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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. Juli 2017 

Deutsche Demokratische Republik


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Dieser Artikel befasst sich mit der Deutschen Demokratischen Republik . Für weitere Bedeutungen der Abkürzung DDR siehe DDR (Begriffsklärung) .

Die Deutsche Demokratische Republik ( DDR "Mitteldeutschland" [bis 1970 ] "Ostdeutschland" [ab 1970]) wurde 1949 als Konkurrenz zur kurz vorher gegründeten in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und dem Berlins gegründet. Sie bezeichnete sich selbst als Staat und bestand bis 1990 .

Die DDR grenzte an die damalige Bundesrepublik Deutschland die Tschechoslowakei und Polen sowie an die Ostsee . Das zur BRD (mit Sonderstatus) gehörende West-Berlin war eine Enklave inmitten der DDR.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Siehe auch:

Die DDR wurde auf dem Gebiet Sowjetischen Besatzungszone und dem Sowjetischen Sektor Berlins 7. Oktober 1949 als Reaktion auf die ein halbes vorher erfolgte Gründung der Bundesrepublik Deutschland gegründet. stand von Anfang an unter der Herrschaft SED und war Teil des unter der der Sowjetunion stehenden Ostblocks . Von 1949 bis 1971 war Walter Ulbricht als Generalsekretär der SED der faktische von 1971 bis 1989 Erich Honecker .

Zunächst betrieb die Sowjetunion die Angleichung DDR an das zentralkommunistische System weniger voran die Chance auf eine politisch neutrale und auch sowjetisch dominierte deutsche Einheit nicht zu Dies änderte sich jedoch schlagartig mit der der Stalinnote 1952. Die Kollektivierung der Landwirtschaft die Verstaatlichung der Betriebe wurden massiv vorangetrieben. Länder der DDR wurden 1952 aufgelöst und Bezirke ersetzt. Am 17. Juni 1953 kam es in Ost-Berlin zu Demonstrationen erhöhte Arbeitsnormen die sich zu einem Aufstand gegen die Parteidiktatur der SED ausweiteten. Dieser wurde militärisch von den der DDR stationierten sowjetischen Truppen teilweise blutig Da die Wirtschaft der DDR sich deutlich entwickelte als die der BRD und wesentliche nicht gewährt wurden flohen viele Menschen aus DDR in die BRD. Dies wurde für DDR bedrohlich da überdurchschnittlich viele junge und ausgebildete Menschen den Staat verließen. "Republikflucht" wurde in der DDR zur Straftat erklärt die zur BRD durch Sperranlagen lebensbedrohende Minensperren Selbstschussanlagen gezielt schießende «Grenzsoldaten» gesichert . Bei dem Versuch dieses Sperrsystem zu kamen sehr viele Menschen um. Die "Todesschützen" Grenztruppen erhielten Belobigungen oder Sonderurlaub. Diese und Menschenrechtsverletzungen wurden von der Bundesrepublik von einem eingerichteten Dokumentationszentrums für DDR-Verbrechen in Salzgitter dokumentiert. Die noch offene in Berlin wurde ab dem 13. August 1961 durch die Berliner Mauer verschlossen die zum Symbol der Teilung Deutschlands und Europas

Im Zuge der Ostpolitik der bundesdeutschen Regierungen seit 1966 die von Willy Brandt (Außenminister 1966-69 Bundeskanzler 1969-74) formuliert wurde es zur Annäherung an die Bundesrepublik Deutschland. gab zwar ihren Alleinvertretungsanspruch auf erreichte aber die Anerkenntnis daß Deutschen ein Volk sind daß lediglich in Staaten lebte. Daraufhin wurden 1973 beide deutschen Staaten Mitglieder der UNO .

