifizierte Version des Schlieffenplans in Kraft der als einzige Siegchance den drohenden Zweifrontenkrieg gesehen wurde. Dieser setzte Geschwindigkeit um die langsame russische Mobilmachung für schnellen Schlag gegen Frankreich auszunutzen. Nachdem das Belgien die Durchmarschgenehmigung verweigerte verletzte das Reich belgische Neutralität für den Angriff gegen Frankreich. die liberale Regierung in London war dies der Anlass in den einzutreten.

Gerade das Verhalten Deutschlands war Ausgangspunkt die viel diskutierte Kriegsschuldfrage im Vertrag von Versailles . Dieser Punkt wird auch heute noch wobei mittlerweile die Ansicht vorherrscht dass Inkompetenz mangelnde Verhandlungsbereitschaft nicht nur in der deutschen Europa in diesen Krieg stürzte zumal die Aktionen auf beiden Seiten ganz unterschiedlich bewertet sind. Insbesondere in Deutschland und Russland ging politische Führung zu sehr auf die kriegsorientierten der Militärs ein was fatale Folgen hatte.

Zu Beginn des Krieges standen sich Millionen Menschen der Mittelmächte und 278 Millionen der Entente Cordiale gegenüber.

Kriegsjahr 1914

Ausmarsch bayerischer Soldaten 1914

Der deutschen Kriegsführung war klar dass in einem Zwei-Fronten-Krieg kaum überleben konnte. Daher sie den schon vor dem Krieg ausgearbeiteten ( Generalfeldmarschall Alfred von Schlieffen war zwischen 1891 und 1905 Generalstabschef) umzusetzen. Dieser Plan sah vor Deutschland mit aller Kraft Frankreich erobern im aber die Stellungen nur halten solle. Dazu das starke französische Verteidigungssystem im Norden mit weit ausgreifenden Bewegung durch das neutrale Belgien und schnellstmöglich gegen Paris vorgegangen werden. Am 4. August begannen deutsche Truppen den Überfall auf wobei es bereits am selben Tag im Battice zu gewaltsamen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung Nachdem die deutschen Soldaten von Freischärlern und Zivilisten angegriffen wurden wurde Vergeltung an der verübt. Dieses harte Vorgehen war prinzipiell durch damalige Landkriegsordnung gestattet die den Krieg auf Einheiten begrenzen wollte und deshalb diese Strafmaßnahmen

Während der Mobilmachung wurde ein handstreichartiger auf die belgische Stadt Lüttich geplant und ausgeführt. Die Stadt fiel in die Hände der Angreifer während der von 12 Forts unbesetzt blieb. Erst nach dem Heranschaffen Artillerie (der Dicken Berta ) war es möglich die Festungen zu Der Höhepunkt der Kämpfe war die Beschießung Fall von Fort Loncin .

Nach der Verletzung der belgischen Neutralität Großbritannien dem deutschen Kaiserreich den Krieg. Die britische Seeherrschaft ermöglichte es sofort 100.000 Mann Frankreich zu schicken.

Am 18. August begann daraufhin die deutsche Großoffensive zur der alliierten Armeen dabei stieß man sehr nach Brüssel vor. Am 20. August befahl der französische General Joffre eine Gegenoffensive einzuleiten wodurch sich mehrtägige Schlacht zwischen den Vogesen und der Schelde entwickelte. Trotz dieser unerwarteten Aktionen der glaubte die Oberste Heeresleitung (OHL) an einen raschen Vorstoß nach

Am 4. September gelang es den Deutschen die Marne zu überschreiten woraufhin es zwei Tage zu der für beide Seiten äußerst verlustreichen Marneschlacht kam. Kurz danach gab die OHL Schlieffen-Plan auf da es den Truppen nicht war weit genug vorzustoßen um Paris abzuschneiden. sich die deutschen Truppen für die Alliierten von der Marne zurückzogen reichten die französischen nur noch für zwei Tage.

Gegen Ende September nahmen die Bewegungen auf beiden Seiten das Kräfteverhältnis war ausgeglichen und ein Stellungskrieg sich an. Dies hing unter anderem auch zusammen dass die Munitionsvorräte speziell für die nicht rasch genug aufgefüllt werden konnten. Es sich sehr schnell dass der Munitionsverbrauch weit die Kapazitäten hinausging. Lediglich in Belgien hatte Vorstoß noch nicht an Schnelligkeit verloren. Bis November waren Antwerpen Brügge und andere bedeutende belgische Städte in Hand. Schweren Widerstand boten die Alliierten jedoch Ypern weshalb der am 14. September zum Chef des Generalstabs ernannte General Falkenhayn die Angriffe einstellen musste. Am 10. November kam es bei Ypern wiederholt zu Kämpfen was die OHL mit dem irreführenden kommentierte bei Langemarck hätten junge deutsche Regimenter dem Gesang "Deutschland Deutschland über alles" die gegnerischen Stellungen eingenommen. Obwohl Ypern weitaus näher tatsächlichen Schlachtgeschehen lag wählte man die Stadt offenbar aufgrund ihres deutsch klingenden Namens. Der der OHL löste einen Mythos aus der in die NS-Zeit hinein existierte und den Opfertod einer jungen gebildeten deutschen Generation verherrlichte. den Kämpfen bei Ypern endete der Bewegungskrieg. der deutschen Westfront entstand nun ein ausgedehntes aus Schützengräben.

