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Amerikanischer Bürgerkrieg


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Als Amerikanischer Bürgerkrieg ( Sezessionskrieg ) wird der militärische Konflikt in den 1861 bis 1865 zwischen den Nordstaaten und den aus Vereinigten Staaten (Union) ausgetretenen Südstaaten ( Konföderation ) bezeichnet. Er war der einzige größere auf US-Staatsgebiet und der verlustreichste und blutigste Kriege der USA.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Afroamerikaner die Skelette nach einer Schlacht bergen

Der Krieg entzündete sich an den politischen und sozialen Gegensätzen von Norden und In den Nordstaaten wurde die Industrialisierung immer fortgesetzt der Norden verlangte vom Süden die der Sklaverei . Die südstaatliche Plantagenwirtschaft war jedoch weitgehend der billigen Arbeitskraft der Sklaven abhängig. Während Frage der Sklaverei erst ab der zweiten des Bürgerkriegs durch die so genannten "Emancipation von Abraham Lincoln zum eigentlichen Kriegsgrund erklärt stand zunächst die Frage der Rechte der Bundesstaaten im Vordergrund.

Aber auch hier ging es im um die Auseinandersetzung zweier Wege in die Zukunft der USA. Die Wirtschaft der Südstaaten auf dem Export von Rohmaterialien (insbesondere Baumwolle) dem Import von Manufakturwaren. Schutzzölle - wie die Nordstaaten für ihre im Aufbau befindlichen gegen die europäische Konkurrenz verlangten - konnten Preise für die Importe nur erhöhen. Außerdem mit Abwehrmaßnahmen der Abnehmer der Rohmaterialien (z. England) gerechnet werden. Wie es in diesen weiter gehen sollte darüber musste letztlich der entscheiden. Deshalb wurde die Frage ob in neu hinzukommenden Territorien Sklaverei erlaubt oder verboten zu einer Frage wer in den folgenden im Kongress die Mehrheit hätte - die industrialisierten und schutzzöllnerischen Nordstaaten oder die eher und freihändlerischen Südstaaten. Dieser Konflikt beherrschte die Diskussion bei mehreren wichtigen Maßnahmen seit den 1850er Jahren die vom Kongress blockiert und zu den Wahlkampfschlagern Lincolns wurden. Dabei ging um staatliche Landzuweisungen für Arbeitslose sowie für Errichtung von höheren Schulen und um den einer transkontinentalen Eisenbahn. Sie sollten das Wachstum den Wohlstand im Sinne der Nordstaaten fördern dafür trat Lincoln zusammen mit seiner Partei Republikanern ein. Diese Maßnahmen mussten nach Ansicht Südstaatler über kurz oder lang zu einer Übermacht des Nordens im Kongress führen. Sie zudem nicht erwarten dass der Kongress mit Mehrheit für den Schutz ihres Eigentums (d. ihrer Sklaven) in allen Staaten der USA würde. Bei einer Ausweitung ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten die neuen Territorien und Staaten liefen sie dass ihre Sklaven als freie Menschen behandelt also z. B. bei einer Flucht nicht die Polizei eingefangen und ihnen wieder ausgeliefert

Darum kam es mit der Wahl republikanischen Kandidaten Abraham Lincoln am 6. November 1860 zum Präsidenten zur Spaltung (Sezession) obwohl in der Frage der Sklaverei immer wieder hatte dies sei Sache der Einzelstaaten. Damals zwischen der Wahl und dem Amtsantritt eines noch jeweils etwa vier Monate die sich zu einem gefährlichen Machtvakuum entwickelten da der aber noch amtierende James Buchanan nicht zu energischen Entscheidungen bereit war. den Monaten um die Jahreswende 1860/61 erklärten mehr der Sklavenhalterstaaten des Südens ihren Austritt der Union. Schon am 20. Dezember 1860 sagte sich South Carolina vom Bund los; ihm folgten Mississippi Florida Alabama Georgia Louisiana Texas Virginia Arkansas und letztendlich North Carolina ( 21. Mai 1861 ). West Virginia das bei der Union bleiben wollte sich seinerseits von Virginia.

Ein am 4. Februar 1861 in Washington D.C. zusammengetretener Friedenskongress löste sich ohne Resultat Bereits am 6. Februar versammelte sich in Montgomery ein Kongress der abgefallenen Staaten welcher 11. März der so genannten Konföderation eine neue Verfassung gab die der sehr ähnlich war aber Sklaverei ausdrücklich im Staatsgebiet erlaubte und für nicht abschaffbar erklärte. Präsidenten der Südstaaten wurde Jefferson Davis gewählt. Lincolns versöhnliche Erklärung bei seinem ( 4. März 1861 ) war erfolglos. Mit der Eroberung von Fort Sumter durch die südstaatlichen Truppen ( 12. April 1861 ) begann der offene Krieg zwischen der und der Konföderation.

