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Neue-Welt-Übersetzung


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Die Neue-Welt-Übersetzung der heiligen Schrift (NWÜ) ist eine Übersetzung der Bibel ungenannt bleibende Übersetzer (Neue-Welt-Bibelübersetzungs-Komitee) der Wachtturm-Gesellschaft . Sie wird vorrangig von den Zeugen Jehovas verwendet.

Als Grundlage für die Bibelübersetzung der englischen Ausgabe wurde für den Text die Biblia Hebraica von Rudolph Kittel 1951 bis 1955 ) und für den griechischen Text "The Testament in the Original Greek" von B. Westcott und F. J. A. Hort von 1881 verwendet. Berücksichtigt wurden auch andere Ausgaben D. Ginsberg Nestlé u.a.. Die deutsche Ausgabe eine Übersetzung der englischen Ausgabe unter Berücksichtigung hebräischen griechischen und aramäischen Ursaprache.

Die Neue-Welt-Übersetzung wurde während der Jahre bis 1960 in sechs Bänden in englischer veröffentlicht. 1986 erschien eine Studienausgabe.

Inhaltsverzeichnis
1 Besondere Merkmale
2 Die Verwendung des göttlichen Namens Jehova
3 Weblinks

Ausgaben und Revisionen

  • Einbändige revidierte englische Ausgabe 1961 und
  • 1969: Kingdom Interlinear Translation of the Scriptures
  • 1971: dritte revidierte englische Ausgabe mit versehen.
  • 1. deutsche Ausgabe 1963: 27 Bücher Christlich Griechischen Schriften NT.
  • 2. deutsche Ausgabe 1971: gesamte Bibel überarbeiteten Griechischen Schriften.
  • 3. deutsche Ausgabe 1986: revidiert mit auf die englische Ausgabe von 1984 mit als 125.000 Querverweisen.

Sie wurde bis zum Jahre 2000 34 Sprachen in Teil- und Vollausgaben herausgegeben. Gesamtauflage in allen Sprachen beträgt über 100 Exemplaren bis zum Jahr 2000.

Herausgeber: Watchtower Bible and Tract Society New York Inc. und International Bible Students Brooklyn New York U.S.A.

Druck in Deutschland: Wachtturm-Gesellschaft Selters/Taunus Neuselters

Von katholischen und protestantischen Christen wird abgelehnt. Ein Vorwurf ist dass die nicht-englischen von der englischen Übersetzung abgeleitet werden. Zeugen Jehovas verweisen dagegen auf den pragmatischen Ansatz es ihnen erlaubt Übersetzungen schneller herzustellen und Übersetzungsfragen urtextliche Handschriften und ihr elektronisches System Übersetzungshilfe zu Rate ziehen zu können.

Besondere Merkmale

  • Der Text ist ein modernes einfaches Deutsch. wie die ersten Christen nicht das klassische sondern die griechische Gemeinsprache ( Koine ) verwendeten damit der Text vom allgemeinen leicht verstanden werden konnte.

  • Es wurde möglichst einem Wort der Ursprache Wort in der deutschen Sprache zugeordnet. So das hebräische Wort rav "viele" (2. Mose 5) den Teil eines Titels (Rabschake in Könige 18 17) "oberster" (Daniel 1 3) Bogenschütze (Jeremia 50 29) bedeuten.

  • Sie unterscheidet deutlich Begriffe auch wenn sie verwandt sind. Beispiele:

  • Sie unterscheidet die Adjektive kalós (vortrefflich ausgezeichnet auserlesen) und agathós (meistens: moralisch gut).

  • Das Hebräische unterscheidet fünf Wörter für Mensch: = Erdenmensch (also der Mensch als irdisches enósch = sterblicher Mensch (Winzigkeit und Schwäche Menschen) géber = kräftiger Mensch) ísch = im Gegensatz zu ischschá = Frau oder zakár = männlich (bezüglich Geschlechtsbeziehungen)

  • Sie unterscheidet gr. syntéleia (Abschluss) von télos

  • Sie hält die Begriffe kósmos (Welt) aión der Dinge) und oikouméne (bewohnte Erde) auseinander.

  • Sie unterscheidet zwischen gnósis (Erkenntnis) und epígnosis Erkenntnis) z.B. in Philipper 1 9 und 8.

  • táphos (Grab einzelne Begräbnisstätte) mnéma (Gruft) mneméion háides (Hades im Sinne eines allgemeinen Grabes Menschheit). Texte dazu: Mattäus 27 60f; Johannes 28; Apostelgeschichte 2 29 31.

  • Hilfsverben dienen dazu Aktionsarten der hebräischen Sprache zu arbeiten. In 1. Mose 2 2f er ... zu ruhen".