Da die Russen unerwartet schwere Angriffe Deutschland führten war die Lage an der für die Mittelmächte zunächst schlecht. Die Deutschen aufgrund des Schlieffenplans an ihrer Ostfront defensiv was sich jedoch aufgrund einer gewaltigen russischen im Nordosten als Fehler erwies. Kurz nach waren zwei russische Armeen in Ostpreußen eingefallen standen somit auf Reichsgebiet. Als Folge dessen die Truppen verstärkt und die alten Befehlshaber Generalmajor Erich Ludendorff und Generaloberst von Paul von Hindenburg ersetzt. Ihnen war es zu verdanken sich die Lage an der Ostfront schnell besonders der Sieg in der Schlacht bei Tannenberg vom 26.-31. August war für Deutschland großer Erfolg. Dabei gelang deutschen Truppen die und Bekämpfung der russischen Narew-Armee. Vom 6.-15. folgte die Schlacht bei den Masurischen Seen mit der Niederlage der russischen Njemen-Armee endete. russischen Truppen räumten daraufhin einen großen Teil Ostpreußens . Russische Truppen hatten kurz nach Kriegsbeginn das zu Österreich-Ungarn gehörende Galizien besetzt. Das österreichisch-ungarische Heer musste sich einem Vorstoß auf die galizische Stadt Lemberg aufgrund der erdrückenden russischen Übermacht im September zu den Karpaten zurückziehen. Am 1. November wurde Generaloberst von Hindenburg zum Oberbefehlshaber des deutschen Heeres ernannt. Am 11. November begann eine deutsche Gegenoffensive an der welche die russischen Verbände bis östlich von Lodz zurückdrängte. Vom 5.-17. Dezember gelang es österreichisch-ungarischen Truppen einen russischen auf Krakau aufzuhalten. Danach begann auch im Osten Übergang zu einem Stellungskrieg. Vom Dezember 1914 bis zum April 1915 tobte Winterschlacht in den Karpaten in der sich Mittelmächte gegen Russland behaupten konnten.

Die Regierung des Osmanischen Reichs versuchte sich in einer "bewaffneten Neutralität" aus den herauszuhalten. Den herrschenden Jungtürken war klar dass man sich an Großmacht anlehnen müsste um militärisch überhaupt standhalten können. Auf Betreiben Enver Paschas kam es schließlich zum Kriegsbündnis mit Deutschland und Österreich-Ungarn das allerdings im Kabinett umstritten war. Oktober 1914 beschossen die Osmanischen Türken mit vom Deutschen Reich erworbenen Kriegsschiffen russische Küstenstädte. erklärten Anfang November Frankreich Großbritannien und Russland Osmanischen Reich den Krieg das sich nun der Seite der Mittelmächte befand. Bereits am 23. November gelang es britischen Truppen die osmanische Basra am Persischen Golf einzunehmen.

Außerhalb von Europa kam es besonders Afrika zu teils schweren Kämpfen. Die von Seiten umzingelte Kolonie Togo wurde sofort eingenommen. Um Kamerun stand es genau so schlecht bis Ende des Jahres 1914 zogen sich die Truppen in den Dschungel zurück wo sich ein zermürbender Kleinkrieg Deutsch-Südwestafrika wurde von der südafrikanischen Union angegriffen. zum Jahresende bestand keine Möglichkeit mehr das zu halten. Einzig Deutsch-Ostafrika verteidigte sich unter Paul von Lettow-Vorbeck verbissen. Dank der deutschen Strategie von und Guerilla -Taktiken konnte sich die Kolonie bis zum halten.

Die deutschen Kolonien im Pazifik wurden auf Grund eines japanischen Ultimatums kampflos übergeben. Einzig der Pachthafen Kiautschou wurde erbittert verteidigt bis Material und aufgebraucht waren.

Kriegsjahr 1915

Im Januar 1915 kam es im Kaukasus zu ersten größeren Kampfhandlungen zwischen osmanischen russischen Truppen. Dabei musste das Osmanische Reich schwere Niederlage hinnehmen. Dies nahm man auf Seite zum Anlass dem Volk der Armenier Kooperation mit den Russen zu unterstellen. kam zu Verfolgungen der Armenier durch osmanische Truppen die schätzungsweise 1 armenische Todesopfer forderten. Zahlreiche Armenier wurden in deportiert. Der erste große Völkermord des 20. Jahrhunderts wird bis heute in der Türkei

Das deutsche Heer siegte vom 2.-27. mit Hilfe der neu eingetroffenen 10. Armee der Winterschlacht in Masuren über die Russen. Die russischen Truppen sich daraufhin endgültig aus Ostpreußen zurück.