Im Sommer und Herbst 1989 flohen immer mehr Bürger der DDR Ungarn das am 2. Mai 1989 seine Grenze zu Österreich geöffnet hatte ab dem 11. September 1989 auch DDR-Bürgern offiziell die Ausreise Österreich erlaubte sowie über die Botschaften der in ostmitteleuropäischen Staaten vor allem in Prag . Da die DDR-Führung die Umgestaltungspolitik des Generalsekretärs Michail Gorbatschow nicht nachvollziehen wollte destabilisiert sie die zunehmend von innen heraus. Die sich verschlechternde Lage und die auf der sowjetischen Perestroika-Politik von Honecker aber enttäuschten Hoffnungen auf freiheitliche führten im Rahmen der Friedensgebete der Evangelischen 1989 zu regelmäßigen Protestdemonstrationen. Diese weiteten sich a. im Leizig sehr schnell zu Großdemonstrationen die friedlich blieben. (Zu trennen sind hiervon Protestdemonstrationen wegen der erzwungenen Durchreise der Botschaftsflüchtlinge Prag und Warschau die in Dresden am zu wüsten Ausschreitungen führten.) Am 18. Oktober 1989 musste Honecker unter dem Druck der zurücktreten. Wenige Tage später trat die komplette zurück. Am 9. November wurde die Berliner Mauer geöffnet. Die Montagsdemonstrationen der DDR-Bevölkerung und die Maueröffnung führten zum friedlichen Sturz des SED-Regimes. Nach kurzer wurde klar dass die Mehrheit der Bevölkerung weitere Selbständigkeit der DDR wollte. Daher kam am 3. Oktober 1990 zum Beitritt der noch 1990 wiederhergestellten zur Bundesrepublik Deutschland .

Politik

Die offiziellen staatlichen Institutionen übten zwar die Macht aus konnten faktisch aber bis 1989 nur Beschlüsse der tatsächlichen Machthaber bestätigen:

  • Volkskammer ( Parlament )
  • Ministerrat ( Regierung )
  • Staatsrat (kollektives Präsidial-Gremium dessen Vorsitzender das Staatsoberhaupt eingesetzt nach dem Tod des ersten und Präsidenten Wilhelm Pieck)

Tatsächlich kontrolliert wurde der Staat durch Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ( SED ) und die Sowjetunion . Der absolute Führungsanspruch der SED war 1968 auch offiziell in der Verfassung der DDR verankert. In Artikel 1 der Verfassung es:

Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer der Arbeiter und Bauern. Sie ist die Organisation der Werktätigen in Stadt und Land Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei.

Ihre Führungsrolle setzte sie durch einen Überwachungs- und Spitzelapparat ( MfS ) durch die Zensur von Presse Rundfunk Fernsehen und Repressalien gegen politisch Andersdenkende durch. dem Druck der friedlichen Revolution ( Wende ) wurde dieser Führungsanspruch noch im Dezember 1989 von der alten DDR-Volkskammer aus der gestrichen.

Die DDR war international im Warschauer Pakt und im RGW eingebunden und seit 1973 Mitglied der Vereinten Nationen .

Bewaffnete Organe des Staatsapparates

  • Die Kasernierte Volkspolizei welche aus den 1948 geschaffenen Volkspolizeibereitschaften hervorging wurde 1952 gegründet. Sie war der Vorläufer der erhielt 1950 eine Seepolizei (Marine) und eine Luftpolizei und wurde 1956 in die NVA überführt.
  • Die Nationale Volksarmee (NVA) wurde am 1. März 1956 gegründet. Seit dem wurde der 1. März als Tag der NVA begangen. Sie aus den Landstreitkräften der Volksmarine und den Luftstreitkräften.
  • Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse
  • Die Grenztruppen der DDR gehörten formal nicht zur NVA und für die Bewachung der Grenzen der DDR
  • Deutsche Volkspolizei - Feiertag 1. Juli
  • Ministerium für Staatssicherheit

