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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 22. August 2019 

Chanson (feuilletonistisch)


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Das Chanson (franz. Lied ) ist ein (Liebes- Trink-) Lied das heute oft mit politisch- satirischem Inhalt vorgetragen wird. Die Vortragenden von bezeichnet man als Chansonnier (m.) oder Chansonette (w.).

Das Chanson zeichnet sich primär dadurch das Musik und Text relativ hochwertig miteinander sind. Musik und Interpretation beziehen sich auf entstehen nach dem Text - im Gegensatz zum Schlager oder Pop bei denen der Text meist nach der Musik entsteht.

Damit zeichnet sich Chanson auch nicht einen typischen Musikstil aus; formal kann ein ein Blues sein ein Schnadahüpfel oder ein ein Bänkelsang ein Marschlied oder eine Rockballade - je nachdem was der Text oder verlangt.

Infolge seiner Textlastigkeit ist Chanson auch im klassischen Sinne E-Musik oder U-Musik sondern ständig Seiten wechselnd beides. Zu wäre ob der Chansontext als eigenes literarisches gelten darf denn er lässt sich in jedem Fall einem bereits außerhalb des Chansons Muster zuordnen. Am ehesten könnte der Chansontext als sangbares Gedicht bezeichnet werden; vielfach sind auch ganz einfach vertonte Gedichte.

Nach Kurt Tucholsky ist Chanson "Welttheater in drei Minuten". gebietet: 1. Der Text muss bereits beim erstmaligen Hinhören erfassbar 2. Die Musik darf die Erfüllung dieses Gebotes nicht nicht behindern sondern muss ihm in dienender zuspielen. Die Melodie und alle anderen Musikbestandteile ( Struktur Rhythmik Harmonik Dynamik usw.) samt ihrer stimmlichen und instrumentalen dienen dem Text also der Aussage und sich mit ihm zu einem teils gesungenen gesprochenen eigenen Kunstwerk . Im Chanson ist der Gesang stets primär Sprache nicht primär Musikinstrument (im Gegensatz etwa Oper).

Da der Text dominiert aber niemals Musik daherkommt lässt sich definieren: Chanson ist musikalische Form poetischer Kunst . Andersherum: Chanson ist ein poetischer Text komponiert solistisch singend und sprechend interpretiert und in aller Regel instrumental begleitet.

Chansoninterpreten müssen daher sauber intonieren und artikulieren. Koloraturgesang oder Belkantogesang wie in der der Opernarie des Kunstliedes Madrigals Oratoriums sind - außer in einer Parodie - völlig deplatziert. Ein Chansoninterpret muss klassisch ausgebildete Stimme haben; die naturgegebene wenngleich gesunde und trainierte Stimme genügt. Es ist diesem Genre sogar von erheblichem Vorteil wenn Interpret kraft eigenen charakteristischen Timbres und Duktus unverwechselbar wird.

Liedermacher

Das Chanson das originär in Frankreich war hat ebenso in Deutschland eine Chanson-Kultur die hier allerdings meist mit dem Begriff Liedermachers bezeichnet wird.

Die ersten Künstler auf die öffentlich in großem Stil Bezeichnung "Liedermacher" angewandt wurde sind höchstwahrscheinlich Kurt (Deutschland Ost) und Reinhard Mey (Deutschland West). Als Urheber des Wortes gilt jedoch Wolf Biermann .

Musikwissenschaftlich heißen Liedermacher (leider nicht einheitlich) Unter einem " Sänger " verstand man ja in der Vorzeit einen Poeten einen Reimeschmied. Das angloamerikanische Wortungetüm "Singer-Songwriter" in die gleiche Richtung - und belegt sprachliche Ratlosigkeit gegenüber diesen Multikünstlern auch in Kulturkreis. Liedermacher wollen neben dem Singen (1.) das Dichten (2.) das Komponieren (3.) und eigene Instrumentalbegleitung (4.) bemeistern.

Publikum

Chanson richtet sich an ein Publikum in erster Linie nicht amüsier- und konsumierwillig sondern vor allem aufschließbar lernfähig wandelbar sein Es sollte den Chansonnier als eine freie verstehen die öffentlich seine Meinung kund tut.

Die Amüsierwilligkeit schließt das nicht aus: guter Chansoninterpret wird seine Zuhörer nicht bloß belehren und zu bekehren versuchen sondern sie vergnügt oder betroffen machen also unterhalten.

Chanson löst (in Deutschland) nur in Massensuggestion aus da es sich fast immer eine in Form und Inhalt Aufwand und "kleine" Kunst d.h. persönliche Art der künstlerischen handelt. Oft geschieht bei der Aufführung von äußerlich fast gar nichts.

Die häufig zu beobachtende schwarze oder dunkle Kleidung der Interpreten manchmal verbunden mit Scheinwerferlicht erfüllt ähnlich wie bei der Pantomime Zweck von Nebensächlichkeiten ab- zum Gesicht zu Händen des Künstlers also zum Wesentlichen hinzulenken: Inhalt und seiner Interpretation.

Siehe auch: Chanson (klassisch) Liedermacher Liedermacher (international) Deutschsprachige Musiker Politrock Krätzchensänger



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