An der Westfront kam es im und im März zu der so genannten Winterschlacht in Champagne bei der die Alliierten erstmals massives Trommelfeuer einsetzten. Diese Taktik war jedoch nicht erfolgreich da sich die Deutschen schnell auf Angriff der Infanterie einstellten und die Angreifer mit Sperrfeuer und MG-Salven niederstreckten.

Wenig später begannen die Deutschen mit Entwicklung einer der furchtbarsten Waffen des Ersten dem Giftgas . Für den so genannten Blasenangriff wurde Chlorgas verwendet das sehr schwer ist und somit in die Gräben senkte. Der erste war mehr als Experiment gedacht und fand am 22. April in Ypern statt. Die Wirkung war 15.000 aus Algerien stammende französische Soldaten flohen wurden getötet so dass die Deutschen ohne vorrücken konnten. Dennoch nutzte die OHL die der Stunde nicht worauf die Alliierten die wieder schließen konnten. Es ist historisch nicht geklärt welche Kriegspartei tatsächlich zuerst Gas als eingesetzt hat.

Am 25. April begann die Dardanellen -Operation der Alliierten auf der Halbinsel Gallipoli dem Ziel nach Konstantinopel durchzubrechen. Alliierte Truppen hatten zuvor unter der griechischen Neutralität die Insel Lemnos besetzt um sie als Ausgangspunkt für gegen das Osmanische Reich zu nutzen. Die Felsen von Gallipoli boten zwar einen guten aber bei den Angriffen waren sie den Australiern und Neuseeländern wenig hilfreich. Auch war der türkische unerwartet hart weshalb die Operation bis zum 9. Januar 1916 mit einer umfassenden amphibischen Evakuierung abgebrochen musste. (siehe Schlacht von Gallipoli )

An der deutschen Ostfront kam es 2.-7. Mai östlich von Krakau bei Gorlice und Tarnów zu einer in der den deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen tiefer Einbruch in die russischen Stellungen gelang. Folge der Schlacht gewannen die Mittelmächte die über Galizien zurück.

Am 7. Mai versenkte ein deutsches Unterseeboot das amerikanische Passagierschiff Lusitania vor der südirischen Küste was schwere zwischen dem Deutschen Reich und den USA auslöste. Dabei soll dem deutschen Unterseeboot Position der Lusitania durch gegnerische Funksignale übermittelt sein.

Am 9. Mai versuchten die Franzosen einen Durchbruch im mit der Lorettoschlacht die jedoch ohne Erfolg und Mitte Juni abgebrochen wurde.

Am 23. Mai erklärte Italien nach der Zusicherung von österreichisch-ungarischen Gebieten Frankreich und Großbritannien den Mittelmächten den Krieg griff Österreich am Isonzo -Fluss an. Damit befand sich Österreich-Ungarn ab in einem Drei-Frontenkrieg was den Druck auf Mittelmächte erheblich erhöhte. Bis 1917 versuchten die italienischen Truppen in elf vergeblich die österreichischen Stellungen zu stürmen da die Höhe des Gebirges wirkungsvoll zur Verteidigung Die Kämpfe gingen als "Krieg in Schnee Eis" in die Geschichte ein und forderten 2 Mio. Tote und Verletzte. Zahlreiche Soldaten dabei durch gezielt ausgelöste Lawinen getötet.

Anfang Juli starteten die Mittelmächte eine Großoffensive an Ostfront. Bis zum September gelang ihnen dabei Einnahme wichtiger Städte wie Warschau Brest-Litowsk und Wilna . Die Mittelmächte drückten die russische Front um mehrere hundert Kilometer ein. In der bei Tarnopol hielt die russische Armee den auf. Im selben Monat übernahm Zar Nikolaus II . persönlich den Oberbefehl über das russische Trotz der großen russischen Gebietsverluste strebte er von den Mittelmächten erhofften Separatfrieden an.

Verstärkung erhielten die Mittelmächte am 14. Oktober 1915 durch den Kriegseintritt Bulgariens. Bereits 6. September hatte sich Bulgarien zu einer Zusammenarbeit den Mittelmächten bereit erklärt die durch einen auf Serbien eine Landverbindung zum Osmanischen Reich wollten. Im Oktober begann die Offensive gegen in deren Folge die Mittelmächte im November dem Amselfeld einen Sieg über die serbische Armee Bis zum Dezember 1915 besetzten österreichisch-ungarische deutsche bulgarische Truppen Serbien.

Zu den letzten größeren Kampfhandlungen an Westfront des Kriegsjahres 1915 kam es von bis November in der Champagne . Diese Herbstschlacht endete ergebnislos.

Ende November unternahmen britische Truppen vom Persischen Golf aus einen Vorstoß nach Mesopotamien . Bei Kut el-Amara wurden sie jedoch der osmanischen Armee eingeschlossen und mussten im 1916 kapitulieren.

Kriegsjahr 1916

Verdun - Festung Vaux

Der im Oktober 1915 erfolgreich begonnene der Mittelmächte endete im Februar 1916 nach vollständigen Besetzung Montenegros und Albaniens durch das österreichisch-ungarische Heer.