Die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) wurde auf Geheiß von der SED 1952 gegründet und eine von mehreren paramilitärischen Organisationen im Umfeld NVA die zu der Militarisierung der Gesellschaft indem sie die gesetzlich vorgeschriebene vormilitärische Ausbildung Schulen Universitäten und in den Betrieben durchführte. Bedeutung wuchs zunehmend vom bloßen Wehrsport zur des Soldaten von morgen». Sie betrieb Schießstände führte Wehrausbildungslager sowie Wettkämpfe durch. Oftmals bot die einzige Möglichkeit bestimmte Sportarten (z.B. Segelfliegen Schießsport) legal auszuüben. Das attraktive Angebot derartiger wurde ab den 70er Jahren mehr und eingeschränkt insbesondere nachdem wiederholt DDR-Bürgern mit Fluggeräten Art die Flucht in die Bundesrepublik gelungen Durch die erzwungene Teilnahme an vormilitärischen Wehrübungen sie war i.d.R. der Zugang zu Studium Berufsausbildung versperrt kamen fast alle Bevölkerungsgruppen mit GST in Kontakt die diese «Übungen» organisierte. 1% der Ausgaben wurde aus dem offiziellen bestritten ebenso viel musste von anderen staatlichen finanziert werden. Die GST wurde von hauptamtlichem der Armee dominiert.

Die NVA war an den militärischen zur Niederschlagung des Prager Frühlings beteiligt. Dies war der erste geplante deutscher Truppen nach dem Zweiten Weltkrieg . Die 7. Panzerdivision und die 11. Schützendivision sollten ursprünglich mit in die CSSR einmarschieren. Wegen der zu erwartenden verheerenden außer- und innerhalb des Warschauer Pakts sind Divisionen auf Weisung der UdSSR hin nicht "regulär" eingesetzt worden sondern "nur" logistische Hilfe beim Einmarsch und standen an der Grenze im Falle eines möglichen Sowjetunterdrückern außer Kontrolle geratenden Volksaufstandes. Diverse Verbindungsoffiziere und auch MfS -Offiziere waren direkt in der CSSR im oder korrespondierenden Einsatz.

Parteien

Herrschende Partei der DDR war die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Ihr Führungsanspruch war 1968 in der Verfassung festgeschrieben und manifestierte auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens in DDR.

Neben der SED gab es vier Parteien die mit der SED und einigen im sogenannten demokratischen Block (Nationale Front) zusammenarbeiteten sogenannten Blockparteien :

  • Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU)
  • Liberal-Demokratische Partei Deutschlands ( LDPD )
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands ( NDPD )
  • Demokratische Bauernpartei Deutschlands ( DBD )
Sie waren zwar formal an den Gremien und Organen der DDR beteiligt hatten de facto keinen wirklichen Anteil an der

In der Zeit der Wende gründeten 1989 zahlreiche neue Parteien und Bürgerbewegungen. Dies unter anderem:

  • Neues Forum
  • Demokratie Jetzt
  • SDP - Sozialdemokratische Partei in der
  • Vereinigte Linke
  • DA - Demokratischer Aufbruch
  • DSU - Deutsche Soziale Union
  • Grüne Partei
Zur einzigen freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 traten neben den alten DDR-Parteien die inzwischen komplett andere Ziele vertraten auch viele neu gegründeten Parteien und Bürgerbewegungen an teilweise dazu gegründeten Wahlbündnissen.

Die SED änderte noch 1989 ihren in SED/PDS (Partei des demokratischen Sozialismus) und sich Anfang 1990 in PDS um

Massenorganisationen

Neben den Parteien gehörte eine Reihe Massenorganisationen zur Nationalen Front. Sie waren teilweise eigenen Mandaten in den Volksvertretungen bis hin Volkskammer vertreten. Die überwiegende Mehrheit der DDR-Bürger schulpflichtigen oder erwerbstätigen Alter war in einer mehreren dieser Organisationen Mitglied.

