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Baureihe 111


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111 122 schiebt ihren Regionalexpress nach in den Bahnhof Solingen-Ohligs
Die Baureihe 111 ist eine Elektrolokomotive der Deutschen Bahn AG . Eingesetzt wird sie heute vor allem Nahverkehr früher jedoch auch vor Fernzügen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Baureihe 111 ist die Nachfolgerin Schnellzuglok Baureihe 110 . Da nach Ende der 110er-Produktion noch Bedarf an weiteren schnellfahrenden E-Loks bestand wurde der 1970er Jahre von der damaligen Bundesbahn entschieden auf Basis bewährter Teile der 110 die Nachfolgereihe 111 zu entwickeln. Besonderes legte man dabei auf Verbesserung der Laufruhe hohen Geschwindigkeiten durch neue Drehgestelle und verbesserte für den Lokführer. Hierzu wurde vom Bundesbahn-Zentralamt und dem Hersteller Krauss-Maffei der DB-Einheitsführerstand entwickelt nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen gestaltet wurde und heute bei den meisten Neubau- Lokomotiven und Steuerwagen zum Einsatz kommt.

Die erste Lokomotive 111 001 verließ Krauss-Maffei-Werke im Dezember 1974. Bis 1984 folgten weitere 226 Maschinen an deren neben Krauss-Maffei auch Henschel und Krupp sowie Siemens AEG und BBC für den elektrischen Teil waren. Die letzte Serie wurde von der eigentlich gar nicht benötigt sondern sollte dazu in der deutschen Lokomotivbau-Industrie Arbeitsplätze zu sichern ist man allerdings froh dass man die hat da sie sich vielseitig verwenden lassen und kostengünstig sind). 111 227 sollte eigentlich letzte neu beschaffte E-Lok der Bundesbahn in Wechselstrom-Technik sein danach wollte man nur noch in Drehstrom -Asynchrontechnik beschaffen (die Baureihe 120 die erste deutsche Drehstromlokomotive stand bereits den Startlöchern). Nach der Wende entschied man jedoch 1991 wiederum aus politischen Gründen zusammen mit Deutschen Reichsbahn der ehem. DDR noch die Baureihe 112 .1 in konventioneller (Ost-)Technik zu beschaffen.

1979 entschied man sich die Baureihe 111 den lokbespannten Wendezügen der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr einzusetzen. Die Loks 111 111 111 188 wurden daher in S-Bahn-Farben lackiert mit S-Bahn-Equipment ausgerüstet z.B. Zugzielanzeigern und der verwendeten zeitmultiplexen Wendezugsteuerung über die IS-Leitung des Im gleichen Jahr wurde der InterCity endlich mit einer 2. Wagenklasse ausgerüstet ihm zu größerem wirtschaftlichen Erfolg zu verhelfen. sollte das IC-Netz erweitert werden und auf wichtigsten Linien im Stundentakt gefahren werden. Es bereits bekannt dass die als reine IC-Lok Baureihe 103 Probleme bekam wenn sie ihre Geschwindigkeit 200 km/h nicht ausfahren konnte: Auf den vor langsamen aber schweren Zügen reagierten die Motoren der BR 103 mit starkem Verschleiß. zahlte sich aus dass man bei der 111 konsequent die Laufgüte der Drehgestelle optimiert und auch leistungsmäßig noch Luft nach oben Ab Mai 1980 durften alle 111er bis zu 160 fahren und kamen fortan vor InterCity-Zügen zum

Konstruktion

Die Konstruktion der BR 111 lehnt im wesentlich an die der BR 110 wurde jedoch in Teilen entschieden verbessert bzw. Im Mechanischen Teil ist dabei ist insbesondere die neuartige Drehgestelle zu verweisen; die Radsätze hierin über Lemniskatenlenker geführt. Für die Kastenabstützung Flexicoilfeder zum Einsatz Im elektrischen Teil der 111 wurden die Fahrmotoren WB 372 der und deren Transformator weiterverwendet. Nachdem ursprünglich angedacht die Antriebskräfte über einen Gummiring-Kardanantrieb ähnlich dem BR 103 zu übertragen blieb man nach mit der dazu umgebauten 110 466 beim Gummiringfederantrieb der BR 110 da der Antrieb BR 103 erst jenseits von 160 km/h Vorteile hatte. Auf dem Dach sollten eigentlich neuen Einholm-Stromabnehmer Bauart SBS 65 zum Einbau kommen standen diese zum Ablieferungszeitpunkt der ersten Serie zur Verfügung da sie für die BR benötigt wurden.. Deshalb fahren Loks der ersten (bis 111 070) teilweise bis heute mit Scheren-Stromabnehmern DBS 54a. Die S-Bahn-111er sowie diejenigen IC-Einsätze in Doppeltraktion erhielten von Anfang an den SBS

Die Platzierung des Trafos aufrecht in Mitte des Maschinenraums wurde beibehalten die Maschinenraumaufteilung so modifiziert dass es vor und hinter Trafo nur einen mittigen Maschinenraumgang gibt. Die der Fahrmotoren erfolgt in bewährter Manier hochspannungsseitig 28 Fahrstufen über Thyristor -Lastschalter. Die Motoren können als elektrische Bremse werden sie arbeiten dann jeder auf einen Bremswiderstand. Bremsleistung und Bremskraft konnten im Vergleich BR 110 gesteigert werden. Die entstehende Wärme über Dachlüfter abgeführt. Geregelt wird die Bremse einen Hallgenerator wie er bereits bei der 110er Serie zum Einsatz kam. Bei Bremsvorgängen die elektrische Bremse mit der mehrlösigen Druckluftbremse Bauart Knorr gekoppelt. Bei wirkenden E-Bremse die Druckluftbremse jedoch vorgesteuert.

Die Fahrzeugsteuerung wurde erheblich moderner als der BR 110 ausgeführt: Die Lok lässt wahlweise über eine elektronische Impulssteuerung oder eine Zugkrafregelung steuern. Diese sog. Z-Steuerung sorgt dafür die Motorzugkraft bei steigender Zugkraft auf einen eingestellten Wert konstant gehalten wird. Ergänzt wird Steuerung durch eine Anfahrüberwachung die dafür sorgt die zulässigen Maximalwerte für Motor- und Oberstrom werden. Die Wendezugsteuerung erfolgt über die ZWS Wendezugsteuerung).

Einsatz in der jüngeren Zeit

Nach der dritten Stufe der Bahnreform die BR 111 DB Regio zugeordnet was gleichzeitig das faktische Ende Einsätze im Fernverkehr bedingt da DB Reise & Touristik (R&T) andernfalls Miete für die Loks DB Regio zahlen müsste. Zu den Paradeeinsätzen BR 111 gehören heute die Doppelstockzüge mit bis zu 160 km/h. Im im Ruhrgebiet wurde die 111 bereits ab der 1990er Jahre durch die dafür wesentlich geeignetere Baureihe 143 der Ex-DR ersetzt.

Technische Daten

  • Haupteinsatzgebiet: Hochwertiger Nahverkehr
  • Hersteller: Krauss-Maffei Henschel Krupp Siemens AEG BBC
  • Länge über Puffer: 16 75 m
  • Achsformel : Bo'Bo'
  • Dienstmasse: 83 t
  • Stundenleistung: 3.620 kW
  • Anfahrzugkraft: 274 kN
  • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
  • Dauerleistung der E-Bremse: 3.600 kW
  • maximale Dauerbremskraft elektrisch: 88 kN
  • Indienststellung: 1974

Siehe auch: Liste der Baureihen



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