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Alexander II. (Russland)


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Zar Alexander II.

Alexander II. Nikolajewitsch Zar von Russland Sohn des Zaren Nikolaus I. und der Kaiserin Alexandra Fjodorowna (* 29. April ( 17. April russischer Zeitrechnung) 1818 ; † 13. März / 1. März 1881 in St. Petersburg ) wurde unter der Leitung des Dichters Schukowski erzogen. Er galt als friedlich weise wohlwollend aber auch wankelmütig und wenig tatkräftig.

Alexander II. heiratete am 16. April 1841 Maria Alexandrovna von Hessen-Darmstadt (* 8. August 1824 als Maximiliane Wilhelmine Auguste Sophie Marie Hessen-Darmstadt (Maximiliane von Hessen-Darmstadt) mit der er Kinder hatte:

Als Alexander nach dem Tod seines 2. März / 18. Februar 1855 den Zarenthron bestiegen hatte befand sich im Krimkrieg der unter Alexander zunächst unverändert fortgesetzt Der Zar besuchte im November selbst Odessa und die Krim .

Der Pariser Friede ( 1856 ) beendete diesen Kireg. Er schwächte zwar Machtstellung im Orient sehr doch erholte es von dieser Niederlage durch die nach außen im Innern vorsichtige aber energische Politik des bald völlig. Auch nach diesem Frieden wurde Unterwerfung der kaukasischen Bergvölker fortgesetzt während zugleich die weiten Gebiete dem Kaspischen Meer und dem Aralsee unter russischen Einfluss gebracht und zum völlig okkupiert wurden.

Als Reaktion auf die in der im Krimkrieg zutage getretene Rückständigkeit Russlands nahm weit reichende Reformen in Angriff deren wesentlichste die seit 1862 durchgeführte Aufhebung der Leibeigenschaft und eine neue Militärorganisation waren. Alexander diese Reformen gegen große Widerstände durch.

1863 wurde der polnische Aufstand mit schonungsloser Härte niedergeworfen. Die Bedeutung der Reformen und die völlige Umgestaltung wirtschaftlichen Verhältnisse die sie zur Folge hatten in vielen Bevölkerungsgruppen Ablehnung. Im Zuge dieser und als Folge der immer noch bestehenden Ungleichheit in der Gesellschaft breiteten sich sozialistische kommunistische und nihilistische Ideen aus und gewannen an Bedeutung. stärkte der Sieg über Polen nationalistische Gefühle führte zum Erstarken des Panslawismus . Alexander machte keine ernsthaften Versuche die Korruption in der Bürokratie zu unterdrücken; vielmehr er korrupte Beamte in seiner nächsten Umgebung hohen Stellungen. Daher stieg die Unzufriedenheit im gegen Alexanders Regierung weiter.

Ein im April 1866 von dem Revolutionär Karakosow versuchtes Attentat auf den Kaiser das durch den Kommissarow verhindert wurde veranlasste eingehende Untersuchungen die Existenz zahlreicher politischer Geheimbünde aufdeckten. Dieses und ein zweites Attentat während der Pariser Weltausstellung 1867 von einem Polen Berezewski versucht wurde auf den Kaiser tiefen Eindruck und verminderten Neigung zu Reformen. Die Zensur wurde in alter Strenge wiederhergestellt und umfassendes polizeiliches Überwachungssystem eingerichtet.

Während des Kriegs zwischen Österreich und Preußen 1866 bewahrte Alexander eine neutrale aber preußenfreundliche Auch während des Deutsch-Französischen Krieges 1870 / 71 lagen Alexanders Sympathien bei Deutschland was unter anderem durch Ordensverleihungen an die deutschen und durch Ernennung des Kronprinzen und des Prinz Friedrich zu russischen Generalfeldmarschällen zeigte. Infolge Kriegs stieg Alexanders Einfluss: der neue deutsche war nicht nur mit ihm verwandt sondern auch aus Dankbarkeit für seine Unterstützung verpflichtet Frankreich sich um sein Wohlwollen in einem Revanchekrieg bemühte. Alexander bewahrte seine deutschfreundliche Haltung schloss 1872 in Berlin beim Dreikaisertreffen das Dreikaiserbündnis das auf einer persönlichen Zusammenkunft mit Kaisern Wilhelm I. von Deutschland und Franz Joseph I. von Österreich im September des Jahres Berlin geschlossen wurde. Damit wurden die lange Spannung zwischen Russland und Österreich-Ungarn zunächst abgebaut der Frieden in Europa vorübergehend gefestigt.

Alexander erklärte Russland für neutral in etwaigen Konflikt zwischen Deutschland und Frankreich und dafür freie Hand im Osten. Der Feldzug Chiwa 1873 erweiterte Russlands Macht im Innern Asiens hatte aber zunächst noch keinen Konflikt mit zur Folge. Im Gegenteil schien sich 1874 durch die Heirat der einzigen Tochter Maria mit dem Herzog von Edinburgh sogar Annäherung zwischen Russland und England anzubahnen. Im machte Alexander in England einen Staatsbesuch.

Währenddessen reorganisiserte er die Armee nach Muster. Noch ehe diese Reorganisation beendet war Alexander fast wider Willen durch die Ausbreitung Panslawismus  vor allem in Adels- und Beamtenkreisen zum Russlands auf dem Balkan  gedrängt. Er duldete die Unterstützung Serbiens und Montenegros durch Freiwillige und Gelder wurde selbst für einen Sohn des serbischen Fürsten Milan und nahm öffentlich für die Christen in der Türkei Stellung.

Im April 1877 erklärte Russland der Türkei den Krieg. zog mit Gortschakow nach Bessarabien folgte der vorrückenden Donauarmee durch Rumänien nach Bulgarien und schlug sein Hauptquartier in Gorny auf wo er auch während der militärischen blieb die Russland im Juli bis September Als mit dem Fall von Pleven wieder Erfolg erzielt wurde kehrte er 15. Dezember 1877 nach Sankt Petersburg zurück wo er am 22. mit großem Jubel empfangen wurde.

Auch nach dem Krieg blieb seine inmitten der sich bekämpfenden Richtungen in Russland besonders nach neuen Anschlägen von Nihilisten 1879 . Auf Alexander selbst wurden mehrere Anschläge am 14. April 1879 schoss Solowiew auf ihn; am 1. Dezember 1879 versuchten Nihilisten bei Moskau den in dem Alexander fuhr zu sprengen; am 17. Februar 1880 gab es einen Versuch das Winterpalais sprengen. Als Reaktion wurde die Überwachung und von Regimegegnern verschärft.

Am 3. Juni 1880 starb die Kaiserin Maria Alexandrowna. Wenige darauf am 19. Juli 1880 heiratete er in morganatischer Ehe Fürstin Jekaterina Dolgorukij mit welcher er seit längerer Zeit ein Verhältnis gehabt hatte mit der er bereits vier Kinder hatte:

Alexander plante auch weiterhin Reformen der

Am 13. März (1. März) 1881 starb Alexander durch ein Sprengstoffattentat der Volkswille .

Vorgänger:
Nikolaus I.
Russische Zaren Nachfolger:
Alexander III.



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