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Atomkraftgegner


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Atomkraftgegner sind gegen die Nutzung der Atomkraft (auch Kernkraft genannt) zur Energieerzeugung da sie die Auffassung vertreten dass der Normalbetrieb von Atomkraftwerken nicht verantwortbar ist. kritisieren auch die ungelöste Entsorgung von ausgebrannten ( Atommüll ) und den Uranabbau welcher das zur Herstellung von Brennstäben nötige Uran liefert.

Daneben wird die enge Verbindung zwischen zivilen und der militärischen Nutzung der Atomkraft Das in abgebrannten Brennelementen enthaltene Plutonium wird in den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague ( Frankreich ) und Sellafield ( Großbritannien ) extrahiert. Dabei werden große Mengen radioaktiver Stoffe ins Meer geleitet. Plutonium kann Bau von Atomwaffen gewonnen werden. Somit sei Trennung in zivile und militärische Nutzung der nicht möglich. Die Atomkraft trage auch zur von Atomwaffen bei. Atomkraftgegner weisen darauf hin die Auflage des bundesdeutschen Atomprogramms 1959 die Gewinnung von Plutonium für den von Atombomben zum Ziel hatte.

Inhaltsverzeichnis

Gründe der Atomkraftgegner

Sicherheit von Atomanlagen

Atomkraftgegner halten den Betrieb von Atomanlagen unsicher und grundrechtswidrig. Sie weisen darauf hin ein GAU (Größter anzunehmender Unfall) in Atomkraftwerken in denen auch in Deutschland häufig auftreten zum einkalkulierten Betriebsrisiko zählt. Dieses reale wird von Atomkraftbefürwortern als Restrisiko bezeichnet.

Für deutsche Anlagen kommen Risikostudien [1] für schwere Unfälle auf eine Wahrscheinlichkeit etwa 1 zu 33000 pro Betriebsjahr. Das für 450 weltweit betriebene Anlagen bei 40 Betriebsdauer eine Wahrscheinlichkeit von 42% für mindestens Kernschmelzunfall deutsche Sicherheitsstandards in allen Anlagen vorausgesetzt.

Bei einem GAU könnte ganz Europa betroffen sein. In Tschernobyl sollen nur etwa 5 Prozent des Materials ausgetreten sein (andere Quellen sprechen von zu 95 Prozent [2] ).

In Deutschland wird ungefähr jeden dritten eine Panne in einem Kernkraftwerk offiziell gemeldet [3] wobei man allerdings anmerken muss dass minimale Störungen meldungspflichtig sind.

Auch sind Atomkraftanlagen laut Bundesumweltministerium unzureichend gegen Terror -Angriffe geschützt [4] .

Siehe auch Liste der nuklearen Unfälle

Endlager

239 Plutonium hat eine Halbwertszeit von etwa 24.000 Jahren. Durch den dieses Isotops entsteht relativ schwach radioaktives 235 Uran. Problematisch sind auch Abfallprodukte mit etwas Halbwertszeiten. Wird der radioaktive Abfall in einem Endlager aufbewahrt bestehen die Probleme im Umgang radioaktiven Materialien entsprechend lange weiter und stellen ein Problem für zukünftige Generationen dar. Auch von der Bundesregierung eingesetzte "Arbeitskreis Endlager" (AKEnd) dem auch Atomkraftbefürworter saßen geht im Konsens aus dass ein sicherer Einschluss des Strahlenmülls der Biosphäre für mindestens eine Million Jahre sein muss [5] . Man muss von einer radioaktive Belastung Menschen ausgehen wenn aus irgend einem Grund oder radioaktives Material aus einem Endlager austritt.

