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Astrolabium


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Ein Astrolabium oder Astrolab ist ein Messgerät zur Winkelmessung am Himmel.

Arabisches Astrolabium um 1208

Ursprünglich wurde es angeblich von Eratosthenes gegen 250 v. Chr. entwickelt. Die als Astrolabien bezeichneten Instrumente werden heute jedoch Armillarsphären oder sphärische Astrolabien genannt. Mit solchen wurden die Sternkataloge des Hipparchos und Ptolemäus erstellt.

Die seit dem Mittelalter allgemein bekannten scheibenförmigen Astrolabien sollen auf zurückgehen und wurden im arabischen Raum weiterentwickelt. erlauben zwar weniger Messungen als die sphärische (nur die Höhenmessung von Gestirnen über dem Horizont ) sind aber auch als analoges Rechengerät verwendbar. Damit waren sie für praktische wie die Ortung bei Expeditionen oder in der Seefahrt wesentlich geeigneter. Die Messung der Kulminationshöhe bekannter Fixsterne ermöglicht die Berechnung der geografischen Breite. Kenntnis der aktuellen Uhrzeit lässt sich darüber auch die geografische Länge ermitteln.

In der europäischen Schifffahrt wurden Astrolabien zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert zur Navigation verwendet und sind Vorläufer des Sextanten . Vorher hatte man zur Winkelmessung meist den Jakobsstab verwendet.

Der Name Astrolab dient seit etwa 1930 auch für Instrumente der Astrogeodäsie mit denen präzise Sterndurchgänge in einem Höhenwinkel von meist 60° gemessen werden. Dieser wird einerseits durch ein speziell geschliffenes Glasprisma andererseits durch einen spiegelnden Quecksilberhorizont oder ein Nivelliergerät . Bekannte Bautypen sind das Danjon-Astrolab das und das Ni2-Prismenastrolab von Zeiss . Sie erlauben - je nach Aufwand Gewicht - die Bestimmung der Lotrichtung mit Genauigkeiten von ±0 01" bis 5".



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