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Artillerie


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  • Sammelbegriff für großkalibrige Geschütze in diesem Sinne werden Geschütztypen zusammengefasst Schiffsartillerie Küstenartillerie ...
  • Truppengattung des Heeres

Inhaltsverzeichnis

Truppengattung

Die Artillerie ist eine Truppengattung des Heeres . Der Name "Artillerie" leitet sich von lat. Wörtern ars und tollere ab und daher soviel wie die "Kunst des Werfens."

Man unterscheidet

  • Wurfmaschinen Antike bis zum 16. Jahrhundert
  • Rohrartillerie seit dem 15. Jahrhundert ist mit Geschützen ausgestattet und bildete im Laufe der verschiedene Untergruppen heraus:
    • Fußartillerie (weil die Artilleristen zu Fuß gehen während die Geschütze gezogen wurden) mit
      • schwerer Artillerie (im Feld noch einsetzbar)
      • Festungsartillerie
    • Feldartillerie (die Artilleristen waren ebenfalls mobilisiert)
      • leichter Artillerie
      • fahrender Artillerie und
      • reitender Artillerie

  • Raketenartillerie seit dem Zweiten Weltkrieg
  • Aufklärende Artillerie seit dem Ersten Weltkrieg die mittels Radar Licht- oder Schallmesstechnik gegnerische Bewegungen und Feuer vermisst mittels Drohnen kann die Aufklärung in die Tiefe Raumes erfolgen weiterhin verfügt die Artillerie über zur Bestimmung von Wetterdaten. Vermessungsaufgaben werden ebenso der Artillerie wahrgenommen wobei in der Bundeswehr eine eigene Topographietruppe existiert.

Jede Truppengattung hat ihren eigenen Schlachtruf so auch die Artilleristen: "Zu-Gleich!" Er dient gleichzeitig zur Erkennung Verbrüderung Motivation.

Verwendete Munition

Je nach Ziel können unterschiedliche Munitionssorten Zünder verwendet werden:
  • Sprenggeschoss wirkt durch Spreng- und Splitterwirkung je Zünder kann das Geschoss über dem Ziel Moment des Aufschlages oder mittels Verzögerung nach in das Ziel zur Detonation gebracht werden. geeigneten Fallwinkeln und Beschaffenheit des Bodens können Verzögerungszündern auch Abpraller entstehen.
  • Panzerbrechendes Geschoss ursprünglich als Vollkugel hat einen massiven Kern mit weicher Spitze zum von Panzerungen
  • Schrapnell mit Kugeln o. ä. gefülltes Geschoss vor dem Ziel explodiert und dieses durch zerstört (gebräuchlich bis ca. 1916)
  • Bombletgeschoss stößt über dem Ziel eine von einzelnen Hohlladungs-Sprengkörpern aus die sich dadurch
  • SMART (Suchzündermunition Artillerie) Munition dient zur Bekämpfung einzelner gepanzerter Fahrzeuge. Ein Geschoss enthält Subgeschosse die autonom fungieren und getrennte Ziele können.
  • Nukleargeschoss
  • Nebelgeschoss
  • Leuchtgeschoss
  • Spezielle Munition die bspw. Flugblätter enthält
  • Minen werden meist mittels Artillerieraketen verschossen.
  • Für Ausbildungszwecke existieren Exerzier- und Üb-Geschosse.

Einsatzgrundsätze

Aufstellung

Artilleriegeschütze wurden ursprünglich offen aufgestellt und gerichtet (mit Sicht auf das Ziel) und in der Regel auf Kernschussweite . Mit fortschreitender Entwicklung der Geschütze die höherer Reichweite und Zielgenauigkeit führte wurden offene einfache Ziele für die feindliche Artillerie. Deshalb die Rohrartillerie seit den ersten Monaten des Ersten Weltkrieges ausschließlich in verdeckter Stellung eingesetzt d.h. der Feuerstellung ist das Ziel nicht zu Durch die hohe Reichweite können mehrere Artilleriestellungen das gleiche Ziel schießen und der Schwerpunkt Feuerkampfes kann rasch verlegt werden. (Die Reichweite modernen 155-mm -Panzerhaubitze 2000 dem modernsten Artilleriegeschütz Welt liegt bei 40 km ebenso wie moderner Raketenwerfer) Die Stellungen der Rohrartillerie der werden nach dem 1 Drittel 2 Drittel ausgekundschaftet. Damit sollten die Stellungsräume 1 Drittel mittleren Kampfentfernung hinter der FLOT liegen. Dadurch 2 Drittel der mittleren Kampfentfernung für Feueraufträge.

