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Der Schuh des Manitu


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Der Schuh des Manitu ist eine deutsche Western - Parodie aus dem Jahr 2001 .

  • Regie: Michael "Bully" Herbig
  • Produzenten: Michael "Bully" Herbig Michael Wolf
  • Drehbuch: Michael "Bully" Herbig Alfons Biedermann Rick Klaus "Murmel" Clausen
  • Kamera: Stephan Schuh
  • Musik: Ralf Wengenmayr
  • Schnitt: Alexander Dittner
  • Darsteller
    • Michael Herbig - Doppelrolle als Abahachi und Winnetouch
    • Christian Tramitz als Ranger
    • Marie Bäumer als Uschi
    • Sky Dumont als Santa Maria
    • Rick Kavanian als Dimitri
    • Hilmi Sözer als Hombre
  • Länge: 84 Minuten (erweiterte Fassung: 90 Minuten)
  • FSK: ab 6 (Extra Large TV-Fassung: ab
  • Verleih: Constantin Film

Rund 12 Millionen Deutsche haben den Der Schuh des Manitu gesehen und damit gut 65 Millionen eingespielt. Damit hat dieser Film einen neuen aufgestellt. Die Drehkosten betrugen 4 5 Millionen Geschätze 9 Millionen Euro sind an Herbig geflossen. Fast genau ein Jahr nach seinem kam Michael "Bully" Herbigs Western-Parodie - angeblich erfolgreichste deutsche Film seit 1945 - noch zweites Mal in einer etwas verlängerten Version die Kinos. Am 7. März 2004 fand die TV-Premiere für den deutschsprachigen statt. Dabei wurde die überlange Version ( Extra Large ) zeitgleich ab 20:15 sowohl von Pro7 als auch vom ORF ausgestrahlt.

Inhaltsverzeichnis

Handlung des Films

Die Blutsbrüder Abahachi und Ranger leihen beim Schoschonen -Häuptlingssohn "Falscher Hase" Geld um damit beim Santa Maria ein Lokal zu kaufen doch entpuppt sich nur als umfallende Fassade. Der flieht daraufhin mit dem Geld wird aber Santa Maria erschossen. Der Schoschonenhäuptling hält Abahachi Ranger für die Mörder seines Sohnes doch diese dem Marterpfahl entkommen. Um an Geld gelangen suchen die Flüchtigen nach Teilen einer die ihnen den Weg zu einem versteckten weisen soll. Gangsterboss Santa Maria hat davon bekommen und ist hinter den Flüchtigen her wie die Schoschonen die anstelle des nicht Kriegsbeils einen Klappstuhl ausgegraben haben. Nach einigen gelangen alle schließlich zum "Schuh des Manitu" Felshöhle. Bevor der Schurke in der Teergrube kommt es zunächst zum Streit mit anschließender von Abahachi und Ranger und zu einem

Kritische Stimmen zum Film

Laut Spiegel Online 2001 versteht sich Der Schuh des Manitu "als durchgeknallte Hommage aufs Indianer-Genre zitiert aus Italo-Western von Sergio Leone und Abenteuer-Schinken à la Indiana Jones und feiert ansonsten die deutschen " Winnetou "-Filme. Schließlich ist Pierre Brice deren Titelheld Herbig "immer noch die Mutter aller Blutsbrüder." "Bully" Herbig scheint darauf vertraut zu haben die Winnetou -Sketche seiner TV-Show Bullyparade auch auf der großen Leinwand zünden aber nicht immer der Fall ist. Für Lacher ist der Film aber gut. Die Leistung bietet Sky Dumont der ein erstaunliches Talent beweist. Die anderen Mimen mühen sich schaffen es aber oft nicht ihre eher schauspielerischen Fähigkeiten mithilfe ihrer Blödeleien vor der zu kaschieren. Autor und Hauptdarsteller Herbig macht keine Ausnahme. Eines allerdings hat er geschafft: Film sehr professionell zu inszenieren. Die Originalkulissen die Ausstattung sorgen dafür dass man sich die Westernatmosphäre des deutschen und italienischen Films 60er Jahre erinnert fühlt.

Für den kritischen Kinobesucher ist der nicht mehr als eine mittelmäßige Western-Parodie mit sehr abgestandenen Witzen die ins Alberne abgleiten. allem der Winnetou -Mythos wie ihn der deutsche Film in 60er Jahren auf die Kinoleinwand brachte wird Korn genommen aber nicht nur der.