Nachdem sich das deutsche Heer im an seiner Westfront eher defensiv verhalten hatte die Oberste Heeresleitung unter Erich von Falkenhayn Beginn des Jahres 1916 Verdun anzugreifen. Falkenhayn die französische Armee dazu bringen für die ihrer stärksten und somit moralisch wichtigen Festung Truppenverbände aufzubieten um sie dann im Kampf die deutlich größere deutsche Armee "ausbluten" zu Die deutsche Armee führte nun gewaltige Mengen Geschützen Munition und Truppen in das Gebiet der Maas . Mitte Februar herrschte im Angriffsgebiet auf Seite eine nie zuvor gekannte Konzentration an

Am 21. Februar begann die Schlacht mit einem gewaltigen achtstündigen Trommelfeuer aus 1.500 Geschützrohren welches das der Materialschlachten einleitete. Dabei wurden die meisten Vorposten ausgelöscht. Kurz danach griffen acht deutsche Divisionen auf voller Frontbreite an und zerschlugen letzten gegnerischen Einheiten worauf die Moral der erheblich sank. Am 25. Februar wurde das wichtige Fort Douaumont von deutschen Truppen erobert. Kurz danach sich die Alliierten dass die Festung Verdun gehalten werden sollte. Mit der Verteidigung der wurde General Pétain beauftragt. Durch den guten Nachschub über Straße von Bar-le-Duc nach Verdun gelang es Franzosen bis Anfang April dem Gegner ebenbürtig werden.

Am 20. Mai wurde die Höhe "Toter Mann" ("Dead Hill" oder "Morte Homme") von den Deutschen jedoch nicht sehr lange gehalten. Die Höhe wegen der unglaublich brutal geführten Kämpfe als für die "Hölle von Verdun". Am 2. Juni erfolgte die Erstürmung von Fort Vaux deutsche Truppen. Im Juli entbrannten heftige Kämpfe Fort Thiaumont das innerhalb kurzer Zeit mehrere den Besitzer wechselte bis es endgültig unter Kontrolle geriet.

Ein deutscher Student berichtete über das wenige Monate vor seinem Tod bei einem auf ein Fort vor Verdun: "7.30 Uhr Gas mit den größten Kalibern. bis 8 Uhr 38 5 bis 42-Zentimeter-Granaten. bis zum Himmel. Die Schlucht eine riesige turmhoch flogen die Trümmer. Dorf FI. ist Rauchwolke. Gegenüber unserer Stellung scheint die Welt Raus aus den Gräben! Kein Quadratmeter der zerwühlt ist. Die Maschinengewehre rasseln das Infanteriefeuer Ein Höllenlärm. Da stürzt einer dort wieder Leutnant U. unser derzeitiger Kompanieführer steht auf da – spritzen Fetzen seiner Generalstabskarte er die Hände vor die Brust und fällt über. Nach wenigen Minuten ist er tot."

Die Schlacht vor Verdun wurde bei deutschen Soldaten schnell als "Maas-Mühle" und "Blutpumpe" Auf einem Gebiet von wenigen Dutzend Quadratkilometern mehrere Millionen Granaten die das Schlachtfeld mehrfach durchpflügten. Das Gebiet war übersät von Granattrichtern Leichen und Munition. Bis heute hat sich die dortige nicht vollständig erholt.

Gommecourt nach britischem Beschuss in der Anfangsphase Sommeschlacht

Durch die erbitterten Kämpfe vor Verdun die französische Armee stark geschwächt so dass britischen Verbündeten im Frühsommer eine Großoffensive am Somme begannen. Der Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte Frankreich Douglas Haig griff das auch von betriebene Konzept der Abnutzungsschlacht auf. Die von geplante Offensive an der Somme sollte nicht die französische Armee entlasten sondern auch die materielle und personelle Erschöpfung der Deutschen herbeiführen. achttägiger ununterbrochener Artillerievorbereitung durch über 1400 Geschütze der etwa anderthalb Millionen Granaten verschossen wurden am 1. Juli 1916 der Angriff auf die deutschen an der Somme. Trotz des schweren Geschützfeuers zahlreiche deutsche Unterstände intakt geblieben so dass deutschen Soldaten dem englischen Angriff mit MG-Feuer konnten. Allein am ersten Tag der Somme-Schlacht 20.000 britische Soldaten. Viele britische Einheiten verloren die Hälfte ihrer Soldaten darunter auch ein nordirisches Freiwilligenregiment. Trotz dieser enormen Verluste ließ die Offensive weiterführen. Aufgrund der Somme-Schlacht und einer russischen Offensive an der musste das deutsche Heer Truppen vor Verdun und den Angriff auf die Stadt am 21. Juli abbrechen.

