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Almoraviden


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Almoraviden (Arabisch Grenzkämpfer ) Berberdynastie in Marokko Algerien und Andalusien - 1147)

Herrscher:

Dynastie der Taschfiniden

Anfang des 11.Jahrhunderts kontrollierten die nomadisierenden der Sanhadscha - Berber weite Teile der westlichen Sahara wo sie den Karawanenhandel zwischen dem Sudan und dem Maghreb kontrollierten. Allerdings wurde dieser Handel durch Vordringen der Magrawa ( Zanata -Berber) im westlichen Algerien zunehmend gestört. Mitte Jahrhunderts wurde sie von Ibn Yasin zu einem orthodoxen sunnitischen Islam missioniert und zum Kampfbund der Almoraviden unter Yahya ibn Umar zusammengeschlossen.

Mit dem Tod Ibn Yasin verlor Bewegung der Almoraviden ihren geistigen Führer womit weltliche Emirat in den Vordergrund trat. 1070 gründete Abu Bakr ibn Umar Marrakesch im südlichen Marokko als Hauptstadt des Reiches. Abu Bakr 1072 von seinem Stellvertreter und Vetter Yusuf ibn Taschfin entmachtet weshalb er sich in die zurückzog um bis zu seinem Tod 1087 gegen heidnische Stämme zu kämpfen.

Yusuf ibn Taschfin ( 1061 1106 ) organisierte das Reich vor allem mit Unterstützung der Religions- und Rechtsgelehrten. Mit ihm die Almoraviden Nordmarokko ( 1075 ) und das westliche Algerien von den Hammadiden ( 1082 ). Schon 1086 kam es auf Ersuchen der muslimischen von Andalusien zu einem Feldzug nach Europa. Bei Vorstoß wurde Kastilien unter Alfons VI. bei Zallaca vernichtend In der Folgezeit (bis 1092 ) setzten die Almoraviden durch die Annexion Taifa-Königreiche ihre Herrschaft in Andalusien durch. Nur Valencia unter El Cid und Saragossa unter den Hudiden konnten ihre Selbständigkeit zunächst behaupten. Die des puritanischen Islam der Almoraviden in der andalusischen Kultur führte zu erheblichen Widerständen. Dennoch ein erheblicher kultureller Einfluss Andalusiens auf Marokko.

Ali ibn Yusuf (1106 – 1143) konnte auch Valencia Saragossa in Andalusien sowie die Balearen unterwerfen. Allerdings ging Saragossa schon 1118 an Aragon verloren und im südlichen Marokko begann die militante Bewegung der Almohaden zu verbreiten.

Nach dem Tod Ali ibn Yusuf der schnelle Niedergang des Reichs. Schon unter ersten beiden Herrschern hatten die Statthalter der Provinzen eine erhebliche Autonomie gegenüber der Zentrale Marrakesch. Nach 1143 konnten sich die Almoraviden in Marrakesch schwerer gegen die Statthalter durchsetzen. Nach Aufständen Muriden unter Ibn Qasi und Ibn al-Mundir sich die Almoraviden aus Andalusien zurückziehen was Aufstieg von Ibn Mardanisch begünstigte. In Andalusien wurden nur Sevilla Granada und die Balearen behauptet. Auch Marokko gegen die erstarkten Almohaden verteidigt werden. Mit Erstürmung Marrakesch durch die Almohaden ( 1147 ) und dem Tod des letzten Almoraviden endet die Dynastie.

Die Bedeutung der Almoraviden liegt vor in der Bekämpfung islamischer Häresien und der der konfessionellen Einheit Marokkos auf Grund der der Malikiten .

Literatur:

  • Geschichte der Arabischen Welt Ulrich Haarmann C.H. München 2001
  • Lexikon der Arabischen Welt Artemis Verlag Stephan Nandy Ronart 1972



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