Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Begriff Borkenkäfer ( Scolytidae ) bezeichnet eine Familie von in Bäumen lebenden Käfern .
Die Borkenkäfer lassen sich nach Rindenbrütern und Holzbrütern unterscheiden.
Besonders aktiv sind die Borkenkäfer bei über 20 Grad. Ein Borkenkäfer kann bis 200 Eier legen. Pro Jahr können zwei drei Generationen (je nach Witterung) ausschlüpfen.
Anhand des so genannten Fraßbildes kann die jeweilige Art bestimmen. Nähere Informationen bei jeweiligen Unterart:
Die Larven der Rindenbrüter ernähren sich von den saftführenden Schichten Baumes zwischen Rinde und Holz (Bastgewebe). Da Schicht die Lebensader des Baumes darstellt führt Befall meist zum Absterben desselben. Anhand des genannten Fraßbildes kann man die jeweilige Art Wichtige Käferarten und Ihre bevorzugte Baumarten:
Die Larven der Holzbrüter leben im Holzkörper und ernähren sich durch das Muttertier angelegten Pilzrasen ( Ambrosia ). Hier lassen sich Splintkäfer (die nur die äußeren Holzschichten besiedeln) Holzbohrer (die auch das Kernholz besiedeln und die technischen Eigenschaften des Holzes beeinträchtigen) unterscheiden. Wichtige Käferarten und bevorzugte Baumarten:
Im Allgemeinen können sich gesunde Bäume Fichten ) durch Harz gegen Borkenkäfer wehren. So kommt dem im Ökosystem des Waldes eine wichtige Aufgabe zu indem er Bäume befällt und so zur Arterhaltung der beiträgt. Durch Monokulturen schafft der Mensch dem Borkenkäfer bei Extremen (lange Hitze- oder Trockenperioden) optimale Verbreitungsmöglichkeiten. Insekten können sich dann explosionsartig vermehren (Jahre intensiver Verbreitung sind beispielsweise: 1994/95 1999 2003/2004)
Die Probleme bestehen dann vor allem:
bei einer wirtschaftlichen Nutzung des Waldes. großflächigen Borkenkäferbefall fallen die Holzpreise auf dem dramatisch. Für Waldbesitzer entsteht großer finanzieller Schaden.
der Befall von rindenbrütenden Borkenkäfern (wenn dabei bleibt) führt an sich zu keiner Beeinflussung des Holzes. Aber selbst für Bauholz heute die durch den Befall erfolgende Verfärbung Aussenbereich nicht mehr akzeptiert. Dies hat aufgrund höheren Verschnitts der Säger einen Wertverlust von 30% unter dem Niveau des (in den Jahren bereits um 20% gefallenen) Holzpreises für Holz zur Folge. Im Herbst 2003 wurden einzelnen Regionen sogar nur mit 75% Abschlag Preise geboten. In diesen Fällen liegen die Holzerntekosten höher. Für ein auf dem Weltmarkt gehandeltes Produkt mit Produktionszeiträumen von einigen Jahrzehnten bei immer wiederkehrender Pflegebedarf und jährlicher Abgabenlast.
im Befall von Randbäumen. Diese schützen Wald vor Wind und Sturm . Solche Freiflächen machen den Waldbestand schutzloser. Folge müssen noch mehr Bäume geschlagen werden.
in einem Anstieg der Unfälle bei Waldarbeit. Vor allem ältere und ungeübte Waldbesitzer oft von Waldunfällen betroffen.
Vorzugsweise nach Windbruch oder für Borkenkäfer Witterung müssen die Bäume auf Bohrmehl einzeln werden. Im Gegensatz zum Buchdrucker ist dies beim Kupferstecher aber nur schlecht möglich.
Stehend befallene Bäume sollten unverzüglich eingeschlagen abtransportiert werden (um einen Übersprung des Befalls Krone zu Krone zu vermeiden). Um weiteren zum Waldbestand zu schaffen können die gefällten auch auf Freiflächen geschleppt werden. Der Abstand Wald sollte mindestens 500m betragen.
Es muss der noch nicht ausgeflogenen der aus tausenden Exemplaren bestehen kann (50.000 100.000 Männchen und Weibchen an einer mittelgroßen sind durchaus nicht unrealistisch) bekämpft werden:
Larven und gerade geschlüpfte Jungkäfer können Entrindung getötet werden.
älteren Käfern kann man nur durch (nach Entrindung des Holzes und Auffang der und abfallender Käfer auf Planen in heißen meist nicht möglich oder verboten - auf Fall sehr arbeitsaufwenig und damit sehr teuer)
oder dem Einsatz von Gift begegnen (die liegt auch dabei nur im Eindämmen der Ausbreitung; unbedingt auf die notwendige PSA achten!).
Danach ist der Baum als Fangbaum nutzen der nach Abschluss der Besiedelung unschädlich machen ist.
Lockstofffallen dürfen - im Gegensatz zu Empfehlungen - auf keinen Fall zur Bestandskontrolle werden da sie neben der Fangwirkung eine der Käfer in der Umgebung zur Folge Sie sind nur bei konkretem Befall im der Unterstützung anderer Maßnahmen zu verwenden.
Zwischen den Borkenkäfern und den Buntspechten die in einem Eichenwald leben besteht Wechselbeziehung. Denn je mehr Borkenkäfer es gibt mehr Buntspechte gibt es und je mehr es gibt desto weniger Borkenkäfer gibt es. weniger Borkenkäfer es gibt desto weniger Buntspechte es und je weniger Buntspechte es gibt mehr Borkenkäfer gibt es. Also wirken Borkenkäfer Buntspechte regulierend aufeinander.
Alfred Wulf/Rolf Kehr: Borkenkäfer-Gefahren nach Sturmschäden 1991 ISBN 3826325508
Schwerdtfeger F. (1981): Waldkrankheiten. Paul Parey - Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-09116-7 . 486 pp. - teuer der Maßnahmenkatalog ist völlig veraltet aber ein Klassiker