Zielaufklärung

Durch den Übergang von der offenen in die verdeckte Stellung musste indirekt gerichtet d. h. die Zielaufklärung erfolgt bei der meist durch vorgeschobene Beobachter die die Position Ziele ermitteln und das Schießergebnis korrigieren.

Diese Beobachter verfügen heutzutage meist über Mittel zur Entfernungs- und Richtungsmessung teilweise können Geräte die Zielkoordinaten direkt an die Feuerleitrechner Je nach Zielgröße wird das Feuer verschiedener zusammengefasst dabei kann das Feuer so koordiniert dass die ersten Geschosse der verschiedenen Stellungen im Ziel eintreffen. Weiterhin erfolgt die Zielaufklärung durch die technischen Mittel der aufklärenden Artillerie durch Meldungen der Kampftruppe. Wird nur nach geschossen so spricht man von Planschießen.

Durch die Verbesserung der technischen Aufklärung es teilweise möglich ein Geschoss im Fluge vermessen und die Koordinaten der Feuerstellung zu Durch die dadurch auftretende höhere Gefährdung werden Geschütze in den Feuerstellungen in großen Abständen und eine Feuerstellung wird nach Erfüllung eines rasch gewechselt. Durch den Zwang zu hoher werden fast nur noch Geschütze auf Selbstfahrlafetten Möglichkeit unter Panzerschutz (Panzerhaubitze) eingesetzt. Aus Gewichtsgründen aber in Spezialaufgaben noch leichte Feldgeschütze zum (Luftverlastbarkeit)

Leichte Mörser (Granatwerfer) sind organisatorisch meist direkt der insbesondere der Infanterie zugeordnet.

Feuerleitung

Da die Geschütze keine unmittelbare Sicht Ziel haben muss die Erhöhung und die des Geschützes/ Werfers errechnet werden. Dazu kommen meist Feuerleitrechner zum Einsatz es kann aber mittels Schusstafel manuell gerechnet werden.

Durch Anpassung der Rohrerhöhung und der lassen sich Ziele hinter Deckungen bekämpfen bzw. Auftreffwinkel der Geschosse verändern.

Um sichere Schussgrundlagen für das indirekte zu besitzen muss das Geschütz/ der Werfer vermessene Stellung beziehen. Die Vermessung wird durch Einsatz von GPS allerdings zunehmend abgelöst. Das eigentliche herkömmliche erfolgt mit Hilfe von Festlegepunkten. Hierbei werden Festlegewerte (Grundrichtung und Nordrichtung) des Geschützes/ Werfers Richten über die Festlegepunkte unterlegt und dienen als Basis der folgenden Feueraufträge.

basierend auf diesen Koordinaten und den werden

  • Teilring die Richtung der Waffe
  • Erhöhung
  • Treibladung errechnet

In diese Berechnung werden innenballistische Einflüsse Rohrartillerie)

  • Pulvertemperatur
  • individueller Korrekturfaktor eines jeden Rohres
und außenballistische Einflüsse
  • Geschossgewicht
  • Luftdruck
  • Luftfeuchtigkeit
  • Windrichtung und Stärke
  • Erddrehung ( Corioliskraft )
einbezogen.

Stehen die obigen Daten nicht oder eingeschränkt zur Verfügung so wird durch Einschießen ein entsprechender Korrekturfaktor ermittelt.

Geschichte

Als eigenständige Truppengattung hat sich die Artillerie unter Friedrich dem Großen von Preußen herausgebildet. Vorher war die eine Sondertruppe deren Personal eine eigentümliche Mittelstellung Handwerkern Alchimisten (Pulverzusammensetzung!) und Soldaten einnahmen.

"Höhepunkt" der Rohr-Artillerie war der erste Weltkrieg ( 1914 - 1918 ). Hier kamen alle Gattungen der Artillerie Einsatz. Dadurch änderte sich das Gesicht des nachhaltig: der jetzt besonders wirksame Einsatz von Schrapnellen machte Bewegung in offenem Gelände sehr und erzwang den Bau von Grabensystemen. Trotzdem ca. 3/4 der Verluste der Kriegsparteien auf Artillerie zurück da auch neue Artillerie-Techniken und (etwa die " Feuerwalze ") sowie der verstärkte Einsatz von Sprenggeschossen erprobt und eingeführt wurden. Im Ersten verschoss die Artillerie der Kriegsparteien zusammen etwa Millionen Schuss. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde eine höhere Mobilität und Panzerung der Infanterie Wirksamkeit der Artillerie beschränkt und die mobile wieder ermöglicht. Dementsprechend wurden auch die Mobilität der Panzerschutz der Artillerie ständig erhöht.



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