Gesellschaftliches Leben

Verbände

  • Deutscher Anglerverband (DAV)
  • Akademie der Wissenschaft der DDR (AdW)
  • Deutscher Turn- und Sportbund (DTSB)
  • Leopoldina
  • Urania
  • Verband der Kleingärtner Siedler und Kleintierzüchter (VKSK)
  • Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB)
  • Kammer der Technik (KDT)
  • Nationale Olympisches Komitee der DDR ( NOK )
  • Domowina (Bund der Sorben in der Lausitz)
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
  • Schriftstellerverband der DDR ( PEN )

Sonstige Spezifika der DDR

Religionen

In der DDR gab es verschiedene Religionsgemeinschaften . Die größte Rolle spielten die christlichen Kirchen insbesondere die seit 1969 im Bund der Evangelischen Kirchen in DDR zusammengeschlossenen acht evangelischen Landeskirchen und die römisch-katholische Kirche aber auch verschiedene Freikirchen . Daneben gab es jüdische Gemeinden sowie ab den 1980er Jahren buddhistische hinduistische und muslimische Gruppen. religiösen Organisationen waren die einzigen legalen vom unabhängigen Organisationen.

Das Verhältnis der DDR gegenüber den Kirchen war von Anfang an schwierig und Spannungen. Der atheistische Marxismus-Leninismus die Staatsideologie der postulierte ein Verschwinden von Religion auf dem zum Kommunismus auf dem sich die DDR sah. Kirchen waren für den Staat schon aus Grund ideologische Gegner. Außerdem waren für den die zwar im Laufe der Zeit schwächer aber gleichwohl stets hohe Verbundenheit mit den Kirchen ein großes Problem. Bis 1969 waren Evangelischen Kirchen immer noch gesamtdeutsch in der Evangelischen Kirche in Deutschland organisiert. Wegen des erheblichen politischen Drucks organisatorischer Probleme (DDR-Vertreter konten wegen Visaverweigerungen nicht den EKD-Treffen teilnehmen) aber auch wegen zunehmender in der alltäglich kirchlichen Arbeit in beiden gründete sich 1969 der Bund der Evangelischen in der DDR.

In den 1970er Jahren prägten einige Vertreter in der Kirche gemeinsam mit SED-abhängigen Staatsdienern die Formel Kirche im Sozialismus. Bischof Albrecht Schönherr formulierte der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in DDR 1971 : Wir wollen Kirche nicht neben nicht gegen im Sozialismus sein . Die Formel postulierte ein deutliches Sich-Einlassen den Sozialismus in der DDR - im zu der verbreiteten Meinung innerhalb der Kirche den 1950er und 1960er Jahren als man noch von einem bis zum schnellen Verschwinden der DDR ausging. Formel war von den meisten die sie nicht als Bekenntnis zum Sozialismus gemeint. Die Gefahr der staatlichen Gängelung und Kontrolle verhinderte insbesondere auf Druck der südlichen Landeskirchen daß "Kirche im Sozialismus" eine ernsthafte Alternative zur Haltung der SED und dem atheistischen Sozialismus wurde. Trotzdem gab es danach einige Verbesserungen der krichlichen Arbeit die von der SED sozialen Bereich durchaus geschätzt wurde.

Religionsfreiheit war auch in der DDR der Verfassung festgeschrieben und wurde formal auch Es gab eine sehr strikte Trennung von und Kirche. Die Kirchen konnten ihre eigenen weitgehend eigenständig regeln. Es gab kirchliche Verlage Zeitungen und großes kirchliches Engagement auf sozialem das der im Bereich der Behindertenintegration rückständigen aus Sicht der SED äußerst willkommen war. versuchte die DDR den Einfluss vor allem großen Kirchen zurückzudrängen und vor allem junge kirchlichem Einfluss zu entziehen. Sie wendete dabei Mittel an zum Beispiel:

  • Auf Grund der strikten Trennung von und Kirche gab es an den Schulen Religionsunterricht. Auch eine Einziehung der Kirchensteuer durch Staat gab es nicht.
  • Vor allem in der Anfangszeit der kam es auch zu direkter staatlicher Verfolgung Christen. So wurden zum Beispiel 1953 viele junge Christen von den Oberschulen die Junge Gemeinde und die Studentengemeinde öffentlich als staatsfeindliche bezeichnet und junge Menschen in Einzelfällen auch
  • Kinder und Jugendliche wurden in den atheistisch erzogen. Ihnen wurden die Grundlehren des beigebracht. Religion wurde in den Schulen häufig gemacht christliche Kinder manchmal durch Lehrer zu gemacht.
  • Der Konfirmation und Firmung wurde mit großem Aufwand die Jugendweihe entgegengesetzt. Viele evangelische Jugendliche nahmen in Jahren an Jugendweihe und Konfirmation teil meist einer zeitlichen Trennung von einem Jahr was evangelischen Kirchen tolerierten um den teilweise repressiven von den Jugendlichen zu nehmen.
  • Wie alle anderen Zeitungen unterlagen auch Kirchenzeitungen der Zensur .
  • Kirchlich aktive Personen und kirchliche Mitarbeiter häufig von der Stasi überwacht. Auch warb die Stasi zahlreiche Mitarbeiter in der Kirche an unter ihnen von Gemeindekirchenräten und Synoden.
  • Bestimmte berufliche Karrieren vorwiegend im Staatsdienst in leitenden Funktionen waren Christen weitgehend verschlossen. anderen Bereichen wie der Post oder der Reichsbahn waren sie erheblichem Druck ausgesetzt.

In der Entwicklung der DDR nahm Zahl religiös gebundener Menschen also auch der der Kirchen erheblich ab. Christen waren gegen der DDR eindeutig in einer Minderheitenposition. An Jugendweihe nahm nahezu jeder DDR-Jugendliche teil. Die war bis zu einem bestimmten Grade also erfolgreich.
Sie konnte aber nicht verhindern dass christlichen Kirchen ein gewisser eigenständiger gesellschaftlicher Faktor Die Geschichte der Wende zeigte dann dass gerade in den evangelischen Kirchen ein großer der Menschen fand teilweise ohne selber religiös sein die zu den Trägern der Wende

Die römisch-katholische Kirche war weitaus zurückhaltender sie über wesentlich weniger Mitglieder verfügte.

Geographie

Das Territorium der DDR bestand aus den heutigen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg Sachsen Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie dem Ostteil Berlins. Hinzu kam Gemeinde Amt Neuhaus des Bundeslandes Niedersachsen .

Es gab neben der Hauptstadt Berlin 14 weitere (Verwaltungs-)Bezirke:

Autokennzeichen siehe KFZ-Kennzeichen (Deutschland) .

Der nördlichste Punkt des ehemaligen DDR-Territoriums das Kap Arkona auf der Ostsee -Insel Rügen größter Binnensee die Müritz im Bezirk Neubrandenburg ( Mecklenburg-Vorpommern )

Der Norden und die Mitte sind der Norddeutschen Tiefebene. Charakteristisch für den Norden eiszeitlich geformte Moränenlandschaften und zahlreiche Seen ( Mecklenburgische Seenplatte ). Südlich davon erstrecken sich Hügelländer in große Tieflandsbuchten ( Leipziger Tieflandsbucht Thüringer Becken) hineinragen. Der Süden wird von Mittelgebirgen eingenommen ( Harz Thüringer Wald Rhön Erzgebirge Elbsandsteingebirge Lausitzer Bergland)

Sprache

Deutsch in der Lausitz auch Sorbisch die Sprache einer kleinen slawischen Minderheit Norden auch Plattdeutsch . Sprachdialekte waren: Berlinerisch im Berliner Raum Thüringisch Westsächsisch und Meißnerisch (ganzer Großraum Dresden) Süden sowie Unterformen und andere Regionalitäten. Zu kleineren Dialektgebieten gehörten der südliche Thüringer Wald oberfränkischen Dialekten oder die Lausitz mit Schlesisch der Lausitzer Neiße und der Oberlausitzer Mundart Oberlausitzer Bergland.