Kosten

Die deutschen Atomkraftwerke sind unterversichert. Das trägt die Allgemeinheit. Eine ausreichende Haftpflichtversicherung würde derart verteuern dass er am Markt nicht konkurenzfähig wäre. Die bei einem GAU entstehenden übersteigen allerdings die Finanzkraft aller Versicherungsgesellschaften um so dass eine Versicherung nicht angeboten werden

Ungeklärt ist zudem die Frage wer Kosten für die Überwachung eines Gebietes bezahlen auf dem die Energiekonzerne den Atommüll lagern. sieht es so aus dass die kompletten für

  • den direkten Atommüll (ausgebrannte Brennelemente)
  • die Materialien welche im Kernkraftwerk mit Strahlung in Kontakt gekommen sind
  • die Materialien die bei der Wiederaufbereitung wurden und
  • alles was während des normalen Betriebs strahlendem Müll anfällt
durch den Steuerzahler abgedeckt werden soll. Energiekonzerne haben hierfür nur bedingt Rücklagen gebildet.

Sicherheit von Atomtransporten

Atomkraftgegner sind gegen Atommülltransporte da es absolut sicheren Ort zum Endlagern gibt und von Transporten von hochradioaktiven Materialien eine Gefahr

Im Mai 1998 stoppte das Bundesumweltministerium Transporte von abgebrannten Brennelementen mit Castor -Transportbehältern weil bekannt wurde dass bei diesen 1988 in Frankreich Hot-Spots an Behältern für festgestellt wurden. Die Ursachen für die Kontamination der Außenhaut der Behälter sind inzwischen und werden durch zusätzliche aufwändige Schutzmaßnahmen bei Beladung der Behälter verhindert.

Probleme beim Uranabbau

Uran trifft man nicht wie andere Elemente beispielsweise Thorium eher gleichmäßig in der Natur verteilt sondern es tritt in Uranlagerstätten auf. So beim Abbau von Uran Radioaktivität freigesetzt die oft ganze Landstriche verseucht.

Sprengungen das Auf- und Abladen sowie Zermahlen des Erzes führen zu einer hohen Staubentwicklung. Dabei radioaktive Stoffe frei die sich zusammen mit Staub über die Landschaft verteilen.

Ein noch größeres Problem beim Uranabbau das Radon -Gas das in großen Mengen den Halden Gruben entströmt. Durch Winde wird dieses Gas über weite Flächen verteilt. Allerdings tritt auch ohne den Uranabbau aus dem Boden und trägt somit zur natürlichen Strahlenbelastung bei.

In vielen Fällen wird auch das Grundwasser verseucht. Das kommt daher dass die Abfälle die beim Abbau von Uran anfallen so genannten Tailings aufgestaut werden. Diese Becken jedoch einen durchlässigen Boden dadurch gelangt radioaktives in den Wasserkreislauf .

Das dauernde Einatmen von verseuchtem Staub bei vielen Bergleuten schon nach kurzer Zeit gesundheitlichen Schäden. Dabei erkranken mehr als 40 aller Uranminenarbeiter an Lungenkrebs . Auch in der Umgebung von aktiven auch stillgelegten Uranminen müssen die Menschen mit erhöhten Rate gefährlicher Krankheiten rechnen. Die häufigsten sind Leukämie Knochen-. Eierstock- und Hodenkrebs . Besonders Kinder sind von diesen Erkrankungen betroffen.

siehe auch Uranabbau (inklusive Links zu Literatur)

Anti-Atom-Bewegung

In der Anti-Atom Bewegung organisieren sich unabhängige Basisgruppen die sich gegen das Atomprogramm

Konsens

Der Konsens der Anti-Atom-Bewegung ist die nach sofortiger und bedingungsloser Stillegung aller Atomanlagen.

Organisationsform

Die Gruppen sind streng basisdemokratisch organisiert. Bewegung hat keinen organisatorischen Überbau. Grundsatzentscheidungen und Aktionen wie Castorblockaden werden auf den regelmäßigen Anti-Atom-Konferenzen diskutiert und beschlossen. Hierzu entsenden die Deligierte. Entscheidungen werden grundsätzlich im Konsens getroffen niemanden zu unterdrücken. Die Erfahrung lehrt dass dann eine konstruktive gemeinsame Arbeit möglich ist alle sich gleichberechtigt einbringen können und niemand Profilierungsversuche den Diskussions- und Entscheidungsprozeß für seine Bedürfnisse zu stören versucht.

