Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 21. November 2019 

Belagerung von Malta (1565)


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Belagerung von Malta durch ein Heer der türkischen Osmanen fand vom 19. Mai bis zum 8. September des Jahre 1565 statt. Die von dem Malteserorden verteidigte Insel konnte sich dabei gegen Osmanen behaupten.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Nach der Vertreibung von Rhodos durch ein osmanisches Heer liessen sich Johanniter zunächst auf Kreta nieder bis ihnen der römisch-deutsche Kaiser Karl V. 1530 das zum habsburgischen Machtbereich gehörende Malta übertrug. Außerdem überliess er ihnen die über das 1510 vom habsburgischen Spanien eroberte Tripolis . Die Johanniter gingen bald darauf dazu Malta zu ihrem neuen Stützpunkt auszubauen. Dabei sie finanzielle Hilfe von Karl V. die für den Bau von Festungsanlagen genutzt wurde. Nach der Abspaltung protestantischer Ordensmitglieder erfolgte eine Umbenennung in "Malteserorden".

Der Malteserorden übernahm die Verteidigung des Mittelmeerraums gegen osmanische Kriegsflotten und mit den verbündete Seeräuber wobei ihm die Lage Maltas zwischen Sizilien und Tunesien zugute kam. Eine besondere Bedrohung für christlichen Länder des westlichen Mittelmeeres stellte die des türkischen Vasallen Khayr Ad-Din "Barbarossa" dar die von Algier aus operierte. Die Schaffung einer neuen für die ehemaligen Johanniter stellte für die eine Gefährdung ihrer Aktivitäten zu See dar.

Die türkischen Osmanen und ihre Verbündeten seit den 1540er Jahren im westlichen Mittelmeerraum äußerst aktiv. Khayr Ad-Din plünderte 1542 mit seiner Flotte die katalonische Küste eroberte 1543 im Bündnis mit Frankreich Nizza und unternahm 1544 einen Plünderungszug entlang der italienischen Küste. Das von den Johannitern verteidigte wurde 1551 von den Osmanen erobert. Aufgrund dieser liess der 1558 gewählte Hochmeister des Malteserordens Jean Parisot de la Vallette die Befestigung des maltesischen Hafens beschleunigen ausweiten. Diese Vorbereitungen stellten sich für den nach wenigen Jahren als sinnvoll heraus als Mai 1565 eine osmanische Invasionsflotte vor Malta

Ausgangslage

Die osmanische Flotte bestand aus etwa Galeeren die ein über 30.000 Mann starkes unter dem Befehl von Großwesir Mustafa transportierten. Malteserorden konnte neben 700 Rittern etwa 8500 Kämpfer aufbieten. Der befestigte Hafen umfasste zwei verlaufende Landzungen deren Enden durch eine große verbunden waren um gegnerischen Flotten den Zugang den zwischen den Landzungen befindlichen Gewässern zu Zwischen den Seng Lea und Birgu genannten die auf diesen Landzungen erbaut worden waren eine provisorische Brücke errichtet während in den Gewässern westlich von Seng Lea eine Palisade aus spitzen Holzpfählen die Anlandung feindlicher verhinderte. Nördlich des Hafens wurde als Vorposten Fort St. Elmo erbaut.

Verlauf

Das Fort St. Elmo

Die osmanische Angriffe richteten sich zunächst das vorgeschobene Fort St. Elmo. Am 24. 1565 geriet das Fort in die Reichweite osmanischen Kanonen und wurde zum Ziel massiven Geschützfeuers. Belagerer arbeiteten sich durch das Ausheben von immer näher an das Fort heran und 6. Juni postierten sie auf einer Landzuge des Forts eine weitere Geschützbatterie die St. sofort unter Feuer nahm. Am selben Tag den Verteidigern des Forts bei einem Sturmangriff Teil der Befestigungsanlagen entrissen. Am 19. Juni die Malteser die Geschütze des zu Birgu Forts St. Angelo neu aus und fügten westlich von St. Elmo postierten Osmanen bei darauf folgenden Kanonade schwere Verluste zu. Am Juni folgte ein weiterer türkischer Großangriff auf Elmo der nach äußerst verlustreichen Kämpfen zur des Forts führte. Von den bis zuletzt 1500 Verteidigern des Forts überlebten nur neun die Erstürmung. Auf osmanischer Seite hatte man Zehntausend Kanonenkugeln auf St. Elmo abgefeuert und 6000 Soldaten bei den Kämpfen um das verloren. Großwesir Mustafa liess die neun Ritter ihre Leichen kreuzigen und sie über das in Richtung des maltesischen Hafens treiben. Im ordnete Vallette die Tötung mehrerer türkischer Gefangener deren Köpfe mit Kanonen auf die feindlichen abgefeuert wurden.

