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Besetzung der Hainburger Au


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Die Besetzung der Hainburger Au war sowohl von umweltpolitischer als auch demokratiepolitischer Bedeutung für Österreich .

Anfang 1983 hatte der WWF seine Kampagne "Rettet die Auen" gestartet mit Hilfe einiger Medien begonnen die Öffentlichkeit die drohende Zerstörung der Donauauen bei Hainburg ( Niederösterreich ) durch ein Wasserkraftwerk aufmerksam zu machen.

Die "Österreichische Donaukraftwerke AG" erreichte 1983 eine Erklärung des Hainburg zum "bevorzugten Wasserbau" durch die oberste Das im damals gültigen österr. Wasserrechtsgesetz vorgesehene des "bevorzugten Wasserbaus" war zur behördlichen Handhabung Wasserbauvorhaben die im besonderen Interesse standen vorgesehen bedeutete eine Verfahrenskonzentration aller behördlichen Genehmigungen bei Wasserrechtsbehörde und eine Einschränkung des Instanzenzuges. Nach des behördlichen Verfahrens wurde im Dezember 1984 bei Stopfenreuth mit den Arbeiten begonnen.

Am 8. Dezember 1984 organisierte die Österreichische Hochschülerschaft einen "Sternmarsch" an dem ca. 8'000 teilnahmen. Mehrere hundert Personen blieben in der und erzwangen die Einstellung der Rodungsarbeiten.

Nachdem die Au zum Sperrgebiet erklärt war kam es am 19. Dezember zu einem brutalen Polizeieinsatz. Bei den zwischen 2'000 Polizisten und 4'000 Aubesetzern wurden Personen verletzt. Am selben Nachmittag demonstrierten in rund 40'000 Menschen gegen das Vorgehen der und gegen den Kraftwerksbau.

Am 21. Dezember verhängte die Bundesregierung einen Rodungsstopp. Am 22. Dezember musste Bundeskanzler Fred Sinowatz unter dem Druck der öffentlichen Meinung einiger einflussreicher Medien einen "Weihnachtsfrieden" verkünden. Tausende verbrachten die folgenden Feiertage in der Au. Joop Roeland feierte mit den Aubesetzern den Weihnachtsgottesdienst.

Als das Höchstgericht Anfang Jänner 1985 weitere Rodungen bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens verbot wurde die Besetzung beendet.

Im März 1985 wurde das so genannte Konrad Lorenz - Volksbegehren durchgeführt. Seine wesentlichen Forderungen waren ein von Großkraftwerken wie Hainburg und die Errichtung Nationalparks im Gebiet von Hainburg. Das Begehren von 353'906 Personen unterzeichnet.

Am 1. Juli 1986 hob der Verwaltungsgerichtshof den Wasserrechtsbescheid auf. Seit 1996 gehört Hainburger Au zum Nationalpark Donau-Auen.

Siehe auch: "Auhirsch" Günther Nenning

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