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Achmad Abdulchamidowitsch Kadyrow


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Achmad Abdulchamidowitsch Kadyrow

Achmad Abdulchamidowitsch Kadyrow ( russisch Ахмат Абдулхамидович Кадыров ) (* 1951 in Karaganda ; † 9. Mai 2004 in Grosny ) rief 1994 als Mufti von Tschetschenien zum Dschihad gegen Moskau auf wechselte dann die Seiten wurde 2000 Chef der russischen Verwaltungsbehörde in Tschetschenien und am 5. Oktober 2003 in einer umstrittenen Wahl zum Präsidenten Republik Tschetschenien gewählt. Am 9. Mai 2004 wurde er bei einem Bombenanschlag in einem Stadion in der Hauptstadt Grosny getötet.

Kadyrow wurde in Kasachstan geboren wohin die Familie infolge der Deportationen der tschetschenischen Bevölkerung durch Stalin in den 1940er Jahren gelangte. 1957 kehrte sie zurück. Nach Abschluss der in Batschi-Jurt arbeitete Kadyrow von 1969 bis 1971 in einer Reis- Kolchose bei Gudermes und danach bis 1980 bei verschiedenen Bauunternehmungen im Nichtschwarzerdegebiet und Sibirien .

1980 wurde er von der Moschee von Gudermes zum Studium an eine in Buchara geschickt. 1982 ging er von dort an das Institut von Taschkent wo er sein Studium 1986 abschloss. Von 1986 bis 1988 war er stellvertretender Imam an der Moschee von Gudermes. 1989 war er Mitbegründer des Islamischen Institutes Kurtschaloj - des ersten im Nordkaukasus - und wurde dessen Rektor . Ein 1990 begonnenes Studium an der Islamischen Universität Amman brach er ab um in seine zurückzukehren als 1991 nach der Unabhängigkeitserklärung Tschetscheniens der Ausnahmezustand verhängt wurde.

1993 wurde er stellvertretender Mufti 1995 wurde er zum Mufti von Tschetschenien Im Ersten Tschetschenienkrieg stand er noch klar der Seite der Unabhängigkeitskämpfer und gab diesem sogar die Weihen des Dschihad. 1996 begannen seine Auseinandersetzungen mit Aslan Maschadow Dschamil Bassajew denen er vorwarf sich von so genannten Wahhabiten den vom islamischen Ausland unterstützten Fundamentalisten zu lassen. Hinter diesen ideologischen Auseinandersetzungen steckt auch der Kampf um die Macht mit 1997 zum Präsidenten gewählten Maschadow.

Mit Beginn des Zweiten Tschetschenienkrieges 1999 stellte sich Kadyrow offen auf die Russlands. 2000 wurde er zum Verwaltungschef der Republik ernannt - und somit zum Widerpart des Moskau nicht anerkannten Maschadow. Ab Januar 2001 war er außerdem Chef des lokalen der russischen staatlichen Ölgesellschaft Rosneft .

2003 kündigte der russische Präsident Wladimir Putin die Wahl eines Präsidenten für Tschetschenien womit er den Konflikt um die Unabhängigkeit hoffte. Die Art wie die Wahl vor ging trug allerdings eher dazu bei die zu verhärten: Putin erreichte dass alle Kandidaten in den Umfragen vor Kadyrow lagen ihre zurückzogen. Aus Mangel an Alternativen und in Hoffnung dass er dennoch zur Lösung des beitragen würde wurde Kadyrow am 5. Oktober 2002 laut offiziellen Angaben mit 80 84% Stimmen und bei einer Wahlbeteiligung von 87 gewählt.

Maschadow bezeichnete die Wahl - ebenso viele westliche Politiker und Menschenrechtsorganisationen - als und rief zum Widerstand gegen die russischen auf. Schon bald nach Kadyrows Seitenwechsel hatte dazu aufgerufen ihn zu töten. Kadyrow kündigte hart gegen seine Gegner vorgehen zu wollen. Sohn Ramsan kommandiert eine mehrere tausend Leute Leibgarde vor der sich viele Tschetschenen angeblich fürchten als vor den Russen.

Am 9. Mai 2004 wurde Kadyrow vor laufenden Kameras von Landmine getötet die unter der Tribüne angebracht auf der er den Feierlichkeiten zum "Tag Sieges" der ehemaligen Sowjetunion über Hitlerdeutschland beiwohnte. Kadyrow schon mehrere versuchte Anschläge hinter sich wurde er strengstens bewacht. So wurde auch Tribüne auf der er sich befand vor Festivitäten zweimal auf Sprengsätze untersucht. Ob Verrat oder Unachtsamkeit schuld waren dass die Landmine gefunden wurde ist noch unklar.

Nach seiner Ermordung 2004 trat der russische Präsident und gute Kadyrows Putin - anders als bei bisherigen Anschlägen umgehend vor die Fernsehkameras und kündigte Vergeltung die tschetschenischen Rebellen an.

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