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Expressionismus (Literatur)


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Werk und Wirkung der Expressionisten in der Kunst besonders der Literatur .

Inhaltsverzeichnis
1 Expressionismus in Kunst und Musik
2 Expressionismus
3 Weblink

- ohne Titel -

"[...] Auf meine Stirne tritt kaltes Metall
Spinnen suchen mein Herz.
Es ist ein Licht das in meinem erlöscht.
[...]"

Schaurig-rätselhaft ungewöhnlich merkwürdig zerhackt pessimistisch schrecklich erschreckend eklig traurig sinnlos viel aussagend grausig-schön

Das ist nur eine kleine Liste Eindrücken und Gefühlsregungen die allein diese drei eines expressionistischen Gedichts im Leser auslösen können.

Expressionismus in Kunst und Musik

siehe dazu : Expressionismus

Expressionismus

Aus den beiden lateinischen Wörtern " ex " und " primere " zusammengesetzt bedeutet es "Ausdruckskunst"; es werden innerlich gesehene Wahrheiten und Erlebnisse dargestellt nicht Lichtreize wie sie auf das Auge fallen.

Den Expressionismus lässt man meist von 1910 bis 1925 andauern. Doch oft wird auch gesagt man diese Epoche nach hinten schlecht begrenzen da nach dem zweiten Weltkrieg bis heute noch manche bedeutsamen Werke expressionistisch sind.

Soziale und ethische Hintergründe der Entstehung des

An dieser Stelle sei Hermann Bahr bedeutender Beobachter dieser Zeit als Ausgangspunkt

" Darum geht es dass der Mensch sich will... Die Maschine hat ihm die Seele - und jetzt will ihn die Seele Darum geht es; alles was wir erleben nur der ungeheure Kampf um den Menschen mit der Maschine.

Wir leben ja nicht mehr wir werden Niemals war eine Zeit von solchem Entsetzen von solchem Todesgrauen. Die ganze Zeit wird einziger Notschrei auch die Kunst schreit mit. schreit nach dem Geist: das ist der " (zit. n. Wilhelm Genzmann: "Deutsche Literatur Gegenwart" 1953).

In diesem Kommentar steckt deutliche Kritik der damaligen Situation:

Der expressionistische Künstler lehnt sich auf eine "Enthumanisierung" durch die Industrialisierung . Er sieht sich von den Maschinen durch die sprunghaft wachsende Industrie allgegenwärtig sind durch die Autorität der Großunternehmer diktiert. Dadurch er den Menschen selbst zur Maschine funktionalisiert.

Auch die Anonymität der Großstadt bildet Grund dass der Mensch den Bezug zu Geist und seiner Seele verliert. Durch die Erfolge kommt Selbstzufriedenheit (?) in den Menschen Letztlich würde die Weiterführung dieser Gedanken zu Gesellschaft ohne Rücksicht und Moral führen.

Der historische Hintergrund

Die "Ausdruckskunst" wurde in eine Zeit großen Ereignissen Turbulenzen und vor allem in Zeit bzw. Vorzeit der Weltkriege hineingeboren.

Unter Wilhelm II. erlebte Deutschland eine unruhige Zeit. Auf einen Seite stand seine Vernachlässigung innenpolitischer und Probleme auf der anderen Seite die verstärkte und die turbulente Außenpolitik:

Dem Dreibund Deutschlands mit Italien und Österreich-Ungarn standen einen der Pakt Russlands mit Frankreich zum die sogenannte " Entente cordiale " Frankreichs mit Großbritannien. Als sich dann nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgepaares in kritischen Konflikt "verhedderte" sah sich Deutschland schließlich beim dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs umgeben von Gegnern.

Nach schweren Kriegsjahren waren die politischen wirtschaftlichen Probleme Deutschlands noch lange nicht ausgestanden. Vertrag von Versailles 1919 mit immensen Forderungen an die Republik bildete einen erneuten Rückschlag. Die Gebietsabtretungen Verlust des Auslandsvermögens und die Wiedergutmachungszahlungen stürzten Wirtschaft in ein tiefes Loch. So sah sich 1923 mit der Inflation die das Vertrauen Bürger in den Staat schwer erschütterte an neuen Tiefpunkt angelangt.

Immer schwieriger nun auch eine politische bei der Regierungsbildung da das Parlament immer zersplitterte.

Der philosophische Hintergrund

Der Einfluss des naturwissenschaftlichen Denkens richtete auf die Geisteswissenschaften gelenkt unter besonderem Einfluss französischen Philosophen Henri Bergson (1859 - 1941) der zu beweisen nur die Intuition d.h. die innere Anschauung nicht der "zergliederte" Verstand könnten das Wesentliche erfassen.

