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Bardo


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Bardo (*ca.980-†1051) Mönch in Fulda Abt von Erzbischof von Mainz

Bardo - so die beiden zeitnahen (Vita des Vulculd größere Bardo-Vita) über den Abt und Erzbischof - wurde um das 980 als Sohn des Adalbero und der in Oppershofen in der Wetterau geboren. Seine geistliche Ausbildung erhielt er Kloster Fulda wo er 1018 zum Dekan und Propst der Fuldaer Propstei Neuenberg gewählt wurde. März 1029 besuchte Kaiser Konrad II. das Kloster; es kam zu einem Zusammentreffen zwischen dem Mönch und dem Herrscher Ende 1029 oder Anfang 1030 Bardo - unter Umgehung des Rechts freien Abtswahl - zum Leiter des Werdener Klosters (1029?- 1031 ) bestimmte. Der neue Abt soll auf Gehorsam der Mönche und die Pflege des besonderen Wert gelegt haben. Gerühmt werden auch Gastfreundschaft Bardos und seine Fürsorge für die Zu Beginn des Jahres 1031 wurde auf der Kaiserin Gisela Bardo zudem Abt von Doch schon zu Pfingsten 1031 (30. Mai) dem Tod des Mainzer Erzbischofs Aribo (1021-1031) Bardo von seinem kaiserlichen Gönner Konrad auf freigewordenen Erzbischofsstuhl berufen und mit Ring und Stab Seine Erhebung zum Mainzer Erzbischof erfolgte an Peter und Paul (29. Juni) in Goslar ; Bardo war nun nicht mehr Abt Werden und Hersfeld. Als Erzbischof ist er den Jahren bis zu seinem Tod vielfach der Umgebung der Herrscher Konrad II. und Heinrich III. ( 1039 - 1056 ) zu finden: Am 11. November 1036 er in Anwesenheit beider Salier den neu Mainzer Dom ; im September 1041 (?) nahm er an einem Feldzug III. gegen Böhmen teil; im Herbst 1043 weihte er Agnes von Poitou (*ca. 1025 -† 1077 ) die Ehefrau Heinrichs III. zur Königin. von Kirchen und Altären sind ebenso überliefert Bardos Einfluss bei der Besetzung vakanter Bischofssitze. einer am 19. Oktober 1049 in Mainz stattfindenden Synode unter Bardos Vorsitz sprachen sich die Bischöfe in Anwesenheit Heinrichs III. gegen Simonie und Priesterehe aus. Nochmals trafen Erzbischof Kaiser zu Pfingsten 1051 (19. Mai) in Paderborn zusammen. Auf seiner Rückreise nach Mainz Bardo schwer und starb am 10. oder 11. Juni 1051 . Sein Leichnam wurde im Mainzer Dom

Literatur

  • Bardo bearb. v. ALOIS GERLICH in: LexMA Sp.1458f
  • BÖHMER JOHANN FRIEDRICH Regesta archiepiscoporum Maguntiensium. Regesten zur Geschichte der Erzbischöfe von Bonifatius bis Heinrich II. (742?-1288) Bd.1: Von Bonifatius bis Arnold 742?-1160 21886 Ndr Aalen 1966 S.165-176
  • BÖTEFÜR MARKUS BUCHHOLZ GEREON BUHLMANN MICHAEL Bildchronik Werden. 1200 Jahre Essen 1999 S.39
  • BÜTTNER HEINRICH Die Mainzer Synode vom Oktober 1049 in: Mainzer Kalender 1949 S.53-59
  • Jahrbücher des deutschen Reiches:
    • BRESSLAU HARRY Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II. 2 Bde. 1879 1884 Ndr Berlin
    • STEINDORFF ERNST Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich III. 2 Bde. 1874 1884 Ndr Berlin
  • Regesta Imperii begründet v. JOHANN FRIEDRICH bearb. u. hg. v. d. Österreichischen Akademie Wissenschaften (u. d. Akad. d. Wiss. u.d. zu Mainz):
    • III: Salisches Haus 1024-1125: Bd.III 1 1: II. 1024-1039 bearb. v. HEINRICH APPELT u. NORBERT BISCHOFF Graz 1951
  • STÜWER WILHELM (Bearb.) Die Reichsabtei Werden an der Ruhr (= Sacra NF 12 Erzbistum Köln 3) Berlin-New York 1980 S.308f
  • Vita auctore Vulculdo hg. v. WILHELM WATTENBACH in: MGH 11 S.317-321
  • Vita Bardonis maior hg. v. WILHELM WATTENBACH in: MGH 11 S.321-342

Abkürzungen

  • LexMA = Lexikon des Mittelalters
  • MGH SS = Monumenta Germaniae Historica. (in Folio)
  • NF = Neue Folge



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