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Aulos-Modus


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Inhaltsverzeichnis

Einführung

Bei den frühgriechischen Aulos-Modi handelt es um modale Tonleitern denen folgendes Prinzip zugrunde liegt.

Bei den klassischen Tonleitern ( Kirchentonleitern etc.) ergeben sich die Tonabstände aus natürlichen Intervallen . Das hat in der Praxis zur dass die Bünde auf dem Hals einer Gitarre bzw. die Löcher in einer Flöte hohen Tönen hin näher beieinander liegen.

Möglicherweise durch die einfachere Herstellbarkeit war der Frühzeit des antiken Griechenland noch eine Gattung von Tonleitern gebräuchlich deren Tonabstände sich ergaben dass man Löcher in gleichen Abständen der Flöte anbrachte bzw. eine Saite in gleich lange Teilstücke teilte.

Man findet diese Stimmung z.B. bei Hirtenflöten.

Benannt ist dieses Tonsystem nach dem " Aulos " einem antiken Blasinstrument .

Betrachtung der Tonabstände

Wellenlänge und Frequenz

Die Saite wird in 16 bis 32 gleiche geteilt. Wird die Saite am ersten Bund bedeutet dies bei 16 Unterteilungen dass die des Tons 15/16 der Wellenlänge des Grundtons das entspricht einem Frequenzverhältnis zum Grundton von (ein Halbton ) denn Frequenz = 1 / Wellenlänge .

Zeugertöne

Dem je nach Teilung 16. bis Oberton der Seite kommt eine besondere Bedeutung er wird Zeugerton genannt. Die Zeugertöne erzeugen jeweils eine unten dargestellten Tonleitern ( Modi ). Sie werden nach Planeten bzw. griechischen benannt.

Erzeuger-Regeln

Um auf 8 Töne pro Oktave zu kommen werden folgende beiden Regeln

  • 1. Bei Tönen die mehr als Bünde verwenden werden die Töne mit ungeraden weggelassen.
  • 2. Wahlweise der Ton bei dem 14 oder 15 der Bünde klingen wird

Beispiel:
Wird die Saite in 20 Bünde werden die folgenden Bünde als Töne für Tonleiter verwendet:

0 (leere Saite)
(1 wird weggelassen da 19 > und 19 ungerade) (Regel 1)
2 (18 Bünde klingen)
(3 wird weggelassen da 17 > und 17 ungerade) (Regel 1)
4 (16 Bünde klingen)
5 oder 6 (15 oder 14 Bünde klingen) (Regel
7 (13 Bünde klingen)
8 (12 Bünde klingen)
9 (11 Bünde klingen)
10 (10 Bünde klingen) Oktave

Frequenzverhältnisse

Dies ergibt Tonleitern mit folgenden Frequenz -Verhältnissen jeweils zum Grundton und zum Vorgänger-Ton:

Saturn-Modus: (16 Teilungen)
zum Grundton: 1 16/15 oder 8/7 16/13 4/3 16/11 8/5 16/9 2
zum Vorgänger: 16/15 oder 8/7 15/13 oder 14/13 13/12 12/11 11/10 10/9 9/8

Jupiter-Modus: (18 Teilungen)
zum Grundton: 1 9/8 6/5 oder 9/7 18/13 3/2 18/11 9/5 2
zum Vorgänger: 9/8 16/15 oder 8/7 15/13 oder 14/13 13/12 12/11 11/10 10/9

Mars-Modus: (20 Teilungen)
zum Grundton: 1 10/9 5/4 4/3 oder 10/7 20/13 5/3 20/11 2
zum Vorgänger: 10/9 9/8 5/3 oder 8/7 15/13 oder 14/13 13/12 12/11 11/10

Sonnen-Modus: (22 Teilungen)
zum Grundton: 1 11/10 11/9 11/8 22/15 oder 11/7 22/13 11/6 2
zum Vorgänger: 11/10 10/9 9/8 5/3 oder 8/7 15/13 oder 14/13 13/12 12/11

Venus-Modus: (24 Teilungen)
zum Grundton: 1 12/11 6/5 4/3 3/2 8/5 oder 12/7 24/13 2
zum Vorgänger: 12/11 11/10 10/9 9/8 16/15 oder 8/7 15/13 oder 14/13 13/12

Merkus-Modus: (26 Teilungen)
zum Grundton: 1 13/12 13/11 13/10 13/9 13/8 26/15 oder 13/7 2
zum Vorgänger: 13/12 12/11 11/10 10/9 9/8 16/15 oder 8/7 15/13 oder 14/13

Mond-Modus: (28 Teilungen)
zum Grundton: 1 14/13 7/6 14/11 7/5 14/9 7/4 2
zum Vorgänger: 14/13 13/12 12/11 11/10 10/9 9/8 8/7

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