In Deutschland und Österreich findet er wie z.B. Oswald Spengler (1880 - 1936) mit seinem "Untergang Abendlandes".

Ein Vorbild findet man vor allem bekannten deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche . Er forderte den neuen Menschen den "Übermenschen" dazu auf er solle dem Neuen der Gefahren entgegengehen (Seiltänzer im Werk "Zarathustra").

Die Denkweise der Expressionisten Vergleich mit dem und Drang

In der Jugend der Jahre um Jahrhundertwende vollzog sich bald eine Aufbruchsstimmung ähnlich des Sturm und Drangs .

Die junge Generation kritisierte die aktuelle sie hatte den festen Willen der Erneuerung. und respektlos griff sie in beiden Epochen Vergangenheit an. Die einstigen Stürmer und Dränger klagten nur die sozialen Missstände z.B. die an und kämoften für geistige und schöpferische die jungen Expressionisten hingegen suchten neben diesen vor allem die Welt vor einem bevorstehenden zu retten.

In den jungen Dichtern entbrannten düstere vom (Welten-) Ende ("Menschheitsdämmerung"). Diese Gemütslage lässt unschwer im Gedicht "Aufbruch der Jugend" von Lotz erkennen.

Die Autoren traten nun für einen Bruch mit der Vergangenheit ein und setzen das Ziel sich selbst zu finden und Welt zu retten. Zugrunde lag diesem Ziel nach 1914 ein starker Pazifismus . Dieser bildete sich vor allem heraus ein Großteil der Dichter den Ersten Weltkrieg und selbst als Soldaten Dienst leisteten.

Vertreter der Literatur

Man könnte denken dass speziell die Schichten die ersten Vertreter der neuen Literaturrichtung denn sie waren ja die eigentlichen Opfer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Missstände. Doch erstaunlicherweise stammen kritischen Autoren aus bürgerlich-gebildeten Schichten und besuchten alle ein Gymnasium oder eine Universität. Der dieses scheinbaren Paradoxons ist die erstarrte Bildung es wurden Ideale gelehrt die schon lange mehr mit der Wirklichkeit übereinstimmten. Diese Widersprüche der Jugend natürlich auf und verunsicherten ihre Wertvorstellungen.

So kam es dass die Karriere wurde und sich die neuen Künstler entweder Verkünder einer neuen Zeit verstanden oder sie einfach nur befreien wollten von Konventionen.

Unter den Expressionisten herrschte immer ein Zusammengehörigkeitsgefühl so dass sich Vereinigungen wie der bildeten. Diese gaben Zeitschriften heraus wie "Der "Der Brenner" "Die Aktion" "Das neue Pathos" die berühmte Zeitschrift " Die Brücke ". Letztere wurde von Karl Röttger (1877-1942) um die Ideen der "Charontiker" bekanntzumachen.

In den Zeitschriften wurden wiederholt politische und sozialistische Forderungen veröffentlicht. Vielfach handelten Texte Themen wie Frieden Weltverbrüderung.

Nicht wenige Expressionisten fühlten sich zum als einem neuen Ideal hingezogen. Sie verurteilten aufkommenden Nationalismus in dem sie eine Bedrohung

Ab 1933 setzte eine Verfemung expressionsistischer Künstler ein. Nationalsozialismus machte der Kunstepoche ein jähes Ende.

Ausprägungen des Expressionismus

Der Dadaismus

Die Namensgebung: Der Legende nach wurde ein Federmesser in ein deutsch-französisches Lexikon gesteckt den Blick auf "dada = kindliche Bezeichnung Holzpferdchen" lenkte. Doch selbst die Dadaisten waren nicht einig was Dada bedeutet. Zum 50. des Dadaismus schrieb Hans Arp folgende Verse Titelfrage:

" Vor 50 Jahren war dada da
da dada da war
eh dada da war
war dada da
als dada da war."

So "unvernünftig" wie dieser Titel also so "ohne Vernunft" war auch das Denken Dadaisten. Man war der Meinung dass die "Vernunft" es so weit gebracht hatte dass beispielsweise die Völker in Kriegen vernichteten. Deshalb die Schriftsteller eine "Rückkehr der menschlichen Naivität" einen "Verzicht auf jede Logik". Ohne Zweifel diese Forderungen auch im Schreibstil der Dadaisten Oft wurden Worte oder Sätze ohne logischen grammatikalischen Zusammenhang aneinandergereiht oder das Ergebnis eines war absurd und aussagelos.

