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Digital Subscriber Line


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Digital Subscriber Line DSL ( englisch : »Digitale Teilnehmeranschlussleitung«) bezeichnet verschiedene Techniken für vergleichsweise breitbandige digitale Verbindung über ein Telefon-Zugangsnetz.

Die grundlegende Idee der DSL-Techniken besteht dass die Übertragungskapazität der Kupfer doppeladern des Telefonnetzes bzw. ISDN-Netzes mit der Sprachübertragung nur einem geringen Bruchteil ausgenutzt ist. Die für benötigten Frequenzen betragen im Maximum 130 KHz die Doppelader lassen sich aber problemlos auch von 1 MHz und höher übertragen. Diese Frequenzen können mit fortgeschrittenen Leitungscodes und Modulationsverfahren benutzt werden und so zusätzliche Bandbreite für digitale Datenübertragung zur Verfügung stellen.

In der Folge wurden eine Reihe Verfahren der Übertragungstechnik entwickelt. In Deutschland wurde die Bezeichnung jedoch als Synonym für einen breitbandigen Internetzugang (meist über ADSL ) bekannt so dass auch in der andere breitbandige Internetzugänge (z. B. über Satellit) als vermarktet werden. Die DSL-Techniken wurden jedoch auch andere Anwendungen als den Internetzugang konzipiert.

Nach einer Bitkom-Studie vom Anfang Februar gibt es 3 2 Millionen DSL-Anschlüsse in

Inhaltsverzeichnis

Arten von DSL-Verfahren

Es gibt verschiedene Arten von DSL-Techniken unter der Bezeichnung »xDSL« zusammengefasst werden:

  • ADSL - Asymmetric Digital Subscriber Line eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie mit Bitraten bis Mbit/s zum Teilnehmer ( downstream ) und 1 Mbit/s in der Gegenrichtung upstream );
  • HDSL - High Data Rate Digital Subscriber Line eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie mit Datenraten zwischen 54 und 2 04 Mbit/s;
  • SDSL - Symmetrical Digital Subscriber Line eine symmetrische Datenübertragungstechnologie mit Bitraten von zu 2 3 Mbit/s symmetrisch;
  • VDSL - Very High Speed Digital Subscriber Line eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie mit Bitraten von 9 bis 51 8 Mbit/s ( downstream ) bzw. 1 6 bis 2 3 ( upstream );
  • RADSL - Rate Adaptive Digital Subscriber Line eine asymmetrische Datenübertragungstechnologie mit Bitraten von MBit/s ( downstream ) bzw. 640 kbit/s ( upstream ).
  • UADSL UDSL - Unidirectional Digital Subscriber Line

Beim ISDN handelt es sich nicht um ein sondern um ein ein Kommunikationsnetz das Wählverbindungen ermöglicht. Man könnte allenfalls die Verbindung NTBA und Vermittlungsstelle ( U K0 beim Basisanschluss ) als DSL-Verfahren bezeichnen.

Andere als »DSL« bezeichnete Verfahren

  • IDSL - ISDN Digital Subscriber Line verwendet vorhandene ISDN-Technik und ermöglicht Datenraten zu 160 kBit/s.

  • T-DSL via Satellit - Markenname der T-Com für einen Internetzugang über Satellit.

Reichweite

xDSL ist aufgrund der physikalischen Eigenschaften Leitung in der Reichweite begrenzt. Generell gilt: höher die Bitrate um so geringer die Für alle xDSL-Varianten sind daher Modi definiert denen durch Verringerung der Bitrate - teilweise dynamisch adaptiv - die Reichweite erhöht werden

Anwendungen

Während ISDN in erster Linie für Telefonie mit zwei Amtsleitungen genutzt wird ist die erste Technologie die Netzbetreiber für den Internet-Zugang von Privatkunden installiert haben. SDSL ist beide Bereiche geeignet und kommt hauptsächlich für zum Einsatz.

Die Tendenz geht dahin mehrere Dienste eine einzige Doppelader übertragen zu können - das "Triple Play" aus Telefonie Internet-Zugang und

xDSL-Geräte

Für den xDSL-Zugang werden (sowohl auf als auch auf Seite der Telefongesellschaft) folgende benötigt:

  • DSL-Modem oder ATU-R ( A DSL T ransceiver U nit - R emote)
  • Splitter oder BBAE
  • DSLAM ( D igital S ubscriber L ine A ccess M ultiplexer) oder ATU-C ( A DSL T ransceiver U nit - C entral Office)
  • DSL-AC ( D igital S ubscriber L ine A ccess C oncentrator) oder auch Breitband-PoP
Mit ATU-C wird das Modem in der Vermittlungsstelle wobei das C für Central site steht

Dazu kann je nach technischer Realisierung Equipment wie RADIUS-Server für die Benutzeranmeldung -Verwaltung Billing (Verbrauchsdatenspeicherung zum Zwecke der Rechnungserstellung) oder zur Abtrennung von ISDN/ POTS -Signalen kommen. Im erweiterten Sinne gehört auch der PC/Router des Kunden zur DSL-Ausrüstung weil die PPPoE-Strecke vom DSL-AC terminiert.

Schnittstellen und Spezifikationen

Schnittstellen und Spezifikationen für xDSL-Technologien sind

  • U-R2 - Ende 2001 von der definierte Schnittstelle für die Interoperabilität von ADSL-Endgeräten [1]

Protokolle

Protokolle für xDSL-Technologien sind beispielsweise:

  • PPPoE ( PPP over Ethernet ) - Protokoll das die Kapselung von in Ethernet-Frames regelt; PPPoE wird u. a. von Telekom für T-DSL verwendet.
  • PPPoA ( PPP over ATM ) - Protokoll das die Kapselung von in ATM -Zellen regelt.
  • PPTP ( Point-to-Point Tunneling Protocoll ) - Protokoll das einen Tunnel über PPP -Verbindung herstellt. (In Deutschland selten für DSL z. B. in München von M"net Häufig in Österreich verwendet.)

siehe auch: T-DSL Modem Kommunikation Internet Sky DSL

Weblinks



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