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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 21. November 2019 

Byzantinismus


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Byzantinismus ist ein von Kritikern gebrauchter abwertender für die Einführung besonders anspruchsvoller und ausgefeilter die auf die äußerliche Betonung von (so bestehenden) Rangunterschieden abzielen.

Mit der Kennzeichnung solchen Verhaltens als wird auf das aus neuzeitlicher westeuropäischer Sicht unakzeptable Hofzeremonell angespielt das sich im byzantinischen um die Person des Byzantinischen Kaisers herum hatte. Dazu zählte beispielsweise der durch mechanische in die Höhe schwebende Thron die Heerscharen gekleideter Eunuchen und der Gebrauch der Proskynese also das Gebot sich bei Annäherung die geheiligte Person des Kaisers flach zu zu werfen. Das in Konstantinopel im Lauf der Jahrhunderte entstandene an Caesarenherrlichkeit anknüpfende und auf vollständige Unterwerfung und Anbetung abzielende Hofzeremoniell wurde an den absolutistischen Europas und auch am Hofe des osmanischen in späteren Zeiten gerne nachgeahmt möglichwerweise sogar überboten. Um so mehr wurde nach der des Absolutismus durch Aufklärung und Französische Revolution jeder Versuch der verbliebenen Monarchen Europas vergangene Zeit des Gottesgnadentums wenigstens äußerlich wieder aufleben zu lassen den bürgerlichen Kräften mit äußerster Mißbilligung bedacht.

Der Vorwurf des Byzantinismus wurde u.a. Napoleon I. und Wilhelm II. erhoben.



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