Ausgangslage

Die Südstaaten wurden von einer energischen zweckbewussten staatsmännisch Aristokratie geleitet die die USA seit ihrer dominiert hatte. Die meisten Offiziere des Heers der Flotte wie P. G. T. Beauregard Joseph E. Johnston Robert Edward Lee Thomas Jonathan Jackson u. a. stammten aus dem Süden schlossen sich diesem an. Dort organisierten sie Streitmacht der Konföderation. Dies wurde dadurch erleichtert Kriegsminister Floyd schon 1860 alle Waffen und Geschütze in die Arsenale geschickt hatte während die Unionsflotte über Meere zerstreut worden war. Daher waren die am Anfang des Kriegs dem Norden entschieden

Die Bevölkerung des Nordens (die Grenzstaaten Maryland Kentucky Tennessee Missouri u. a. verhielten sich schwankend) war eine Erhaltung der Union. Lincoln rief am 15. April 75.000 Freiwillige zu den Waffen. Diesen es aber an Organisation. Die Truppen wurden den Einzelstaaten welche auch die Offiziere ernannten Zeit gestellt. Das Oberkommando erhielt zuerst Scott war ganz vom Kriegsministerium abhängig. Ausrüstung Ausbildung Verpflegung der Unionstruppen waren anfangs mangelhaft und erst allmählich besser. Daher erlitt der Norden seiner zahlenmäßigen Überlegenheit anfangs Misserfolge.

Erste Hälfte des Bürgerkriegs

Beim ersten Vordringen der Bundestruppen unter gegen die Stellung der Konföderation bei Manassas erlitten die Nordstaaten am Bull Run eine Niederlage ( 21. Juli 1861 ). Der nun zum Oberbefehlshaber des Nordens General George McClellan schlug am Potomac River ein Lager auf und verwandte Herbst Winter dazu die von den Staaten gestellten und Milizen (über 500.000 Mann) auszubilden. Währenddessen durch eine schnell geschaffene Kriegsflotte die Häfen Südstaaten blockiert einige auch besetzt. Es gelang Konföderation jedoch oft die Blockade zu brechen. Kreuzer wurden zum Teil auch in England ausgerüstet das sich von der Sezession Gleichgewicht der Macht in Nordamerika erhoffte. Die südstaatlicher Agenten auf einem englischen Schiff (Trent-Affaire) bei der gereizten Stimmung beider Teile sogar Krieg zwischen der Union und England herbeizuführen.

Im Bürgerkrieg kam es 1862 besonders im Westen zu wichtigen Entscheidungen. es 1861 gelungen war Missouri der Union zu besetzten die Generäle Thomas und Ulysses Simpson Grant im Februar 1862 auch Kentucky und Tennessee und rückten Mississippi River abwärts vor. Admiral Farragut konnte währenddessen April die Einfahrt in die Mississippimündung erzwingen New Orleans besetzen. Der Kampf konzentrierte sich im um das von der Konföderation stark befestigte das nach einer langen Belagerung am 4. Juli 1863 von Grant erobert wurde. Mit der über den Mississippi hatte die Union die von Texas und Arkansas abgeschnitten.

In Virginia eröffnete McClellan den Kampf März 1862 mit einem allgemeinen Vorgehen gegen Richmond die Hauptstadt der Konföderation. Zahlreiche blutige darunter die siebentägige Schlacht am Chickahominy ( 26. Juni bis 2. Juli ) gaben kein entscheidendes Resultat. General Pope in der zweiten Schlacht am Bull Run 29. / 30. August ) geschlagen und zog sich nach Washington Der konföderierte Oberbefehlshaber Lee versuchte nun einen in Maryland und Pennsylvania und überschritt am 4. September den Potomac mit seiner Army of Northern Virginia . Am 17. September wurde er bei Antietam von McClellan und zum Rückzug auf Virginia gezwungen.