Noch im Herbst ging die geschwächte Armee in einem militärischen Kraftakt zur Gegenoffensive Am 24. Oktober nahmen französische Truppen die Forts Douaumont Thiaumont ein. Weitere französische Offensiven zwangen die dazu am 2. Dezember Fort Vaux zu räumen. Das Fort nach seiner Räumung von deutschen Pionieren gesprengt. zum 16. Dezember eroberten die Franzosen fast sämtliche Gebiete welche die Deutschen bei ihrer Offensive im eingenommen hatten.

Währenddessen hatte sich auch der Kampf der Somme zu einer gewaltigen Materialschlacht entwickelt. monatelangen verlustreichen Kämpfen gelang es britischen und Truppen die deutsche Front um einige Kilometer Die Verluste waren jedoch dermaßen hoch das Somme-Schlacht Ende November 1916 abgebrochen wurde.

Die Schlacht vor Verdun forderte insgesamt 400.000 Menschenleben. Zudem wurden mehr als 800.000 verletzt. Aufgrund des Verlaufs der Schlacht wurde Erich von Falkenhayn als Generalstabschef des deutschen Heeres im 1916 von Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg abgelöst.

Die Schlacht an der Somme forderte mehr Todesopfer als der Kampf um Verdun. eine Million britische deutsche und französische Soldaten in der Schlacht verwundet oder getötet. Während Somme-Schlacht hatte die britische Armee erstmals in Zahl Panzer eingesetzt die jedoch mehrfach auf Weg zur Front mit technischen Defekten stehen waren. Da die Somme-Schlacht den Alliierten bei Verlusten nur geringe Gebietsgewinne brachte wurde der Oberbefehlshaber Joffre am 3. Dezember durch General Nivelle ersetzt.

Auch an den anderen Kriegschauplätzen kam 1916 zu schweren Kämpfen. Von Mai bis führte die österreichisch-ungarische Armee eine Offensive gegen italienischen Stellungen die nach geringen Anfangserfolgen aufgrund Lage an der Ostfront abgebrochen werden musste. italienische Armee unternahm von Juni bis November Großangriffe am Isonzo . Dabei eroberten die Italiener die Stadt Görz doch blieben weitere Erfolge der italienischen aus. Im Juni begann die russische Armee nach dem zuständigen General benannte Brussilow-Offensive bei der Russland aufgrund des Mangels Kriegsgerät vor allem auf seine große Masse Soldaten setzte. Das russische Heer eroberte größere in Wolhynien und Galizien konnte jedoch von österreich-ungarischen Truppen mit deutscher Hilfe im August werden. Aufgrund der hohen Verluste wurde die Moral des russischen Heeres immer deutlicher. Die Brussilow-Offensive die von September bis Oktober geführt scheiterte ebenso wie die dritte Offensive von bis Dezember. Am 5. November wurde das zuvor russische Polen von den Mittelmächten zum unabhängigen Königreich Die dabei von den Mittelmächten erhoffte militärische durch die Polen blieb jedoch aus.

Am 27. August 1916 trat Rumänien auf der Seite Alliierten in den Krieg ein. Rumänische Truppen im österreichisch-ungarischen Siebenbürgen ein doch erfolgte bereits Ende August Gegenoffensive der Mittelmächte. Innerhalb kurzer Zeit eroberten deutsche und bulgarische Truppen einen Großteil Rumäniens. 6. Dezember nahmen die Mittelmächte die rumänische Hauptstadt Bukarest ein. Die Rumänen konnten mit russischer lediglich den Nordosten ihres Landes halten. Nach Sieg über Rumänien richteten die Mittelmächte am 12. Dezember mit Hilfe der USA ein Friedensangebot die Alliierten das diese am 30. Dezember ablehnten.

Kriegsjahr 1917

Französischer Soldat auf Beobachtungsposten

Im März 1917 zogen sich die der Somme stationierten deutschen Truppen in die ausgebaute Siegfriedstellung zurück wobei sie einen Teil von ihnen freigegebenen Gebietes verminten. Im selben unternahmen die Briten einen Vorstoß nach Bagdad wobei ihnen die Einnahme der Stadt Vor dem Hintergrund der Kriegsbelastungen und aufgrund starken Nahrungsmangels kam es am 8. März ( 23. Februar nach russischem Kalender) in St. Petersburg zu Massendemonstrationen die sich zur Februarrevolution ausweiteten. Es bildeten sich in Petersburg Arbeiter- und Soldatenräte während eine provisorische bürgerliche Regierung unter Lwow errichtet wurde. Am 15. März dankte Zar Nikolaus II. ab. Neben parlamentarischen Regierung stand als zweite Gewalt der Arbeiter- und Soldatenrat von Petersburg. Zur Enttäuschung Teile der russischen Bevölkerung entschied sich die Regierung zur Weiterführung des Krieges. Aus diesem ermöglichte die OHL im April einer im schweizer Exil lebenden Gruppe von Russen um Lenin mit dem Zug nach Russland zu Der Zug fuhr über Berlin wo er 40 Millionen Goldmark (entspricht mehr als sieben Tonnen Gold) wurde. Am 16. April traf Lenin in Sankt Petersburg ein wo er zur sozialistischen Revolution

Am 6. April 1917 erklärten die USA dem Deutschen den Krieg. Anlass war die Erklärung des U-Boot-Kriegs durch das Reich der auch viele Opfer forderte. Außerdem flog die Zimmermann-Depesche auf der das Deutsche Reich Mexiko aufforderte die USA anzugreifen. Im Dezember 1917 folgte die Kriegserklärung der USA Österreich-Ungarn.

