Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 19. August 2019 

Caspar David Friedrich


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Caspar David Friedrich (* 5. September 1774 in Greifswald ; † 7. Mai 1840 in Dresden ) war ein deutscher Maler der Romantik .

Er ging zum Studium nach Kopenhagen und arbeitete seit 1798 in Dresden reiste aber auch häufig nach Greifswald und Rügen .

Selbstportrait um 1810

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Frühe Jahre Der Tod Erstes Malen Studium

Caspar David Friedrich wurde am 5. 1774 im pommerschen Greifswald als eines von neun Kindern geboren. war Sohn eines Kerzenmachers und Seifensieders wurde Greifswalder Dom St. Nikolai protestantisch getauft und erhielt eine protestantische Erziehung.

Bereits 1781 starb seine Mutter im darauf seine Schwester Elisabeth. Der Tod seines Johann Christoffer beim gemeinsamen Schlittschuhlaufen 1787 löste ihm tiefe Schuldgefühle aus da er ihn Schlittschuhlaufen ermutigt hatte. Seit dem Tod seiner Maria im Jahre 1791 setzte er sich mit dem Thema Sterben auseinander.

Schon mit 16 Jahren bekam Friedrich Greifswald Unterricht beim Universitätszeichenlehrer Johann Gottfried Quistorp. frühe Einfluss blieb prägend. Sein Lehrer wies auf die Naturschönheiten seiner heimatlichen Umgebung hin. studierte von 1794 bis 1798 in Kopenhagen an der Königlichen Kunstakademie als Schüler Nicolai Abraham Abildgaard und Jens Juel den dänischen Malern des achtzehnten Jahrhunderts.

  

Dresden Reisen Werke

Im Herbst 1798 siedelte er nach Dresden dem Mittelpunkt der deutschen romantischen Bewegung wo er sich als Prospektmaler seinen Lebensunterhalt und Zeit seines Lebens seinen Wohnsitz behielt. lebten auch der Maler und Grafiker Philipp Otto Runge von dem er ab 1801 bedeutende Anregungen empfang sowie die Maler Friedrich Kersting und Johan Christian Dahl aus Mit denen sowie mit gemeinsam mit den Dichtern Ludwig Tieck und Friedrich von Hardenberg (Novalis) machte zusammen das künstlerisch-literarisches Zentrum der deutschen Romantik In seiner Dresdener Zeit probierte er erstmals Ölmalerei aus zuvor wandte er ausschließlich die an.

1799 stellte er seine Werke auf Ausstellung der Dresdner Kunstakademie aus. In einer innerer Einkehr und starker Depressionen versuchte er sich mit einem Schnitt in den Hals Nach seinem gescheiterten Selbstmordversuch begann die Zeit Erfolge. Seine Bilder zogen erstmals 1805 die eines größeren Publikums auf sich. Durch Friedrich von Preußen und den Herzog von Weimar beteiligte Caspar David Friedrich sich an der der Weimarer Kunstfreunde und die Zahl seiner darunter auch Johann Wolfgang von Goethe und der spätere russische Zar Nikolaus I. nahm zu. Dieser war begeistert von Malweise des Künstlers und erwarb einige seiner Er wurde zu einem seiner wichtigsten Auftraggeber. Verkäufe sicherten zeitweise das wirtschaftliche Überleben des

1806 unternahm er eine Reise nach und seine dritte Rügenwanderung . In dieser Zeit wandte er sich der Ölmalerei zu und vernachlässigte das Zeichnen Deck- und Aquarellfarben.

1808 fertigte er für die Hauskapelle Schlosses Tetschen das Landschaftsbild ”Das Kreuz im an worüber sich die Zeitgenossen wegen seiner als Altarbild empörten. Das Bild war so in der Wahl des Motivs und des so neu in Bildausschnitt und räumlichem Aufbau um diese neue Kunst eine heftiger Streit Von diesem umstrittenen Bild das für die das wegweisende Werk romantischer Kunst bedeutete ging Berühmtheit aus und damit stellten sich auch finanzielle Erfolge ein. Caspar David Friedrich unternahm Reise nach Rügen und nach Greifswald . Danach wanderte er durch das Riesengebirge.