Kampf um Sang Lea und Birgu

Nach der Eroberung von St. Elmo die Osmanen dazu über im Verlauf mehrerer ihre Geschütze auf das Fort St. Angelo nördlichen Ende von Birgu auszurichten. Es folgte schweres Geschützfeuer auf die Stellungen der Malteser. 15. Juli gingen die osmanischen Truppen zum auf die St. Michaels- Bastion von Sang Lea über der trotz Pulverexplosion in den Reihen der Malteser scheiterte. selben Tag unternahmen osmanische Elitetruppen die Janitscharen einen Seeangriff auf Sang Lea der am Geschützfeuer der Belagerten scheiterte. Vom 2. zum 7. August versuchten die Osmanen die der Malteser mit einer massiven Kanonade sturmreif schiessen. Nach Beendigung des Geschützfeuers starteten die einen weiteren Großangriff der sich nun gegen Kastilische Bastion von Birgu richtete. Nach Anfangserfolgen dieser Angriff von den Verteidigern zusammengeschossen. Erfolgreicher die Osmanen war ein am selben Tag Angriff auf die St. Michaels-Bastion die von eingenommen wurde. Ein kurz darauf erfolgter Gegenangriff Malteser zwang sie jedoch unter hohen Verlusten Rückzug. Während der Großoffensiven gegen die Festungen Malteser drang eine im Inland von Malta Kavallerie -Einheit des Ordens in das osmanische Feldlager tötete zahlreiche Kranke und Verwundete Türken und das Lager in Brand.

Das Ende der Belagerung

Am 21. August unternahmen die Belagerer weiteren Sturmangriff der ebenfalls nicht den auf Seite erhofften Erfolg brachte. Noch im selben erfuhren die Osmanen das ein für sie Versorgungsschiff auf dem Weg nach Malta geentert Als ein von Sizilien aus aufgebrochenes 11.000 starkes Entsatzheer unter dem Kommando des spanischen auf der Insel eintraf erkannten die Osmanen aussichtslose Lage. Großwesir Mustafa ordnete den Rückzug doch als er über die Größe des Entsatzheeres informiert wurde wählte er eine offene Seine von der Belagerung erschöpften Soldaten konnten die frisch eingetroffenen Truppen des spanischen Vizekönigs bestehen. Unter schweren Verlusten gelang es einem des türkischen Heeres am 8. September von zu fliehen.

Resultat

Die Belagerung von Malta war für türkischen Osmanen äußerst verlustreich. Von dem circa an der Belagerung beteiligten osmanischen Soldaten wurden bis zu 24.000 getötet oder verwundet. Auf Seite wurden über 5000 Menschen getötet oder darunter etwa 200 Ordensritter. Zuletzt war Malta noch von 600 Mann verteidigt worden. Nach unternahmen die Osmanen keinen weiteren Versuch mehr zu erobern. In den Jahren nach der Belagerung bauten die Malteser die Befestigungsanlagen der stark aus. Westlich des Forts St. Elmo eine weitere Festungsstadt errichtet die zu Ehren Malteser-Großmeisters Valletta genannt wurde. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war Malta die am stärksten befestigte des Mittelmeeres. Durch die Behauptung Maltas wurde Position der Osmanen im westlichen Mittelmeer geschwächt. die Seeschlacht bei Lepanto 1571 verschärfte sich diese Entwicklung.




Bücher zum Thema Belagerung von Malta (1565)

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Belagerung_von_Malta_(1565).html">Belagerung von Malta (1565) </a>