Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 18. September 2019 

Birken


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Birken

Birke im Spätsommer

Systematik
Klasse : Zweikeimblättrige (Magnoliopsida)
Unterklasse : Kätzchenblüher (Hamamelididae)
Ordnung : Buchenartige (Fagales)
Familie : Birkengewächse (Betulaceae)
Gattung : Birken ( Betula )

Die Birken ( Betula ) bilden eine Gattung von Pflanzen in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae).

Birken überwuchern als Pionierpflanzen als erster freie Flächen. Da ihre Lebenserwartung nur etwa bis 60 Jahre beträgt werden sie bald anderen Baumarten verdrängt.

Birken sind sommergrüne Bäume oder Sträucher .

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Birken kommen in Europa und in Asien bis Japan vor. Dabei ist das Verbreitungsgebiet der im Norden bei 60 bis 65 Grad nördlicher begrenzt und die Südgrenze bilden das nördliche Portugal die Ost pyrenäen der Alpensüdrand Altserbien und die Steppen gebiete Russlands .


Eine Birke im Winter demonstriert die typische

Wuchsbedingungen

Birken stellen nur geringe Ansprüche an Boden und Klima . Birken gedeihen sowohl auf trockenen wie Böden in Heide gebieten auf Dünen wie auf Moor . Stagnierende Nässe hemmt zwar Wachstum und der Birke ahnlich der Kiefer besitzt sie aber eine weite Standortamplitude: ihren Optimalgebieten werden sie durch andere Arten durch ihre geringen Mindestansprüche setzen sie sich unter für andere Baumarten nicht mehr tolerablen durch.

Oft findet man in den Kronen Birken buschartige Verwachsungen. Diese sogenannten Hexenbesen werden von einer Art der Schlauchpilze Taphrina betulina verursacht.

Birken im Brauchtum und Volksglauben

Birke mit Herbstlaub

Der Name Birke ist auf einen indogermanischen Wortstamm zurückzuführen und bedeutet soviel wie glänzend Dem Volksglauben nach sollen Birken den Blitz anziehen. Aus diesem Grund duldete man einzelne Birken nur ganz selten in der von bäuerlichen Anwesen. Unter einer einzeln stehenden soll einer alten Sage nach auch die letzte Weltenschlacht stattfinden. beiden unerfreulichen Blickpunkte sind jedoch eine Ausnahme. wird die Birke mit Erfreulicherem in Verbindung

Im germanischen aber auch im slawischen Volksglauben spielte die Birke eine große Schon lange vor der Eiche und der Linde wurde die Birke von unseren Vorfahren heiliger Baum verehrt. Sie war der Frigga Freya ) geweiht. Aus dieser Zeit stammt auch Brauch einen „Maien“ aus dem Wald zu um ihn auf dem Dorfplatz aufzustellen. Es damit der erwachende Frühling und somit die in das Dorf geholt. Noch heute lebt gleiche Brauch in Gestalt des Maibaumes fort. Zu Fronleichnam wird regional die Birke verwendet wenn junge Exemplare die Straßen in katholischen Ortschaften durch die Prozessionen führen.

Birken als Nutzbaum

Birkenrinde

Hochwertiges Birkenholz eignet sich zur Furnierherstellung .

Das aussterbende ländliche Handwerk verwendet die auf vielseitige Weise. Der Besenbinder stellt aus Ästen und Zweigen den sogenannten Besenreisern für Pflasterung kaum zu übertreffende Besen her. Buschbinder bündeln bevorzugt Birken- Reisig für (*?) die im Deich- und Wasserbau zur Befestigung dienen. Der Holzbitzler verwendet Wurzelstöcke. Da diese viele verknorpelte Wurzelansätze haben daraus besonders Bierkrüge mit Deckel hergestellt. Auch Spannmacher ist auf die Birke angewiesen. Späne Schleißen aus diesem Holz sind die besten sie kaum Rauch entwickelten. Diese wurden im beim Kirchgang zum Leuchten verwendet.

Birkenholz kann wegen seiner geringen Tragkraft Bauholz kaum verwendet werden. In der Wagnerei Tischlerei war es jedoch einst sehr geschätzt. stellte daraus unter anderem Holzschuhe Deichseln Leitern Fassreifen Tische Stühle und Wäscheklammern her. Auch als Brennholz ist es dekoratives Kaminholz beliebt. Dank der ätherischen Öle Birkenholz sogar in frischem Zustand.

Birke mit Raureif

Auch die Rinde fand früher einen Gebrauch. Der obere Teil der in zwei gegliederten Rinde war besonders zur Herstellung von und Birkenöl geeignet. Birkenrinde brauchte man als sowie als Unterlage bei Schwellen und Balken. Matten Körbe Tabakdosen und Fackeln wurden aus ihr hergestellt. Wie Hieronymus Bock berichtet verwendete man die Rinde im 16. Jahrhundert als Schreibmaterial.

Die Birke als Symbol der Fruchtbarkeit früher als Helfer in Liebesnöten. Dieser Verwendungszweck heute fast vergessen. Ihre Zweige Rinde und Blätter mußten für allerlei obskure Mittel und herhalten von denen man sich eine Besserung sexuellen Nöten erhoffte. Bekannter ist da heute die Birke als Helfer in der Kosmetik . Eine vielpraktizierte Unsitte war in früheren das Abzapfen des Birkensaftes der gegen Haarausfall gut sein sollte. Auch Auszüge aus Blättern sollten dagegen helfen. In der Heilkunde finden die Blätter aufgrund ihrer harntreibenden bei Rheuma Gicht und Wassersucht ebenfalls Verwendung.

Birken in der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Sandbirke ( Betula pendula ) den anderen Birkenarten werden jedoch ähnliche zugeschrieben:

Zur inneren Anwendung verwendet man die als Tee ( Aufguss ) äußere Anwendung findet Birkenknospentinktur zur Unterstützung Wundheilung.

Birkenblätter enthalten als therapeutisch wirksame Bestandteile: Öle Calcium Eisen Flavonoidglykosid Jod Natron und Phosphor .

Sie wirken anregend blutreinigend diuretisch harntreibend und schwemmen die Gelenke aus.

Daher finden sie Anwendung bei Arthritis Cholesterinüberschuß Gicht Haut- und Haarproblemen Nierengries Nieren- und und anderen Nieren-Blasenerkrankungen Rheuma Transpiration Wassersucht und um die Gallensekretion zu fördern.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Kontraindikation: Ödeme infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit !

Systematik

Man unterscheidet u. a. die folgenden

  • Sandbirke (umgangssprachlich Trauerbirke oder Hängebirke) ( Betula pendula )
  • Moorbirke ( Betula pubescens )
  • Zwergbirke ( Betula nana )
  • Papierbirke ( Betula papyrifera )

Weblinks

Siehe auch: Pionierpflanze



Bücher zum Thema Birken

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Birken.html">Birken </a>