Auf diesen Unternehmungen nahm er bewusst Natur wahr und ließ sich davon in Schaffen inspirieren. So entstand 1810/1811 der Bildtitel im Riesengebirge”. Im Herbst 1810 Beteiligte er mit seinen Werken "Mönch am Meer" und Eichenwald an einem Winterabend" an einer Ausstellung Berliner Akademie an der er im selben auswärtiges Mitglied wurde.

1816 wurde er Mitglied der Akademie an der er 1824 zum außerplanmäßigen Professor wurde.

1818 heiratete Caspar David Friedrich die Jahre jüngere 25-jährige Caroline Bommer die ihm Kinder gebahr.

Die Letzen Jahre

Der schwerste Schlag trifft ihn 1835 Alter von 61 Jahren: Durch einen Schlaganfall seine rechte Hand gelähmt zwei Jahre später er nicht mehr fähig zu malen. Seit zwanziger Jahren des achtzehnten Jahrhunderts ließ das an den Werken Friedrichs nach sein Alter geprägt von Krankheit und finanziellen Sorgen. Erst des 20. Jahrhunderts setzte eine Neurezeption seiner Werke ein.

Der sowieso nordisch-scheu veranlagte Künstler versperrte immer mehr seinen Mitmenschen und vereinsamte umso Auch für seine Frau und seine beiden wurde der Zugang zu ihm immer schwieriger. den Bildern von C. D. Friedrich nicht längerer Erfolg zu seinen Lebzeiten beschieden war sein Malstil nicht nur die romantische Epoche auch die nachfolgenden Kunstepochen seines Jahrhunderts.

Caspar David Friedrich starb am 07. 1840 in Dresden .

Zu seinen Schülern gehörten u. a. Blechen und Karl Friedrich Schinkel .

Grundeinstellung

Caspar David Friedrich verkörperte den typischen Romantiker : Er war eher introvertiert weltscheu naturverbunden religiös. Seine Passion für mittelalterliche Motive wurde teilweise durch seinen Freund inspiriert.

Friedrichs Bilder lassen auf seine seelischen schließen: Seine Gedanken kreisten vielfach um Sein und Werden. Seine gotische Melancholie lässt sich durch seine ohnehin schon Veranlagung erklären die durch Erfahrungen in seiner (siehe unten) noch verstärkt wurde. Ihm war die Schönheit dessen was er malte wichtig seine Weltanschauungen: So sah er die Erde Jammertal ähnlich wie die Künstler des Barock .

"Warum die Frag´ ist oft zu ergangen wählst du zum Gegenstand der Malerei oft den Tod Vergänglichkeit und Grab? Um einst zu leben muss man sich oft Tod ergeben."

Caspar David Friedrich konnte (nicht nur Zeiten seines Erfolges) aber auch fröhlich und sein was nur in wenigen seiner Bilder ist. Das darf man nicht vergessen. Er weniger melancholischer Pessimist als realistischer Romantiker mit politischen-religiösen Überzeugungen.

Verhältnis zur Natur

Kreidefelsen auf Rügen

Caspar David Friedrich stand in seiner von Natur im Gegensatz zum Realismus der Er sah die Natur als Spiegel menschlicher .

"Also nur was man mit leiblichen gesehen und [..] nachgeäfft sei Aufgabe und unserer Zeit [..]. Ich gestehe dass ich und nie dieser Meinung beistimmen werde. Allerdings ich gerne dass diese Bilder so allen Forderungen dieser Zeit entsprechen sollen viele und Verdienste haben und mich der treuen Nachahmung Einzelnen erfreut. Aber das ganze hat für wenig Anziehung eben weil ich das innige Durchdrungensein des Künstlers von der Natur vermisse."