Die Kritiken zum Film reichen von komisch frech rasant und obendrein noch fulminant bis "Schlechte Witz- Schauspieler- und Bildqualität machen Schuh des Manitu teilweise zur Qual". Nostalgiker dürften sich Profi-Kritiker Horst Peter Koll im filmdienst schreibt an die "opulenten Breitwand-Bilder ihrer erinnert fühlen "wenn Winnetou und Shatterhand in den Sonnenuntergang reiten oder Seite Seite gegen Mörderbanden kämpfen Ehre und Gerechtigkeit Um Stilechtheit hat sich Bully ohne Frage denn die "unverwechselbare Farbigkeit der Rialto-Produktionen der kopiert er ebenso geschickt wie die behäbige und die zwischen Pathos und Aufgeregtheit changierende Doch die "Mechanik der alten Klischees wird decouvriert um gnadenlos die neuen Klischees der Scherzkultur präsentieren zu können... Wenn die May-Bezüge dünn geraten wird auch schon mal eine Italo-Western -Satire bemüht doch viel zu selten scheint von jener sardonischen Grimmigkeit auf die einen Tex Avery -Cartoon oder eine Mel Brooks -Geschmacklosigkeit auszeichnet. Widerstandslos versandet der Film in Untiefen boulevardesker Nichtigkeiten die man sich eigentlich im Mitternachtsprogramm des Kommerzfernsehens gefallen lässt."

Die Anspielungen und Parodien im Film

Tatsache ist dass die Story des sich eng an Karl May -Produktionen wie Der Schatz im Silbersee anlehnt. Das immer wiederkehrende Grundmuster dabei: Weiße hauen gute Weiße übers Ohr. Die halten die Guten zunächst für böse und das Kriegsbeil aus wobei es - als - noch jede Menge Keilerei um einen Schatz gibt. Alles zum Guten wenden können nur Winnetou und Old Shatterhand .

Doch Bully verschont auch andere Filmklassiker wie bereits von Kritikerseite bemerkt wurde: "ob Bond (da hat der Schoschonenhäuptling Listiger Lurch tatsächlich wie einst Ernst Stavro Blofeld seine ein Kaninchen auf dem Arm!) Sergio Leone Kevin Costner oder Indiana Jones ". Zu fragen ist ob dies allein ein hohes parodistisches Niveau spricht.

Wenn wir einige Motive aus dem als echte Parodien werten dann könnte sich einem die stellen ob mit dem Kaninchen auf dem des Schoschonenhäuptlings nicht vielleicht auch Joseph Beuys gemeint sein könnte wie er dem Hasen die Bilder erklärt. Da der Film Teil auf recht unterschiedliche Vorbilder ( Schatz im Silbersee Indiana Jones ) zurückgreift ist er nicht stilecht im angesiedelt. Er nutzt stattdessen Versatzstücke aus unterschiedlichen wie auch die Rhein-Zeitung vom 16. 07. 2001 bemerkte:

"Einerseits wendet sich die Komödie an Menschen das genügsame TV-Zeitalter mit drei Programm erlebt und die mit Geschichten von Karl May (auch er hat einen kurzen Auftritt) Serien wie Shiloh Ranch und Rauchende Colts sozialisiert wurden. Wie in Spaghetti-Western wurde auch hier im spanischen Almeria und es gibt jede Menge stoppelige Männergesichter Kippen oder Mundharmonika im Mund die à la Clint Eastwood und Charles Bronson posieren. Gerade in den vielen witzigen Zitaten und Kalauern fühlt man sich gar Asterix - Comics erinnert."

Die Hauptfiguren

Abahachi der Apachenhäuptling das dürfte nicht nur Verballhornung von "aber hatschi" (ein reichlich platter sondern vom Namen her vor allem eine auf Winnetou und das Halbblut Apanatschi einen Original-Karl-May-Film der 60er Jahre sein. dem Geschäftsmann Santa Maria ist sicher der Santer aus Winnetou I gemeint. Ob der Blutsbruder Ranger auf amerikanischen Westernserien abzielt in denen Texas-Ranger eine Rolle mag dahingestellt bleiben. Für den Namen Old scheint kein passendes Wortspiel möglich zu sein.

