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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 17. Oktober 2019 

Amniozentese


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Mit Amniozentese wird in der Medizin Punktion der (Amnionhöhle) einer schwangeren Frau zur Untersuchung der im Fruchtwassers befindlichen fetalen Zellen bezeichnet.

Methode

In der Regel werden Amniozentesen ab 15. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Sie sind aber auch ab der 10. Woche möglich (Frühamniozentesen) wobei diesem Zeitpunkt allerdings ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Fötus besteht.

Unter Ultraschallkontrolle wird eine geringe Menge Fruchtwasser entnommen Zellen des Fötus extrahiert und kultiviert das ausreichend vermehrt und anschließend einer DNA- und Chromosomenanalyse unterzogen wodurch sich Erbkrankheiten und Chromosomenanomalien wie die Trisomie 21 ( Down-Syndrom ) feststellen lassen. Darüber hinaus erlaubt die des Fruchtwassers (zumindest ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel) Bestimmung weiterer Kennwerte:

  • der Säuregehalts des Fruchtwassers gibt Hinweise die Sauerstoffversorgung des Fetus
  • die Menge des alpha-Fetoproteins (AFP) gibt einer Genauigkeit von etwa 90% Hinweise auf Neuralrohrdefekte .

Anwendungsrisiko

Das Eingriffsrisiko beträgt bei einer Amniozentese der 15. Schwangerschaftswoche ungefähr 1 % (manche beziffern das Risiko auf 2%). Nach einer kommt es zwischen 3 2 % und 9 % der Schwangerschaften zu einem Spontanabort & Rodeck 1995).

Siehe auch: Fruchtwasser - Pränataldiagnostik - Schwangerschaftsabbruch - Schwangerschaftsberatung



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