In den Schulen der DDR-Bürger war Russisch die zuerst gelehrte Fremdsprache. Zweite Fremdsprache meist Englisch sie wurde fakultativ gelehrt. Alternativen waren Beispiel Französisch Spanisch und Lateinisch . Die Kenntnis einer zweiten Fremdsprache war für die Hochschulreife.

Wirtschaft

Die DDR war trotz der ihr Reperationsleistungen an die Sowjetunion das wirtschaftlich am entwickelte sozialistische Land und hatte eine höheren Standard als viele entwickelten kapitalistischen Staaten der litt jedoch trotzdem ständig unter Energieunsicherheit Devisenknappheit nicht nachhaltigen Wirtschaftsprozessen. Es herrschte teilweise eine Das vorherrschende Wirtschaftssystem war eine Planwirtschaft mit Fünfjahrplänen und staatlichen Betrieben und Großbetrieben ( Kombinate ). In sehr kleinen Umfang sind auch Kleinstbetriebe geduldet worden die nicht vollständig der unterworfen waren.

Anfang der 1970er Jahre war die DDR für sehr Zeit das zehntgrößte Industrieland der Erde gemessen ihrer Produktionsleistung die zu nicht unerheblichen Teilen Kosten der Umwelt erreicht wurde.

Dennoch gab es in einigen Bereichen immer einer Konsumgüterknappheit im Inneren. Zum Beispiel man sich für einen Autokauf anmelden und je nach Modell etwa 15 Jahre warten. " Schwarzmarkt " mit diesen Wartezeiten wurde teilweise geduldet dass die Wartezeit durch Zahlung eines höheren umgangen werden konnte.

Preise und Löhne wurden oft staatlich Der teilweise einheitliche Verkaufspreis subventionierte besonders grundlegende des täglichen Bedarfs. Technische Geräte und andere die auch gegen Devisen exportiert werden konnten dagegen oft sehr teuer im Vergleich zur der Menschen. Eine Wohnung kostete je nach etwa 30 bis 80 Mark im Monat Farbfernseher in den 1980er Jahren 7.000 Mark ein Brötchen 5 Pfennige ein typisches 15.000 Mark oder 30.000 ohne Wartezeit. Der von Einfamilienhäusern wurde zunächst wegen Materialknappheit in engen Grenzen ermöglicht (z. B. Vorschriften zur Menge an Steinen vorgeschriebene Haustypen in Abhängigkeit Familiengröße) erlebte durch den nicht ausreichenden staatlichen v. a. in den 1980er Jahren einen Aufschwung. Beliebt waren Schrebergärten und in der Datschen sowie Reisen nach Kuba Ungarn Bulgarien und in die Sowjetunion .

Werksleiter Hilfsarbeiter Professor und Müllmann wohnten nebenan - so zumindest nach offizieller Propaganda. waren die Wohnviertel nicht derart stark nach heterogenisiert wie es heute in vielen westlichen der Fall ist. Allerdings wurden die Parteinomenklatura die Mitarbeiter vieler "Staatsorgane" in bestimmten Wohngebieten staatliche Wohnungszuteilungen konzentriert. Die Einkommensunterschiede zwischen einer (mit etwa 600–800 Mark) und einem Ingenieur 900–1500 Mark) lagen in der Höhe und auch im Sparpotenzial (Residualeinkommen) aber doch auseinander. Handwerker verdienten nicht selten mindestens so gut leitende Ärzte. Man konnte diese Unterschiede im Leben an Statusgegenständen kaum ausmachen da diese dauernden Mangels kaum erhältlich waren. Sie spielten eine weniger beachtete Rolle. Trotzdem hoben sich die es sich leisten konnten durch häufige innerhalb des Ostblocks und teilweise durch westliche aus der breiten Masse hervor.