Winnetouch ist Abahachis schwuler Zwillingsbruder. Ein wilkommenes das als versteckter Hinweis auf einige homoerotisch Szenen der Blutsbrüderschaft zwischen Winnetou und Old Shatterhand in den Original-Karl-May-Filmen zu werten ist. ist außerdem Besitzer der zur Beauty-Farm umgebauten Rosa Ranch". Das ist nicht nur ein auf die Homosexualität der Figur sondern mit auch eine Anspielung auf die Ponderosa-Ranch der Cartwright aus der TV- Western -Serie Bonanza . Mit dem Karl May - Winnetou hat dies nicht viel zu tun. stammt die Bonanza -Serie auch aus den sechziger Jahren wie Winnetou -Filme und ist im moralisierenden Western -Milieu angesiedelt.

Unter den Hauptpersonen haben wir noch verführerische Uschi : sicher eine Anspielung auf Uschi Glas die in Winnetou und das Halbblut Apanatschi einem Original-Karl-May-Film ein Indianermädchen gespielt hat.

Der Indianer-Großvater heißt Grauer Star . Vielleicht handelt es sich bei ihm eine Parodie des weisen weißhaarigen Kleki-Petra aus Winnetou I . Unverkennbar ist bei dieser Rolle die von Elvis Presley ("Grauer Star has left the building.") gerade durch den Rocktitel "Tomahawk-a-lula" deutlich wird. mit dieser Rolle sind nur in der Fassung enthalten.

Die Schatzkarte ist ein allgemeines Motiv zum Beispiel Abenteuerspiel unter Kindern. Möglicherweise ist dies eine aus dem Karl May Buch Der Schatz im Silbersee oder seiner Verfilmung. Es könnte aber auf jene Karte bezogen sein die im der Serie Bonanza jedes Mal in Flammen aufging.

Santa Marias Handlanger Hombre könnte eine Anspielung auf den US- Western Man nannte ihn Hombre sein. Übrigens auch ein Film aus späten 60er Jahren allerdings mit dem hochkarätigen Mimen Paul Newman besetzt.

Dann haben wir noch den Restaurantführer Dimitri . Stilecht ist dieser Grieche jedenfalls nicht. fragen ist ob er als Ersatz für Mexikaner fungiert. Die Taverna liegt ja auch in Mexiko . Es könnte sich bei ihm auch eine Anspielung auf die südländischen Typen im Italo-Western handeln. Doch eher liegt die Vermutung der Hand dass einige aus der TV- Bullyparade bekannte Köpfe im Film untergebracht werden

Am Ende tritt im Film auch Karl May selbst auf. Nicht unwichtig deswegen weil in den Karl-May-Filmen nie vorkam zumal ja Old Shatterhand die heroische Personifizierung Karl Mays ist.

Die Meinung des Regisseurs

Für Bully selbst bedient der Film simple Sehnsüchte. Seiner Ansicht nach ist er Mischung aus einem Shakespeare -Drama und einem Autorenfilm" gleichzeitig aber auch "Mädchenfilm weil Pferde darin vorkommen" - Aussagen die eher zu verstehen sind. Weiter meint Bully dass den Film so produziert habe wie er einen Western vorstelle: mit breiter Cinemascope-Leinwand mit den Figuren Motiven und Farben und der richtigen Dies trifft vor allem für die Karl-May-Aspekte Films zu. Die Rollen seien "ganz klassisch" einen Western : Es gebe gute und böse Figuren Ritual der Blutsbruderschaft – "gewissermaßen der Vorreiter Piercing und Branding " - würde vollzogen die Freundschaft wird geschrieben. Der Regisseur hat nach eigener Aussage alles zu zitieren was irgendetwas mit Indianern tun hat": Indiana Jones Karl May (vor allem Der Schatz im Silbersee ) Italo-Western und Der mit dem Wolf tanzt . Ihm war es auch sehr wichtig Film mit richtigen Indianern zu besetzen denn zeige "gerade in puncto Seriosität und Ernsthaftigkeit Wirkung."

Zusammenfassung

Nach Ansicht der Mehrzahl der Zuschauer Der Schuh des Manitu kein anspruchsvoller aber ein leidlich humorvoller - mit einer im Westernmilieu angesiedelten platten Situationskomik bayrisch sprechenden Indianern und etlichen schrägen Typen über die sich schenkelklopfend amüsieren kann wie der Kinobesucher an den regelmäßig ertönenden Lachsalven des Publikums kann. Der Film ist ein Produkt der deutschen Comedywelle was seinen Kassenerfolg vor allem jüngeren Publikum erklärt.

Siehe auch: Bullyparade Deutsche Comedy Indianer und Deutsche

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