Caspar David Friedrich unterlag nicht dem italienischen Kunsttrend und war auch kein Anhänger antiken Meister. In seinem Verständnis sollte Kunst den beiden Werken Gottes Mensch und Natur Aus dieser Sicht heraus näherte er sich Naturschönheiten in der er Stimmungen und Empfindungen Seine Werke sind demzufolge keine Abbilder der sondern sie vergegenständlichen zusätzlich das Unfassbare das Empfinden. Die realistisch-emotionale Darstellungsweise der Landschaften wird anderem durch eine unendlich scheinende Weite verstärkt.

Symbolik

--> Die Farbe Violett (und allgemein Kontrast zwischen Dunkel im unteren Teil und im oberen Teil eines Bildes) dominiert in Bildern. Sie ist und war nicht nur Caspar David Friedrich die Farbe der Trauer Melancholie. Durch sie wirkt das gesamte Bild die häufig depressive Seelenverfassung Friedrichs ist anhand Bilder gut nachzuvollziehen.

--> Das Naturerlebnis in der nordeuropäisch-teutonischen war für Friedrich ein sehr persönliches mystisch-religiöses Er setzte die Natur dem Göttlichen gleich eine sehr pantheistische Religionsauffassung und Grund dafür er auch im Widerspruch zum zeitgenössischen Protestantismus stand welcher Natur eher als "heidnische sah denn als bewundernswertes Werk Gottes. In Bildern nehmen die Figuren durch das Betrachten Naturschauspiels Kontakt zum Göttlichen auf. Sie verbinden das dunkle irdische Leben in dem sie befinden mit dem hellen überirdischen in das posthum gelangen werden. Die Ferne ist Symbol das angestrebte Jenseits.

--> Der Lebensweg eines Menschen wird Beispiel in "Mondaufgang am Meer" durch Schiffe die sich zwar noch auf dem Meer aber irgendwann den Hafen anlaufen werden was dem Tod gleichzusetzen ist.

--> Das Fundament auf dem sich Personen befinden bildet ein öfters gewaltiger Stein ein Felsen. Ebenso stellt der Glaube nach Ansicht genauso unerschütterlich wie ein Findling das Fundament der Menschen dar. Die Menschen stehen gefestigt beeindruckt und in guter Kleidung.

--> Schnee wurde von Friedrich anders im Rokoko des 16. und 17. Jahrhundert als saisonaler Zuckerguss sondern als dicht am Tode gesehen - eine für Friedrich typische (ähnlich der von Kiefernwäldern und ähnlichem).

Zeitgeist

Außerdem sind seine Landschaftsbilder eine Allegorie die patriotische Stimmung um die Zeit der in den deutschen Staaten. Der "Einsame Baum" dem Jahre 1921 zum Beispiel Synonym für ist durch die Besetzung der Franzosen beschädigt. der Umgebung des Baumes deutet sich aber eine bessere Entwicklung an zum Beispiel durch aufgehende Tageslicht.

Die Bedeutung seiner Bilder kamen dem deutschen Publikumsgeschmack entgegen Friedrichs Bilder waren gefragt. Nachfrage nach seinen Werken besserte seine finanziellen jedoch nur zeitweise auf. Nach den Befreiungskriegen die patriotische Stimmung allerdings um in reaktionäres der Regierungsverantwortlichen. Seine Bildthemen stießen daher später auf Ablehnung.

Die Bilder Friedrichs entstanden in einer der Veränderungen Preußens: Geistliche Gebiete wurden säkularisiert unterlag Napoleon und wurde nach dem Wiener neu geordnet. Die folgende Zeit war gekennzeichnet Bemühungen zur Wiederherstellung der alten Zustände. Die vieler Bilder wurden im Hinblick auf die politische Situation Preußens oft als Allegorien verstanden.

Friedrichs Figuren sind in der alten Tracht gekleidet für die auch der Rüganer Moritz Arndt in seiner Schrift "Über Sitte und Kleidertracht" warb. Durch die deutsche Tracht Friedrich seine politische Überzeugung aus: Wie auch andere Vertreter akademischer Kreise hat er:

"die Erinnerung an die Freiheitskriege und politischen Enthusiasmus an die Entwürfe für eine soziale Ordnung an die Verwirklichung einer demokratisch-republikanischen festgehalten."