Einige eher unbeliebte Berufe (zum Beispiel oder Soldat) wurden besonders gefördert die Lehrstellenvergabe anhand des errechneten Bedarfs zentral geplant und die Schulen als Lenkorgan realisiert. Insofen bestand Bildungsfreiheit in der DDR nur in den Grenzen des Fünfjahresplans.

Die Versorgung mit knappen Gütern zum einem Telefonanschluss oder Baumaterial war vielfach von und Zufall nicht selten auch von der politischen Einstellung abhängig.

Erich Honecker leitete mit seinem Kabinett zu Beginn Amtszeit v. a. soziale Reformen ein (einheit Wirtschafts- und Sozialpolitik) ließ etwas mehr politischen kulturellen Freiraum was auch durch die Anerkennungsverhandlungen wurde und versuchte den staatlichen Betrieben mehr zu lassen. Zugleich ließ er aber in Wellen in den 1970er Jahren bis auf alle Betriebe verstaatlichen indem sie gezwungen wurden staatliche Mehrheitsbeteiligung zu akzeptieren. Er galt daher als Hoffnungsträger. Der anfängliche Reformschwung wurde jedoch fortgesetzt weil sich die Diskrepanzen zwischen politischer und gewissen Freiräumen nicht dauerhaft überbrücken lassen. besonders mißlich erwies sich die erste Ölkrise den 1970er Jahren da die DDR-Wirtschaft immer von der Veredlung sowjetischen Erdöls profitierte und abhängig wurde. Zwar gab die Sowjetunion diese nur verzögert weiter kürzte aber wegen extremer Probleme 1981/82 die Liefermengen erheblich und ließ Ölpreise im RGW während des Ölpreissturzes 1985 unverändert. Dadurch fehlten der Wirtschaft dringend benötigte für Investitionen. Zudem torpedierte Honeckers Sozialpolitik das Wachstum weil die Sozialausgaben stetig stärker stiegen das Nationaleinkommen (bergleichbar dem Bruttosozialprodukt). So lebte DDR zu ihrem Ende hin nur noch der Substanz. Mit der Währungsunion kurz vor Wiedervereinigung brachen fast sämtliche Exportmärkte schlagartig ein das Umtauschverhältnis die Produktionskosten über nacht extrem und sie damit oft nicht mehr konkurrenzfähig Für den Absatz in entwickelten Staaten des waren die Produkte oft nicht konkurrenzfähig genug sie waren wenn sie konkurrenzfähig waren wegen ineffizienten Produktionsweise und der Währungsunion zu teuer Für die früheren Absatzmärkte in den Staaten RGW waren sie aus den gleichen Gründen nur zu teuer und diesen Staaten brachen die Wirtschaftssysteme ein.

Siehe auch: Geschichte der DDR DDR-Bürger DDR-Bürgerrechtler DDR-Kultur DDR-Sprache DDR-Wissenschaft DDR-Opposition Liste von DDR-Persönlichkeiten DDR-Sport Witze der DDR DDR-Rekorde Liste der Feiertage der DDR Arbeiter- und Bauernstaat

Weblinks

Literatur

  • Georg Fülbert: Berlin Bonn Berlin. Köln ISBN 389438168X ( geamtdeutsche Geschichte nach 1945 )
  • Olaf Klenke: Ist die DDR an der Globalisierung gescheitert? autarke Wirtschaftspolitik versus internationale Weltwirtschaft ; das Mikroelektronik Frankfurt am Main ; Berlin ; ; Bruxelles ; New York ; Oxford Wien : Lang 2001 154 S. ; cm Hochschulschrift: Berlin Freie Univ. ISBN 3-631-38204-9
  • Hermann Weber: Geschichte der DDR München : Dt. Taschenbuchverl. 1985. - S. ISBN 3-423-04430-6
  • Karl-Heinz Rother: Parteiverfahren für Marx : hier irrten Kurt und andere Berlin : Dietz 1990 143 S. ISBN 3-320-01590-7



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