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Australidelphia


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Australidelphia

Koala ( Phascolarctos cinereus )

Systematik
Unterstamm : Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse : Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe : Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse : Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse : Beutelsäuger (Metatheria)
Überordnung : Australidelphia
Ordnungen
  • Microbiotheria
  • Beutelmullen (Notoryctemorphia)
  • Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia)
  • Nasenbeutler (Peramelia)
  • Diprotodontia

Die Australidelphia für die bisher kein deutscher Name bilden neben den Ameridelphia eine der beiden Überordnungen innerhalb der Unterklasse der Beutelsäuger (Metatheria). Sie umfassen 196 Arten die in Australien Neuguinea Neuseeland und auf nahe gelegenen Inseln heimisch daneben auch noch eine einzige in Südamerika lebende Art die Chiloë-Beutelratte ( Dromiciops gliroides ) die in ihrer eigenen Ordnung Microbiotheria Historisch sind sie auch aus Antarktika überliefert.

Die Gruppe basiert neben der biogeographischen Faktenlage hauptsächlich auf molekularbiologischen Daten. Als morphologisches Merkmal wird eine Spezialisierung der Fußwurzelknochen Betracht gezogen.

Stammesgeschichte

Je nach Autor variieren die Angaben wann sich die Australidelphia von ihrer Schwestergruppe den Ameridelphia abgespalten haben zwischen 128 und 61 7 Millionen Jahren. Jüngste Schätzungen von einer Trennung vor etwa 75 Millionen aus. Der Großteil der Australidelphia ist dann über Antartika nach Australien eingewandert. Erst nach dem der Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahren konnten sich dort jedoch zur dominierenden Gruppe von entwickeln. Die ersten fossilen Hinweise auf Beutelsäuger in Australien stammen erst aus der Epoche des Eozän vor etwa 54 Millionen Jahren eine Zuordnung des in Südost- Queensland gemachten Fundes zu den Australidelphia ist nicht sichergestellt.

Die Australidelphia waren danach mit Ausnahme südamerikanischen Microbiotheria durch die Trennung Australiens von anderen Kontinenten für ca. 30 Millionen Jahre Rest der Säugetierwelt isoliert erst vor etwa Millionen Jahren findet man mit eingewanderten Nagetieren (Rodentia) Vertreter der höheren Säugetiere . Die Einwanderung des modernen Menschen ( Homo sapiens ) führte dann vor etwa 45.000 Jahren einem Massenaussterben das die gesamte australische Megafauna damit auch deren wichtigste Gruppe die Australidelphia

Fälle konvergenter Evolution

Im Vergleich der Australidelphia mit anderen zeigen sich einige sehr interessante Fälle konvergenter Evolution . So ist es zum Beispiel sowohl den Ameisenbeutlern ( Myrmecobius fasciatus ) als auch bei den zu den Laurasiatheria gezählten Erdwölfen ( Proteles cristatus ) und den Erdferkeln ( Orycteropus afer ) die den Afrotheria angehören zu einer starken Rückbildung der gekommen. Durch das ihnen gemeinsame Leben im haben sich die Beutelmulle (Notoryctemorphia) die den zugehörigen echten Maulwürfe (Talpidae) und die Goldmullen (Chrysocloridae) ausgesprochen konvergent entwickelt. Ökologische Äquivalente dagegen Kängurus (Macropodidae) und Huftiere wie Unpaarhufer (Perissodactyla) und Paarhufer (Artiodactyla).

Interessant sind die Australidelphia außerdem da sich mit Ausnahme der Laurasiatheria um die Gruppe handelt in der Säugetiere zumindest als Flieger den Luftraum erobert haben. Dies ist den Australidelphia wie bei den Laurasiatheria sogar dreimal unabhängig voneinander geschehen: Bei den Gleithörnchenbeutlern den Ringbeutlern (Pseudocheirinae) und der zur Familie gehörigen Art der Zwerggleitbeutler ( Acrobatus pygmaeus ).

Systematik

Die Australidelphia werden hier mit fünf geführt:

  • Die Microbiotheria umfassen lediglich eine einzige Art in Südamerika heimische Chiloë-Beutelratte ( Dromiciops gliroides ).
  • Die Beutelmullen (Notoryctemorphia) sind die Beuteltier-Äquivalente der und umfassen zwei Arten in einer Gattung Notoryctes .
  • Die Raubbeutlerartigen (Dasyuromorphia) umfassen 62 Arten in Gattungen die in zwei Familien eingeteilt werden Raubbeutler (Dasyuridae) und Ameisenbeutler (Myrmecobiidae). Bis ins 20. Jahrhundert gab es noch eine dritte Familie die den Beutelwolf ( Thylacinus cynocephalus ) umfasste. Das letzte Tier starb aber 1936 in Gefangenschaft.
  • Die Nasenbeutler (Peramelia) umfassen 17 Arten in Gattungen eingeteilt in die zwei Familien der (Peramelidae) und der Peroryctidae für die noch deutscher Name existiert.
  • Die Diprotodontia sind die artenreichste Ordnung und nicht nur 114 Arten in 33 Gattungen auch eine große Typenvielfalt: So gehören u. die bekannten Kängurus (Macropodidae) und Koalas ( Phascolarctos cinereus ) die Wombats (Vombatidae) aber auch die drei Familien Beuteltiere hierher.

Die genauen stammesgeschichtlichen Verwandtschaftsverhältnisse der Ordnungen sich dem folgenden Diagramm entnehmen dass auf der kladistischen Systematik beruht:

 Australidelphia |--Microbiotheria |--Eometatheria |--Beutelmullen (Notoryctemorphia) |--N. |--Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia) |--Syndactyli |--Nasenbeutler (Peramelia) |--Diprotodontia  



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