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Arbeitnehmer


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Arbeitnehmer im umgangssprachlichen Sinn ist wer in einem Arbeitsverhältnis steht vom Arbeitgeber zugewiesene weisungsgebundene Arbeit leistet.

Arbeitnehmer ist also im rechtlichen Sinn des Begriffs wer auf Grund eines Vertrags ( Arbeitsvertrag ) im Dienste eines anderen zur Arbeit ist also alle nichtselbstständig erwerbstätigen Personen.

Beide Definition helfen im Zweifel bei Abgrenzung wer als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger ist nicht wesentlich weiter. Dis gilt insbesondere weil gegenüber der "klassischen" historisch überlieferten Konstellation heute verschiedenste Misch- und Zwischenformen von Erwerbstätigkeit die die Unterschiede zwischen abhängiger und selbständiger verschwimmen lassen oder verwischen sollen.

Darüber hinaus kennt das deutsche Recht keine einheitliche Definition . So bestehen teilweise erhebliche Unterschiede des des Arbeitnehmers im arbeitsrechtlichen Sinn ( vgl. vor allem § 5 Arbeitsgerichtsgesetz - ArbGG und § 14 § 23 Kündigungsschutzgesetz - KSchG im betriebsverfasszungsrechtlichen Sinn ( § 5 BetrVG) und im sozialrechtlichen Sinn ( § 7 Sozialgesetzbuch IV). So ist etwa der (Fremd-)Geschäftsführer einer kein Arbeitnehmer im arbeitsrechtlichen und betriebsverfassungsrechtlichen Sinn aber sozialversicherungsrechtlich regelmässig als Arbeitnehmer (kann also Beiträge bezahlt werden etwa Anspruch auf Arbeitslosengeld

Typisches Abgrenzungsmerkmal zwischen selbständiger Tätigkeit einerseits und (abhängiger) als Arbeitnehmer andererseits ist die Eingliederung des in eine fremde Arbeitsorganisation und seine Bindung fremde Weisungen ("Direktionsrecht" vgl. § 84 Abs. 1 Handelsgesetzbuch - HGB ). Dazu zählen also die Angestellten die Arbeiter und Auszubildende wobei Auszubildende aber bei der Ermittlung im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer ( § 23 KSchG ) nicht mitgezählt werden.

Keine Arbeitnehmer sind

  1. Kinder und Jugendliche die noch in Schule gehen
  2. Arbeitslose
  3. Selbstständige
  4. Beamte Soldaten Zivildienstleistende (kein privatrechtliches Dienstverhältnis)
  5. Rentner und Pensionäre.

Obwohl sie keine Arbeitnehmer sind werden Arbeitnehmerähnliche Personen in manchen Fragen den Arbeitnehmern gleichgestellt. Arbeitnehmerähnliche Personen gelten Selbständig Tätige die (in Regel von einem Auftraggeber) wirtschaftlich abhängig und Arbeitnehmer vergleichbar schutzbedürftig sind (vgl. § 12a TVG ). Für sie gelten die Regelungen des (TVG) und für Streitigkeiten zwischen ihnen und Arbeitgebern sind die Arbeitsgerichte ausschließlich zuständig ( § 5 ArbGG). Sie unterliegen in der Regel Rentenversicherungspflicht.

In Deutschland und allen demokratischen Staaten Arbeitnehmer das Recht Beruf und Arbeitsplatz frei wählen (Berufsfreiheit Art. 12 GG) Koalitionsfreiheit und (Art. 9 Abs. 3 GG) und können zu Gewerkschaften zusammenschliessen die mit den Arbeitgebern regelmäßigen Abständen über die Löhne und andere Arbeitsbedingungen verhandeln und Tarifverträge ( Tarifautonomie ).

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