Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 22. September 2019 

Berliner Stadtschloss


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Das Berliner Stadtschloss war die Hauptresidenz (Winterresidenz) der Kurfürsten Brandenburg später der Könige in bzw. von Preußen und der Deutschen Kaiser des Zweiten Reiches .

Es stand auf der Spreeinsel in Berlin-Mitte . Nach der Novemberrevolution von 1918 fungierte es als Museum und wurde zahlreichen anderen Mietern genutzt so etwa von Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft oder der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft. Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt ließ jedoch immer noch als Veranstaltungsort nutzen. Am September 1950 wurde es auf Geheiß von Walter Ulbricht gesprengt.

Inhaltsverzeichnis

Baugeschichte

Gegründet wurde der Bau durch Kurfürst Friedrich II. genannt Eisenzahn (1440–1470). An der Stelle späteren Schlüterhofes und Hof III stand zunächst Burg welche die sich auf der Spreeinsel Handelswege kontrollieren sollte. 1465 wurde die bedeutende spätgotische Erasmuskapelle eingebaut. Joachim II. ( 1535 1571 ) trägt die spätmittelalterliche Burg weitgehend ab lässt an seiner Stelle durch die Baumeister Theiss und Kunz Buntschuh nach dem Vorbild Schlosses in Torgau eine prachtvolle und bedeutsame Renaissance -Residenz errichten.

Unter Kurfürst Johann Georg ( 1571 1598 ) entstand durch den Hofbaumeister Rochus Graf Lynar der Westflügel und Hofabschluss sowie die anschließende Hofapotheke. Kurfürst Friedrich Wilhelm ( 1640 1688 ) der Große Kurfürst ließ das nach Dreißigjährigen Krieg ziemlich verfallene Schloss wieder herrichten. In Spätzeit seines Regiments entstanden bedeutende Innenräume wie Kugelkammer oder die Braunschweigische Galerie. Letztere wurde dem durch Arnold Nehring ausgeführen Galerietrakt an Spree eingebaut.

Unter Kurfürst Friedrich III. ab 1701 König Friedrich I. in Preußen kam es zum Ausbau Schlosses zur großartigen Königsresidenz. Ab 1699 baute Andreas Schlüter das Schloss zum bedeutendsten Profanbau des Barocks aus. Da der durch ihn entworfene an der Nordwestecke des Schlosses aus statischen abgetragen werden musste wurde Schlüter 1706 als Hofbaumeister unehrenhaft entlassen blieb aber Hofbildhauer im Amt. Schüters Posten übernahm sein Johann Eosander von Göthe der einen großartigen Erweiterungsplan für das vorlegte. In einer modifizierten Form sollte dieser ausgeführt werden was jedoch durch den Tod I. nur unzulänglich geschah. Denn sein Nachfolger Friedrich Wilhelm I. der Soldatenkönig entließ aus Sparsamkeit und der tatsächlich ruinierten Staatsfinanzen die meisten Künstler ließ das Schloss durch den unbedeutenden Schüler Heinrich Böhme vollenden.

Mit Ausnahme des Kuppelbaus durch Friedrich August Stüler und Albert Schadow ( 1845 - 1850 ) nach einen Entwurf von Karl Friedrich Schinkel erfolgten nur noch kleinere Änderungen am Das Innere erfuhr bis zuletzt zahlreiche z. künstlerisch bedeutsame Veränderungen. Erwähnenswert sind die dekorativen durch Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff Karl von Gontard Carl Gotthard Langhans Friedrich Wilhelm Erdmannsdorff und Karl Friedrich

Das Schloss wurde am 3. Februar von mehreren Bomben bis auf die Außenmauern die tragenden Wände zerstört. Ein Wiederaufbau der wäre möglich gewesen aber die DDR -Führung sah das Schloss als Symbol des preußischen Militarismus " und beschloss dessen Sprengung. Diese wurde 7. September 1950 durchgeführt.

Im Anschluss an die Sprengung wurde Marx-Engels-Platz mit dem Palast der Republik (fertiggestellt 1976 ) und dem Staatsratsgebäude (fertiggestellt 1964 ) errichtet. In das Staatsratsgebäude wurde dabei Portal IV des Stadtschlosses von dem aus 9. November 1918 Karl Liebknecht die "sozialistische Republik" ausgerufen hatte integriert.

Nach der Wende gab es eine Diskussion in Berlin ob es wiedererrichtet werden Dazu wurde der Öffentlichkeit 1993 eine Installation mit Gerüsten und Leinwänden ursprünglichen Ort präsentiert

Wiederaufbau

Dem Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses hat Bundestag im Juli 2002 zugestimmt. Dafür muss Palast der Republik weichen. Dessen Abriss hat der Bundestag 13. November 2003 nach langer Diskussion beschlossen. zum Beginn des Wiederaufbaus soll an dessen eine Grünfläche entstehen. Zur Finanzierung des Vorhabens sich verschiedene Vereine gegründet darunter die Gesellschaft Schloss e. V. und der Förderverein Berliner e.V. Auf Grund der hohen Baukosten scheint eine Finanzierung nur durch Vereine nicht möglich dass auf staatliche Gelder die zurzeit nicht Verfügung stehen zurück gegriffen werden muss. Deshalb derzeit nicht absehbar wann der Wiederaufbau realisiert wird.

Künstlerische Bedeutung

Zusammen mit den umliegenden Gebäuden ergab in der Mitte Berlins ein einzigartiges architektonisches Wenngleich das Berliner Schloss stets ein Torso ist es als Hauptwerk des protestantischen Profanbaus des Barocks von überragender Bedeutung für die Kunstgeschichte. erster Stelle sind dabei die Arbeiten Schlüters nennen der als eines der großen Genies barocken Baukunst und Plastik kongenial an Berninis Seite tritt. Eosanders Beitrag - insbesondere nicht ausgeführter Erweiterungsentwurf - sind zwar auch jedoch fällt sein Schaffen in seiner stilistischen gegenüber Schlüter deutlich ab. Mit den klassizistischen entstehen etwa hundert Jahre nach Schlüter durch Künstler erneut Raumfolgen die in ihrer Epoche qualitativen Spitzenleistungen gehören. Insgesamt stellte das Berliner im europäischen Kontext einen Residenzbau aller ersten dar.

Literatur

  • Das Schloß an der Spree Eberhard Cyran Arani-Verlag in der Verlagsgruppe
  • Das Berliner Schloss Guido Hinterkeuser Siedler-Verlag.

Weblinks



Bücher zum Thema Berliner Stadtschloss

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Berliner_Schloss.html">Berliner Stadtschloss </a>