Kurt Schwitters Titelgedicht zu " An Anna Blume " (1919) gipfelte beispielsweise einmalig und völlig in der erschütternden Feststellung:

" Man kann dich auch von hinten lesen du du Herrlichste von allen du bist hinten wie von vorne: »a-n-n-a«. "

Äußerst interessant sind auch Kurt Schwitters "visuelle Gedichte" die nicht durch ihren Inhalt durch den Einfall und das Arrangement glänzen.

Wichtige Vertreter:

Arbeiterdichtung

Auch die Arbeiter wollten an der des Frühexpressionismus teilhaben. Sie betonten in ihrer ihren Stolz und ihr Selbstbewußtsein und bekannten zu ihrer Arbeit.

Sie dachten kommunistisch und ordneten sich die Gesamtheit des Volkes ein.

Die Träger der Arbeiterdichtung waren u.a. Petzold Heinrich Lersch und Jakob Kneip.

Die expressionistische Prosa

Die Erzählkunst des Expressionismus ist von geringer Bedeutung.

Denn die wohlüberlegte Struktur eines epischen stand der Ausdruckskunst gegensätzlich gegenüber und es schwer das eigene Fühlen zum Ausdruck zu

Autoren wie Klabund (eigentlich Alfred Henschke) und Kasimir Edschmid sich zwar in der expressionistischen Epik doch sie nur mit wenigen dieser Werke Erfolg.

Bekannt sind lediglich Klabunds "Kreidekreis" zudem und sein "Mohammed" Leonhard Frank schrieb "Die Räuberbande".

Der wichtigste Erzähler der Zeit Alfred Döblin (1878-1957) erlangte durch den Roman " Berlin Alexanderplatz " Weltruhm.

Das dramatische Schaffen des Expressionismus

Im Drama konnten expressionistische Schriftsteller ihre der Wandlung wirkungsvoll demonstrieren. Daher übernahm es neben der beherrschenden Lyrik eine wichtige Rolle. Geburt des neuen gewandelten Menschen wurde gezeigt als Beispiel dargestellt (z.B. "Die Wandlung" von Toller).

Unterstützt wird das Drama durch Musik Pantomime Bühnenbild und Lichteffekte. Die Personen werden als individuelle Wesen sondern typisiert dargestellt ("Mann" "Tochter" ...). Die Charaktere werden oft übersteigert grotesk verzerrt um die Seele aufzudecken; oftmals die Ausgestaltung der individuellen Wesenszüge. Meist wurde Hauptfigur ein junger Mensch ins Zentrum gesetzt Konflikte mit den Schicksalsgewalten mit der engstirnigen oder mit dem eigenen Vater austrug.

Die expressive Lyrik

Am besten waren die Gedanken der des Ausdrucks" in der Lyrik auszudrücken. In konnten die Probleme besonders klar schon von Wurzel angesprochen werden. Ausdrucksfülle sollte die unmittelbaren selten anklagenden Gefühle mitteilen.

Bedeutend für die expressionistischen Dichter war die eigene Situation und persönliche Schwierigkeiten also die eigene Persönlichkeit sondern die Beziehungen aller untereinander. Fortlaufend wurde an Humanität Menschenliebe (so in Gottfried Benns "Der Weltfreund") und Frieden Krieg (Völker-) Hass und Tod waren dagegen für die kriegsteilnehmenden Dichter "Horrorvision" und Angriffspunkt wie "Der Krieg" von Georg Heym s.

Kennzeichen expressionistischer Lyrik:

  • Reihungsstil
  • Metaphorik u.a.
  • Dynamisierung der Sprache durch Vielzahl an der Bewegung
  • Veränderung der gebräuchlichen syntaktischen ordnung und
  • Eindrücke des lyrischen Ichs sind stark

Die bedeutendsten Autoren und wichtige Werke des

Die Dramatiker

Die Lyriker

Weiterhin z.B.:

Die meisten der eben genannten Künstler sich entweder bald vom expressionistischen Stil abgewendet sind ihm nicht eindeutig zuzuordnen.

Ausklang

Diese Ausarbeitung über die literarische Epoche Expressionismus sollte dem Leser einen Überblick über Schaffen jener Zeit geben.

In der gelesenen Arbeit wurden die angesprochen die die Autoren damals zu solchen der Art noch nie dagewesenen Werken drängten. zeitkritische revolutionäre Denkweise ließ Dichtungen entstehen die heute noch zum Großteil Geltung haben und Einfluss seither bemerkbar ist.

Stücke großer Autoren späterer Zeit wie Manns "Der Untertan" Heinrich Bölls "Verlorene Ehre Katharina Blum" Carl Zuckmayers "Hauptmann von Köpenick" Günter Grass? "Die Blechtrommel" lassen noch immer der expressionistischen Kunst erkennen.

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