Technisches

Die Anordnung der Bildgegenstände wirkt auf ersten Blick natürlich und emotionalisiert zugleich. Vielen Friedrichs liegt ein strenges Kompositionsprinzip zugrunde das Wolfradt als "hyperbolisches Schema" bezeichnete. Der Horizont fast immer in der vertikalen Bildmitte und als eine Art Spiegelungsachse. Außerdem gibt es erkennbare vertikale Verläufe. Geometrische Dreiecke können entdeckt Vordergrund und Hintergrund stehen in einem Verhältnis

Rückenfiguren

Der Wanderer über dem Nebelmeer

Personen die dem Rezipienten den Rücken nehmen in den Ölbildern Friedrichs ab 1807 zentrale Position ein. Sie sind eigentlich nicht weg zu denken.

Weil Caspar David Friedrich kein Meister war Personen zu zeichnen vermutet man heute sein Freund Georg Friedrich Kersting einige Figuren Friedrichs Bildern gemalt hat. Diese Figuren kopierte dann sogar in weitere Gemälde. Dies könnte Grund für die Ähnlichkeit vieler Rückenpersonen sein.

Die Rückenpersonen sind allerdings keine Erfindungen Sie haben eine bis in die Antike gehende Tradition. Caspar David Friedrich benutzte sie Kontrast zur Natur. Sie sind nicht als der Natur wahrzunehmen sondern als der Natur und nicht zugehörig. Die Figuren sind fast einsame und isolierte Individualisten also dem Künstler ähnlich. In einem Brief an seine Frau er eines Tages seine Vereinsamung:

"Alles ist Stille-Stille-Stille um mich her; allein und immer allein; es tut mir aber immer möchte ich es nicht so

Auf Friedrichs Bildern befinden sich die meist in der Mitte so dass sie Fluchtpunkt verdecken. Dadurch wird der Betrachter animiert in die Figur hinein zu versetzen und ebenfalls andächtig dem Naturereignis zu widmen.

Fazit

In seinen Gemälden erreichte Friedrich eine Transparenz. Er malte akribisch genau ergänzte und seine Gemälde immer wieder. Dies führte manchmal dass er zur Fertigstellung eines Bildes mehrere brauchte. Typisch für die romantische Bewegung malte Menschen immer als Silhouetten als Staffagefiguren. Nur zeichnete er Gesichter.

Ohne Zweifel war Caspar David Friedrich der wichtigsten deutschen Vertreter der Romantik. Sein Zeitgenosse der Bildhauer David d'Angers bezeichnete ihn als den "Entdecker der Tragödie in der Der geborene Greifswalder gilt mit seinen einfühlsamen zu verschiedenen Jahreszeiten und Tageszeiten als der Landschaftsmaler der Romantik.

Zitat

"Die einzig wahre Quelle der Kunst unser Herz die Sprache eines reinen kindlichen Jedes echte Kunstwerk wird in geweihter Stunde und in glücklicher geboren oft dem Künstler aus innerem Drange des Herzens. Schließe dein Auge damit du mit dem geistigen Auge siehest dein Bild. Dann fördere zutage was im Dunkeln gesehen dass es zurückwirke auf von außen nach innen."

Ausgewählte Werke


Kunsthalle Hamburg

  • Meeresufer bei Mondschein
  • Der Wanderer über dem Nebelmeer
  • Das Eismeer

Gemäldegalerie Dresden

  • Teschener Altar oder Kreuz im Gebirge
  • Großes Gehege
  • Friedhofseingang

Nationalgalerie Berlin

  • Klosterkirche im Schnee (1945 zerstört)
  • Ruine Eldena
  • Ermitage St. Petersburg
  • Riesengebirge

Sonstige

  • Der einsame Baum
  • Kreidefelsen auf Rügen
  • Ausblick ins Elbtal

Weblinks



Bücher zum Thema Caspar David Friedrich

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Caspar_David_Friedrich.html">Caspar David Friedrich </a>