  • Es wird zwischen einer einzigen und einer oder fortwährenden Handlung unterschieden:

  • 1. Johannes 2 1 (Aorist ein Akt) 1. Johannes 3 6 (fortlaufend "Sünde treiben")

  • Beharrlichkeit wie in Lukas 11 5-10: Bittet sucht fortwährend klopft unaufhörlich an. Ähnlich auch Matthäus 7 7.

  • Matthäus 6 33: "So fahrt denn fort das Königreich zu suchen".

  • Sie drückt eine Negation deutlich aus. Beispiel 6 16: "Hört auf ... ein trübseliges zu machen". Oder Matthäus 7 1: "Hört zu richten". Wenn der Aorist vorkommt wird Handlung als zu keinem Zeitpunkt erlaubt ausgedrückt: euch also niemals Sorgen um den nächsten (Matthäus 6 34).

  • Als Eigenheiten der Neuen-Welt-Übersetzung erkannte Textwiedergaben müssen notwendigerweise falsch sein.

  • Lukas 23 43 ("Wahrlich ich sage dir Du wirst mit mir im Paradies sein.") auch von anderen Übersetzern wie Michaelis wiedergegeben durch Texte wie Apostelgeschcihte 2 27. 31 10 39f gestützt.

  • Die Wiedergabe von gr. estin mit "bedeutet" Matthäus 26 26 "Dies bedeutet meinen Leib" gemäß dem Wörterbuch zum Neuen Testament von Bauer zulässig.

  • Die Wiedergabe von Johannes 1 1 mit WORT war ein Gott" wird von fünf deutschen Übersetzungen (Jürgen Becker Jeremias Felbinger Oskar Friedrich Rittelmeyer Siegfried Schulz) ebenso gewählt. Mindestens weitere schreiben Ausdrücke wie "göttlichen Wesens" "Gott Art" oder "ein göttliches Wesen".

Die Verwendung des göttlichen Namens Jehova

Die Übersetzer gehen davon aus dass Tetragramm als Jehova ausgesprochen werden soll (zum Problem der siehe Jahwe ).

Die Übersetzer weichen von der Tradition Bibelübersetzer ab den Eigennamen Gottes aus dem Text herauszuhalten oder wieder herauszunehmen (wie bei Elberfelder Bibel oder Van-Eß-Übersetzung geschehen). Sie sehen einen unzulässigen Eingriff der einerseits mit den Handschriften nicht übereinstimmt und andererseits auch dem des Autors der Bibel Gottes wiederspricht. Daher sie an 6828 Stellen Jehova in der auch in der Biblia Hebraica Stuttgartensia und Biblia Hebraica von Kittel als Tetragramm wiedergegeben

Des weiteren fügten sie den Namen den vom Bibelgelehrten Christian David Ginsburg identifizierten Stellen ein an denen die jüdischen Sopherim durch Adonaj und an acht Stellen an sie ihn durch Elohim ersetzt hatten.

Besonders auffällig ist die Verwendung des Gottes im griechischen Text des Neuen Testaments 237 Stellen wo im griechischen Text kyrios steht. Diese Stellen sind mit einer Begründung im Anhang der Bibelausgaben aufgelistet.

Die Übersetzer sehen es nicht als an dass der Name Gottes im ersten der allgemeinen Öffentlichkeit nicht bekannt gewesen sei seine Aussprache zu jener Zeit bereits unbekannt Sie verweisen dabei auf Funde der Septuaginta belegen dass zur Zeit der ersten Christen diese griechischen Wiedergaben des Alten Testaments den Gottes trugen. Daher geben sie den Namen u.a. an den Stellen wieder in denen den hebräischen Schriften dem Alten Testament zitiert Zur weiteren Dokumentation verweisen sie auf eine von hebräischen Übersetzungen des griechischen Neuen Testaments denen die damaligen Übersetzer ebenfalls das Tetragrammaton Gottesname mit aufnahmen.

Im Anhang der Neuen-Welt-Übersetzung werden die deutschsprachige Übersetzungen aufgeführt bei denen im Neuen der Name Gottes als Jehova wiedergeben wurde im Neuen Testament des evangelischen Theologen Johann Friedrich Schulz Leipzig 1774. Auch die Ausgaben Luther-Übersetzung von 1545 und 1546 geben nach der Übersetzer den Gottesnamen in der für reservierten Druckform HERR (in Großbuchstaben) wieder. Schließlich sie auf die Fußnote zu Matthäus 1 in der Elberfelder Bibel gemäß der "'Herr' Artikel ... hier und an vielen anderen den Namen 'Jehova'" bezeichne.

Weblinks



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