Ein Teil der Atomkraftgegner akzeptiert Sachbeschädigung an Bahnanlagen oder Castor-Transportstraßen) und sieht sie als Gewalt an solange dadurch keine Menschen werden. Trotz der Spaltung in dieser Frage die Anti-Atom-Bewegung zu einer der ältesten Bewegungen der BRD geworden.

Geschichte

In den 1970er Jahren sind durch direkte Intervention (Platzbesetzungen) zehntausende Protestierende mehrere Atomanlagen verhindert worden. Prominetneste sind die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf und das Atomkraftwerk Wyhl.

Repression

Die Atomkraftgegnern stehen bei ihren Protesten einem großen Polizeiaufgebot gegenüber. Wegen der Polizeieinsätze oft unter Anwendung körperlicher Gewalt ablaufen sehen sich in ihren Grund- und Freiheitsrechten eingeschränkt. Robert Jungk hat daraufhin den Begriff Atomstaat geprägt.

Symbole

Das Symbol der Anti-Atom Bewegung ist lachende (traditionell rote) Sonne (meist auf gelbem in verschiedenen Variationen teilweise mit kämpferisch erhobener Dieses Symbol hat seine Wurzeln in der Anti-Atom Bewegung der 1970er Jahre und hat weltweit durchgesetzt.

Das Symbol des Widerstands gegen Castor-Transporte ein (meist gelbes) X. Dieses Symbol ist Es hat seinen Ursprung in der deutschen Bewegung.

Protestformen

Die Protestformen der Anti-Atom-Bewegung sind sehr unterschiedlich. Innerhalb der Bewegung es einen Konsens der besagt dass Aktionen Menschen gefährden und keine unverhätnismäßgen Umweltschäden anrichten

  • Demonstrationen und Infotische . Viele Atomkraftgegner betreuen Infotische und organisieren Demonstrationen . Diese werden jedoch von der Presse und Öffentlichkeit kaum mehr beachtet wenn nicht ziemlich groß sind.

  • Stromwechsel . In Deutschland kann inzwischen fast jeder Stromanbieter selber auswählen. Durch Wechsel zu einem der seinen Strom nicht aus Atomkraftwerken bezieht man ohne großen Aufwand seinem Protest Luft Um die Energiewende voran zu treiben kann Energieversorger gewählt werden der nennenswert in den von regenerativen Energien investiert (siehe [6] ).

  • Blockaden . Häufig werden Atomtransporte oder Atomanlagen blockiert. gibt es große Sitzblockaden mit mehreren tausend Personen die sich das Prinzip der Gewaltfreiheit berufen aber auch kleinere Ankettaktionen (zum von ROBIN WOOD ). Diese Form des Protestes wird von Aktivisten als Ziviler Ungehorsam bezeichnet. In Deutschland hat das Mutlangenurteil hohe Bedeutung welches damals bei einer Sitzblockade dass sie keine Nötigung (und damit keine Straftat) war sondern Ordnungswidrigkeit darstellt. In Österreich gab es etwa des Atomkraftwerkes Temelin Grenzblockaden gegenüber Tschechien . Kritiker sehen solche Maßnahmen als nationalistisch Positionen die Blockaden gegenüber einem "autonomen" Staat nicht gerechtfertigt ansehen werden in der Anti-Atom nicht geteilt.

  • Sabotage . Vereinzelt kommt es auch zu Sabotage beispielsweise von Gleis- oder Signalanlagen der Auch die Beschädigung von Oberleitungen durch Hakenkrallen zählte zu dieser Art des Protestes. dabei ein Lokführer leicht verletzt wurde wurde Aktionsform jedoch aufgegeben.

Organisationen und weiterführende Links

In Deutschland der Schweiz und in Österreich existieren sehr viele darunter jedoch auch kleine Organisationen beziehungsweise Gruppen die aktiv Widerstand die Atomkraft leisten.

Viele Atomkraftgegner benutzen das unabhängiges Medien-Zentrum Indymedia um sich zu informieren da normale Zeitungen und das Fernsehen wenig über aktuelle Ereignisse informieren.

Die nachfolgenden Verweise sind nur eine Auswahl der verschiedenen Organisationen in den einzelnen

Deutschland


Schweiz

Österreich



Bücher zum Thema Atomkraftgegner

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