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Chef der Zivilverwaltung


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Chefs der Zivilverwaltung waren Beauftragte des Deutschen Reiches zur Überleitung bisher fremden Staatsgebietes außerhalb deutschen Reichsgrenzen von 1937 in die Reichsverwaltung.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Die Chefs der Zivilverwaltung unterstanden unmittelbar Hitler und hatten in Verantwortung in Abstimmung mit den Reichszentralbehörden in die Eingliederung ihrer Verwaltungsbezirke in das Deutsche und insbesondere die Einführung des Reichsrechts vorzubereiten.

Durchgeführte Eingliederungen (1938 bis 1939)

  • Nach dem Einmarsch reichsdeutscher Truppen in Österreich im März 1938 arbeiteten die österreichischen mit denen des Deutschen Reiches problemlos zusammen. entfiel damit die Notwendigkeit einen besonderen Chef Zivilverwaltung für Österreich einzusetzen.

  • Nach der Besetzung der sudetendeutschen Gebiete es im Oktober 1938 im Gefolge der Truppen Chefs der Zivilverwaltungen. Diese übten ihre aus bis zur Einsetzung des Reichskommissars für sudetendeutschen Gebiete Gauleiter Konrad Henlein in Reichenberg.

  • Nach der Besetzung von Böhmen und Mähren gab es im März 1938 im der deutschen Truppen ebenfalls Chefs der Zivilverwaltungen. übten ihre Tätigkeiten aus bis zur Einsetzung Reichsprotektors für Böhmen und Mähren Konstantin Freiherr von Neurath in Prag.

  • Bis zur Bildung des Reichsgaues Westpreußen Danzig-Westpreußen fungierte der Danziger Gauleiter Albert Forster für das Gebiet der ehemaligen Freien Stadt Danzig und später für den Militärbezirk Westpreußen Chef der Zivilverwaltung (September/Oktober 1939).

  • Bis zur Bildung des Reichsgaues Posen Wartheland fungierte der frühere Danziger Senatspräsident Arthur Greiser für den Militärbezirk Posen als Chef Zivilverwaltung (September/Oktober 1939).

Geplante aber unterbliebene Eingliederungen (1940 bis 1945)

Westen :

Ab August 1940 wurden die Gauleiter der deutschen Westgrenze als Chefs der Zivilverwaltung luxemburgischem und französischem Gebiet bestellt und zwar

  • Lothringen : der Reichskommissar und Gauleiter der NSDAP den Gau Saarpfalz (später Westmark) Josef Bürckel in Saarbrücken

  • Luxemburg : der Gauleiter der NSDAP für den Koblenz-Trier (später Moselland) Gustav Simon in Koblenz

Südosten :

Ab April 1941 wurden die Gauleiter der deutschen Südostgrenze als Chefs der Zivilverwaltung ehemals jugoslawischem Gebiet bestellt und zwar für:

  • die besetzten Gebiete Kärntens und der Krain : der Reichsstatthalter und Gauleiter der NSDAP den Gau Kärnten Dr. Friedrich Rainer in

  • die Untersteiermark : der Reichsstatthalter und Gauleiter der NSDAP den Gau Steiermark Dr. Siegfried Uiberreither in

Osten :

Ab August 1941 wurde der Gauleiter der deutschen Ostgrenze als Chef der Zivilverwaltung als Zivilkommissar bezeichnet) auf ehemals sowjetrussischem Gebiet bestellt zwar für:

Faktisch wurden alle CdZ-Gebiete nach 1940 wie behandelt gehörten aber formell noch nicht zum Reichsverband.

Weblinks



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