Da McClellan seinen Sieg nicht nutzte er am 17. November durch Burnside ersetzt der einen Vorstoß Richmond unternahm aber am 13. Dezember bei Fredericksburg eine empfindliche Niederlage erlitt. Nachfolger Hooker drang im April 1863 über den Rapidan vor wurde aber einer Schlacht bei Chancellorsville ( 2. - 5. Mai ) von Lee besiegt. Lee versuchte einen Einfall in Maryland wurde aber in einer blutigsten Schlachten des ganzen Kriegs bei Gettysburg ( 1. - 3. Juli ) von General Meade über den Potomac

Schlacht von Gettysburg

Die Schlacht von Gettysburg und die gleichzeitige Eroberung Vicksburgs bildeten Wendepunkt des Kriegs. Trotz der Überlegenheit ihrer und der Tapferkeit ihrer Truppen hatte die keinen entscheidenden Erfolg errungen. Es war ihr geglückt Washington und einige Nordstaaten zu erobern. Westen hatte sie dagegen große Verluste erlitten es machte sich bei ihr eine Erschöpfung Geld und Menschenkräften bemerkbar. Die industrialisierte Wirtschaft Nordens konnte die Verluste besser ausgleichen. Die formulierten nun offen die Aufhebung der Sklaverei die völlige Niederwerfung der Rebellion als Ziele Krieges.

Lincoln erließ am 22. September 1862 eine Proklamation welche alle Sklaven - allerdings nur den Landesteilen unter Kontrolle der Konföderation - 1. Januar 1863 an für frei erklärte. Bei der Präsidentenwahl 1864 siegte Lincoln glänzend über den Kandidaten Versöhnungspartei McClellan; zum Vizepräsidenten wurde Andrew Johnson gewählt. Ulysses Simpson Grant der neue Oberbefehlshaber der Unionstruppen hatte und Arkansas nach einem Sieg bei Chattanooga November 1863 besetzt. Anfang Mai 1864 setzte den Vormarsch Richtung Richmond fort und lieferte in der "Wildnis" (Wilderness) und bei Spottsylvania Reihe blutiger Gefechte mit wechselndem Erfolg. Nach Niederlage beim Versuch den Chickahominy zu überqueren er Petersburg anzugreifen das er nach einem Überrumpelungsversuch belagerte. Gemeinsam mit den Shenandoathal operierenden gelang es ihm schließlich im Herbst Lees bei Richmond zu durchbrechen und sich auf rechten Ufer des James River zu behaupten.

Gleichzeitig drang Sherman vom Westen her in Georgia ein. besetzte im September 1864 Atlanta und marschierte von dort nach Savannah Atlantischen Ozean wo er am 21. Dezember einzog und die Verbindung mit der herstellte. Im Januar 1865 rückte er durch und North Carolina nach Norden zog am 22. März bei Goldsboro ein Unionsheer an sich vollendete Ende März die Einschließung Lees der noch 60.000 Mann bei sich hatte.

Am 3. April rückten die Bundestruppen in Petersburg und ein. Lee ergab sich am 9. April bei Appomattox Court House Johnston und Rest der konföderierten Truppen am 17. April . Damit war der Bürgerkrieg nach vierjähriger beendet.

Folgen

Im amerikanischen Bürgerkrieg kamen etwa 500.000 ums Leben. Die Union hatte 3 Milliarden Schulden. Die Unionsarmee zählte am Ende des über 1 Million Mann die Flotte 671

" Die alte föderative Republik in der nur Postamt den Durchschnittsbürger in Berührung mit der Regierung brachte wich einem zentralisierten Gemeinwesen das Menschen direkt besteuerte und zur Erhebung dieser eine eigene Behörde einrichtete das die Männer Armee einzog die Zuständigkeit der Bundesgerichte ausweitete nationale Währung und ein nationales Bankensystem schuf die erste nationale Wohlfahrtsbehörde ... einrichtete. Elf ersten 12 Amendments zur amerikanischen Verfassung hatten Vollmachten der nationalen Regierung beschnitten; sechs der sieben Zusätze angefangen beim 13. Amendment von dehnten diese Vollmachten auf Kosten der Einzelstaaten aus.
Mit dieser Veränderung im föderativen Gleichgewicht ging Verschiebung der politischen Macht von Süden nach einher. " (McPherson Für die Freiheit sterben S.

Literatur

  • James M. McPherson: Für die Freiheit sterben. Die Geschichte des Bürgerkrieges Augsburg (Weltbild) 2000 (Auf den ersten ein sehr dickes Buch mit ausführlicher und Darstellung der Zusammenhänge aber gut und spannend lesen. Der Autor erhielt dafür den Pulitzerpreis )
  • Bernd G. Längin: Der Amerikanische Bürgerkrieg. Eine Chronik in Bildern Tag für Tag Bechtermünz/Weltbild : Augsburg 1998 275 S. ISBN 3-86047-900-8



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