Ungeachtet der gewaltigen Verluste im vorangegangenen starteten die Alliierten auch im Jahre 1917 Großangriffe auf die deutsche Westfront. Diesmal wählte britische Oberbefehlshaber Haig die nordfranzösische Stadt Arras als Ziel einer Offensive während die Armee an der Aisne und in der die deutschen Stellungen angriff. An der Aisne die Franzosen noch mehr Soldaten und Kriegsgerät als bei ihrer Gegenoffensive vor Verdun 1916. Offensiven der Alliierten begannen im April und bereits im Mai nach hohen Verlusten abgebrochen Das deutsche Heer war dazu übergegangen die weitaus tiefer und dichter zu staffeln als Zudem setzten die Deutschen mobile Reserve-Divisionen ein mit großer Schnelligkeit an hart umkämpfte Frontabschnitte wurden. Als Folge der verlustreichen Offensiven kam in der französischen Armee zu Meutereien von zeitweilig bis zu 16 Korps erfasst wurden. wurde der französische Oberbefehlshaber Nivelle durch General abgelöst der die Verteidigung Verduns organisiert hatte. den Übergang zu einer strikten Defensivhaltung konnte die Ordnung in der französischen Armee wiederherstellen. meuternde Soldaten wurde mit äußerster Härte vorgegangen. Frankreich wurden 1917 mehrere Hundert Soldaten hingerichtet dazu gezwungen sich in das so genannte (der Bereich zwischen den Schützengräben) zu begeben den sicheren Tod durch Geschützfeuer bedeutete. Obwohl Verbände weitergemeldet hatten dass der französische Widerstand größeren Frontabschnitten praktisch nicht mehr existierte nutzte deutsche Heeresleitung die Meutereien in der französischen nicht aus.

Ypern 1917

Trotz der verlustreichen Kämpfe im Frühjahr die Briten im Mai 1917 eine Großoffensive Flandern. Wie mehrfach zuvor setzte man dabei den massiven Einsatz von Kriegsgerät und Infanterie großer Breite. Die Flandernschlacht die durch die Geländebedingungen geprägt war dauerte mehrere Monate und den Briten geringe Gebietsgewinne bei hohen Verlusten. musste im Herbst 1917 abgebrochen werden.

Am 27. Juni 1917 trat Griechenland auf Seiten der in den Krieg ein. Das neutrale Griechenland bereits seit 1916 unter Druck da britische französische Schiffe die griechische Küste blockierten. Nach Ultimatum des französischen Oberkommissars Jonnart dankte im 1917 der griechische König Konstantin ab. Es die Bildung einer neuen den Alliierten wohlgesonnenen unter Ministerpräsident Venizelos welche den Mittelmächten den erklärte.

Die Alliierten drängten zu ihrer Entlastung zur Durchführung einer Offensive die von dem Kriegsminister Kerenski geplant wurde und am 30. Juni begann. Nach Anfangserfolgen lief sich die am 11. Juli fest. Bereits am 19. Juli gingen deutsche und österreichisch-ungarische Truppen bei zum Gegenangriff über. Dabei gelang ihnen die von Galizien und der Bukowina . In Russland selbst kam es am 17. Juli zu einem Putschversuch der Bolschewiki der durch das Militär zerschlagen wurde. floh daraufhin nach Finnland während Fürst Lwow am 21. Juli von dem aus einer gemäßigten sozialistischen stammenden Kerenskij als Ministerpräsident der provisorischen Regierung wurde. Trotz der militärischen Misserfolge und der Situation im Inneren beharrte Kerenskij auf einer des Krieges. Im September eroberten deutsche Truppen Stadt Riga und im Oktober die baltischen Inseln Ösel Dagö und Moon woraufhin der militärische Widerstand russischen Armee nahezu zusammenbrach.

Im Oktober 1917 gelang österreichischen Truppen der bayerischen Division Edelweiß nach Plänen des noch jungen Leutnants Erwin Rommel ein tiefer Einbruch in die italienischen Die Italiener mussten sich bis an die zurückziehen und konnten ihre Front nur durch und französische Unterstützung stabilisieren.

Anfang November eskalierte die Situation in Durch die von dem inzwischen aus Finnland Lenin geführte Oktoberrevolution vom 6. bis 7. November wurde die provisorische Regierung gestürzt und Macht von den Bolschewiki übernommen. Bereits am 8. November wird von den neuen russischen Machthabern Dekret über die Beendigung des Krieges erlassen sich für die Mittelmächte eine starke militärische an ihrer Ostfront anbahnte.

