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Atmung


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Die Begriffe Atmung und Atem (des Menschen) werden im alltäglichen Unter oder Respiration im allgemeinen der rein physische des Atmens verstanden wobei in einen anatomisch/physiologischen biochemischen Aspekt (= "innere Atmung" bzw. Zellatmung ) unterschieden wird. Der Vorgang der Atmung folgende Prozesse:
1. Einsaugen der Luft durch die Atemwege bis in die Lunge ( Einatmen )
2. Gasaustausch in der Lunge (Diffusion Atemgase zwischen Alveolen und Kapillaren)
3. Ausstoßen der Luft durch die Atemwege nach außen ( Ausatmen ).

Die Lunge selbst besitzt keine Muskulatur und Ausatmen vollziehen sich durch die Aktivität Rippen- und Zwerchfellmuskeln. Die Atemfrequenz wird durch Atemzentrum in der Medulla oblongata im Hirnstamm gesteuert.

Unter innerer Atmung oder Zellatmung versteht man die biochemischen Vorgänge der Atmungskette in der inneren Membran der Mitochondrien an deren Ende ATP synthetisiert wird.

Inhaltsverzeichnis

Äußere Atmung

Pflanzen nehmen das Kohlendioxid der Luft über Spaltöffnungen mittels Diffusion auf und verteilen ihn über ihr an die einzelnen pflanzlichen Zellen. Tiere haben die verschiedenartigsten Möglichkeiten entwickelt um den lebenswichtigen Sauerstoff zu kommen. Man unterscheidet:
  • die Hautatmung bei der der Gasaustausch über die Körperoberfläche erfolgt.
  • die Kiemenatmung bei der der Gasaustausch über durchblutete Hautausstülpungen die Kiemen erfolgt. Sie kommt bei vielen Wirbellosen und bei Fischen vor.
  • die Tracheenatmung über röhrenförmige Einstülpungen der Körperhaut. kommt bei Insekten Spinnen und Tausendfüßern vor. Siehe Tracheen .
  • die Lungenatmung mit Hilfe von in den eingestülpten Säcken die als Lungen bezeichnet werden. Sie kommt z.B. bei Schnecken und bei Lurchen Kriechtieren Vögeln und Säugetieren einschließlich des Menschen vor.

Atemwege

Beim Atmen strömt die Luft durch Mund oder Nase in den Körper. Wird durch die eingeatment wird die Luft zunächst durch Schleimhäute die Haare der Nase gereinigt angefeuchtet und Anschließend gelangt die Atemluft über den Rachenraum an Kehlkopf und Stimmbändern in die Luftröhre ( Trachea ). Die Luftröhre verzweigt sich in die Äste der Bronchien die sich immer weiter verzweigen ( Bronchiolen ). Am Ende befinden sich die Lungenbläschen ( Alveolen ) in der Lunge durch deren dünne Sauerstoff in die Kapillargefäße übertritt und auf umgekehrtem Weg Kohlendioxid aus dem Blut an die Lunge wird.

Atemmechanik

Bei der Einatmung ( Inspiration ) vergrößert sich durch das Zusammenziehen der Brustmuskulatur und des Zwerchfells das Volumen des Brustkorbes. Dabei dehnt die Lunge aus und es entsteht ein Luft strömt durch die Atemwege in die Lunge. Damit sich die mit dem Brustkorb ausdehnen kann befindet sich Pleura zwischen Lunge und Brustkorb beziehungsweise Zwerchfell. die Lunge umgebende Lungenfell und die an der Innenseite des ( Brustfell ) sowie auf dem Zwerchfell und dem Mediastinum liegende Pleura parietalis kleben dabei aneinander wie zwei Glasplatten denen sich eine Flüssigkeit befindet. Das ermöglicht die Verschiebbarkeit der beteiligten Strukturen und verhindert durch den im Brustraum vorhandenen Unterdruck einen der Lungen bzw. ermöglicht deren Entfaltung. Bei Ausatmung ( Exspiration ) zieht sich die Lunge wieder zusammen die Luft strömt durch den Überdruck wieder die Atemwege hinaus.

Beim Einatem dehnt sich durch Senkung Zwerchfells die dementsprechende Muskulatur des Rumpfs. Das dass sich z.B. der Bauch dabei nach wölbt.

Atemsteuerung

Gesteuert wird die Atmung durch das Gehirn beziehungsweise das Atemzentrum im verlängerten Rückenmark . Ausschlaggebend ist dabei die Reaktion von auf den Kohlendioxid-Gehalt (Kohlendioxid- Partialdruck ) des Blutes. Übersteigt dieser einen gewissen setzt der Atemreiz ein. Rezeptoren die auf PH-Wert des arteriellen Blutes sowie einen Sauerstoffmangel Hypoxie ) reagieren haben nur einen zweitrangige Bedeutung Atemreiz.

Messgrößen:

Atemfrequenz

Die Zahl der Ein- und Ausamtmungen Atemfrequenz beträgt
  • beim Erwachsenen rund 12 pro Minute
  • beim Jugendlichen rund 20 pro Minute
  • beim Kleinkind rund 30 pro Minute
  • beim Säugling rund 40 pro Minute

Atemzugvolumen

Das Atemzugvolumen eines Erwachsenen beträgt in zwischen 0 4 und 0 6 Liter.

Pathologische Atmungsformen

Die Störungen der Atmung werden in ICD-10 unter den Symptomen die das Kreislaufsystem und das Atmungssystem betreffen als R06 zusammengefasst. (Die folgenden Beispiele dienen zunächst als Arbeitsgrundlage!)

Die klinische Atemtherapie befasst sich mit den Krankheiten und von Lunge und Stimmapparat.

Innere Atmung

Siehe Zellatmung .


Siehe auch: Atem - Atemgift - Atemschutz - Atemschutzreflex - Atemtherapie - Beatmung - Erste Hilfe - Gärung - Husten - Luft - Niesen - respiratorischer Quotient - Syndrom der Membranen -

Weblinks



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