Zerstörte britische Panzer bei Cambrai

Im Gegensatz zu der sich Ende verändernden Situation im Osten kam es in nach wie vor zu schweren Kämpfen. Am 20. November unternahm die britische Armee nach kurzer einen Überraschungsangriff auf die deutschen Stellungen bei Cambrai und setzte dabei mehrere hundert Panzer Dabei gelang den Briten ein tiefer Einbruch die deutsche Front so dass die deutsche alle verfügbaren Reserven heranführte. Wenige Tage nach der Schlacht gingen die Deutschen zum Gegenangriff wobei sie erstmals in großem Umfang Sturmtruppen der Westfront einsetzten. Am 3. Dezember endete die Panzerschlacht von Cambrai mit unveränderten Fronten. Insgesamt waren über 80.000 britische deutsche Soldaten verwundet oder getötet worden. Aus Sicht hatte die Schlacht großen Einfluss auf weitere Kriegsgeschehen. Ein nach kurzem Geschützfeuer schnell Angriff mit Panzern und Sturmtruppen schien einen in dem völlig statischen Grabenkrieg möglich zu

Bei dem britischen Angriff auf das den Osmanen kontrollierte Palästina handelte es sich um die letzte Offensive des Kriegsjahres 1917. Der Angriff endete 10. Dezember mit der Eroberung Jerusalems durch britische Truppen.

Am 15. Dezember wurde ein Waffenstillstand zwischen den Mittelmächten Russland vereinbart und eine Woche später in Brest-Litowsk die zunächst ergebnislosen Friedensverhandlungen eröffnet.

Kriegsjahr 1918

Aufgrund der zähen Friedensverhandlungen mit Russland die Mittelmächte Anfang 1918 weiter auf russischem vor und schlossen am 9. Februar 1918 einen Sonderfrieden mit der Ukraine . Deshalb ließ Lenin trotz der harten am 3. März den Friedensvertrag von Brest-Litowsk unterzeichnen. Russland schied unter dem Verlust etwa 25 Prozent seines europäischen Territoriums aus Krieg aus. Selbst die Ukraine wurde unter Kontrolle gestellt wovon man sich erhöhte Rohstoff- Getreideversorgung erhoffte. Durch das Ausscheiden Russlands wurde der deutschen Heeresleitung ermöglicht etwa 1 Million an die Westfront zu verlegen. Dadurch erlangten Mittelmächte an der Westfront die personelle Überlegenheit. Überlegenheit konnte aufgrund des Eintreffens immer größerer Verbände in Frankreich nur von kurzer Dauer weshalb sich die OHL erstmals seit 1916 einer Großoffensive an der Westfront entschloss. Die Armee plante einen Angriff auf einen Frontabschnitt britische und französische Stellungen aufeinander trafen.

Am frühen Morgen des 21. März 1918 begann die deutsche Frühjahrsoffensive mit mehrstündigen Trommelfeuer aus mehreren Tausend Geschützen. Deutsche erzielten einen tiefen Einbruch in die alliierte die sich an mehreren Abschnitten nahezu auflöste. weniger Tage rückte das deutsche Heer mehrere vor. Aufgrund ihres schnellen Vorrückens traten in deutschen Armee große logistische Probleme auf. Da deutsche Heer nur über eine geringe Anzahl Kraftfahrzeugen verfügte konnten die vorstoßenden Truppen nicht mit Munition und Nahrung versorgt werden so die Offensive teilweise unterbrochen werden musste. Die eines längeren alliierten Frontabschnittes durch amerikanische Soldaten es den Franzosen den deutschen Vorstoß allmählich stoppen. Am 3. Juni endete die deutsche Frühjahrsoffensive an der

Durch die immer stärker gewordene personelle materielle Unterstützung durch die Amerikaner konnten die bereits im Juli zwischen Marne und Aisne Gegenoffensive übergehen. Diese Offensive gipfelte in der bei Amiens am 8. August bei der die Deutschen eine schwere hinnehmen mussten. Auf deutscher Seite sprach man "schwarzen Tag des deutschen Heeres". Um die Lücken zu schließen ging man auf deutscher im Sommer 1918 dazu über auch Siebzehnjährige Kriegsdienst heranzuziehen. Bereits am 14. August stufte die OHL die militärische Lage aussichtslos ein. Die Deutschen Truppen mussten sich mehrfach zurückziehen bis sie nur noch einen Teil Nordostfrankreichs besetzt hielten. Dabei gelang den bis zuletzt kein entscheidender Durchbruch was der genannten Dolchstoßlegende nach dem Krieg zu einem Auftrieb

Im September brach der Widerstand der Armee nach einem Durchbruch der Alliierten in mazedonische Front komplett zusammen. Vor diesem Hintergrund Hindenburg und Ludendorff ultimativ die Ausarbeitung eines durch politische Vertreter des Reiches. Am 4. Oktober unterbreitete die Reichsregierung dem amerikanischen Präsidenten derartiges angebot. Die USA forderten daraufhin die der von den Deutschen besetzten Gebiete und Entsendung von demokratischen Vertretern für die angestrebten

Im Oktober 1918 löste sich der Vielvölkerstaat auf. Am 28. Oktober wurden die österreichisch-ungarischen Truppen an der Front entscheidend geschlagen. Am selben Tag wurde Gründung der Tschechoslowakei beschlossen während am darauf folgenden Tag Jugoslawien gegründet wurde. Am 1. November bildete sich eine unabhängige Regierung in Ungarn . Am 3. November trat der Waffenstillstand mit den Alliierten Kraft. Acht Tage später dankte Kaiser Karl ab und verzichtete auf jegliche Beteiligung an neuen österreichischen Regierung.

Die Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems im Reich am 28. Oktober konnte die innere Krise nicht beseitigen. 29. Oktober wollte die deutsche Admiralität die deutsche Flotte zu einer Entscheidungsschlacht auslaufen lassen. Daraufhin es in Wilhelmshaven zu schweren Meutereien die gemeinsam mit Matrosenaufstand in Kiel die Novemberrevolution auslösten. Anfang November wurden in zahlreichen deutschen Städten Arbeiter- Soldatenräte gegründet. Kurt Eisner rief in München den Freistaat Bayern aus. Hier folgte Frühjahr 1919 die Münchner Räterepublik . Die Revolution erfasste am 9. November auch Berlin wo Reichskanzler Prinz Maximilian von Baden aus Sorge vor einem radikalen politischen eigenmächtig die Abdankung des Kaisers bekannt gab die Reichskanzlerschaft auf den Vorsitzenden der SPD Friedrich Ebert übertrug. Am Nachmittag desselben Tages rief Philipp Scheidemann die deutsche Republik aus. Karl Liebknecht vom Spartakusbund proklamiert die Freie Sozialistische Republik Deutschland. der Kaiser als auch sämtliche deutsche Fürsten ab. Kaiser Wilhelm II. ging am 10. November ins niederländische Exil.

Ab 7. November verhandelten der französische Marschall Foch und deutsche Politiker unter Führung von Matthias Erzberger (Vorsitzender der katholischen Zentrumspartei ) in einem Salonwagen im Wald von über den Waffenstillstand zwischen den Alliierten und Deutschen Reich. Am 11. November unterzeichneten die beiden Parteien den Waffenstillstandsvertrag. sah unter anderem die Bedingungen für die der von der deutschen Armee besetzten Gebiete des linken Rheinufers vor. Zudem wurde der von Brest-Litowsk aufgehoben.

Kriegsfolgen

Verluste

Der Erste Weltkrieg forderte fast 10 Todesopfer und etwa 20 Millionen Verwundete. Von 13 1 Millionen Deutschen die man im des Krieges eingezogen hatte starben über 1 Millionen. Bis zum Ausscheiden Russlands aus dem hatte man dort etwa 15 Millionen Männer Kriegsdienst herangezogen von denen 1 7 Millionen Von den knapp 8 5 Millionen eingezogenen überlebten 1 4 Millionen den Krieg nicht. britische Armee hatte insgesamt etwa acht Millionen eingesetzt von denen 950.000 nicht aus dem zurückkehrten. Österreich-Ungarn musste 1 2 Millionen Todesopfer während es auf italienischer Seite fast eine Million waren. Unter den Verwundeten befanden sich mitunter bis zur Unkenntlichkeit entstellte Invaliden. Die schwer umkämpften Gebiete in Nordfrankreich waren im größtenteils zerstört worden. Der Wiederaufbau wurde auf 100 Milliarden Francs geschätzt. Der Krieg hatte alle beteiligten insgesamt über eine Billion Goldmark gekostet.

Politische Folgen

Am 18. Januar 1919 begann die Friedenskonferenz die am 28. Juni unter starkem Druck der Alliierten zur des Versailler Vertrags durch die deutsche Delegation Aufgrund der Bestimmungen des Vertrages von Versailles das Deutsche Reich Elsass-Lothringen an Frankreich Posen und Westpreußen an Polen abtreten; das Memelgebiet wurde unter französische Verwaltung gestellt und durch Litauen besetzt. Zudem musste das so genannte Hultschiner Ländchen an die neugegründete Tschechoslowakei abgetreten werden. Danzig wurde zur Freien Stadt unter Kontrolle neugegründeten Völkerbundes erklärt. Die ehemaligen deutschen Kolonien wurden "Mandatsgebieten" des Völkerbundes unter britischer und französischer erklärt. In Eupen-Malmedy-St.Vith (anschließend belgisch) Nordschleswig (der nördliche Teil anschließend dänisch) Teilen Ostpreußens (deutsch bleibend) und in Oberschlesien (zwischen Deutschland und Polen geteilt obwohl Prozent für den Verbleib beim Deutschen Reich wurden bis 1921 Volksabstimmungen über den Verbleib beim Deutschen angesetzt. Im belgischen Abstimmungsgebiet wurden Wähler in Stil eingeschüchtert und von der Wahl abgehalten. Saargebiet wurde für 15 Jahre der Verwaltung Völkerbundes unterstellt wobei Frankr




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