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Diakonie


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Die Diakonie (von Diakonia Dienst ) wird neben Martyria und Leiturgia zu Grundvollzügen der Kirche gezählt.

Inhaltsverzeichnis

Biblische Grundlagen

Alttestamentliche Begründungen

Im ersten Schöpfungsbericht wird die Gottebenbildlichkeit Menschen betont (1.Mose (Genesis) 1 27) . Der gleiche Gedanke liegt auch Psalm 8 5f zu Grunde.

Die hebräische Bibel beschäftigt sich häufig der Not von Außenseitern und anderen Menschen. wird etwa 3.Mose (Levitikus) 19 33f u.ö. die Gleichbehandlung von Fremden und angemahnt. 5.Mose (Deuteronomium) 24 17 ergänzt die Forderung um Waisen und Ähnlich z.B. Psalm 82 3 .

Schließlich ist die Sorge Gottes für Bedürftigen zu nennen. Jesaja 57 15 betont die Nähe Jhwh zu den

Neutestamentliche Begründungen

Im Neuen Testament treten zunächst Erzählungen Jesu in den Blick. Das bekannteste Beispiel wohl das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10 30-37) : der den jüdischen Zuhörern verhasste Mann der samaritanischen Religionsgemeinschaft sorgt sich in vorbildlicher um einen Überfallenen. Zudem ist das Gleichnis Weltgericht Matthäus 25 31-46 in dieser Thematik besonders wichtig. Es in Vers 40 : "Was ihr getan habt einem unter geringsten Brüdern das habt ihr mir getan." Zudem gibt Jesus uns Beispiele diakonischen Handelns wenn er [Johannes 5 5f] die Not Kranken erkennt und sich seiner annimmt. Ähnlich das Magnificat ( Lukas 1 46-54 ) wo Maria Gott lobt weil er der Notleidenden annimmt.

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Das Amt beruht auf der ersten von Diakonen in Apostelgeschichte 6 1-7 zur Armenpflege.

Diakonie in der Kirchen- und Theologiegeschichte

Entwicklungen bis 1848

In der Kirchengeschichte hat es seit her Diakonie gegeben. Orden die sich der widmeten treten in der mittelalterlichen Geschichte dabei meisten hervor. Nachreformatorisch haben die von August Hermann Francke gegründeten Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) ( 1698 ) das von Johann Hinrich Wichern aufgebaute Haus in Hamburg ( 1833 ) der 1836 von Theodor Fliedner in Kaiserswerth ins Leben gerufene Rheinisch-Westfälische Diakonissenverein (siehe Diakonisse ) und der Neukirchener Erziehungsverein den Pfarrer Bräm mit Mitgliedern seines Presbyteriums 1845 in Neukirchen-Vluyn gründete eine besondere Stellung.

Kirchentag zu Wittenberg 1848

Einen veränderten Ansatz erhielt die Diakonie 22. September 1848 . Johann Hinrich Wichern der fünfzehn Jahre das Rauhe Haus in Hamburg für verwahrloste gegründet hatte rückte in einer zweistündigen Stegreifrede dem Kirchentag zu Wittenberg das caritative Handeln in die Mitte Tuns. Seine Rede gipfelte in folgenden Sätzen: Freunde es tut eines Not dass die Kirche in ihrer Gesamtheit anerkenne: 'Die Arbeit Innern Mission ist mein!' dass sie ein Siegel auf die Summe dieser Arbeit setze: die Liebe gehört mir wie der Glaube . Die rettende Liebe muss ihr das Werkzeug womit sie die Tatsache des Glaubens werden. Diese Liebe muss in der Kirche die helle Gottesfackel flammen die kund macht Christus eine Gestalt in seinem Volk gewonnen Wie der ganze Christus im lebendigen Gottesworte offenbart so muss er auch in den sich predigen und die höchste reinste kirchlichste Taten ist die rettende Liebe."

Wichern erkennt an dass es an Stellen berits diakonisches Engagement gab. Daher meint dass es an manchen Stellen nicht neuer bedürfe sondern Bestehendes weiterentwickelt und umorganisiert werden Man solle aufhören caritative Bestrebungen "als Dilettanten-Arbeiten als bloß philanthropische Unternehmungen zu betrachten; sie als heilige Aufgaben der evangelischen Kirche erfasst als solche mit neuem Ernste in das eingeführt werden. Auf den Kanzeln soll man fortan verkündigen hören." Wichern ging es also christliche Barmherzigkeit das Hauptziel war die Kräftigung Selbsthilfe der sozial Bedrückten; das soziale Versagen Kirche erkannte er rückhaltlos an; auch für sozialistischen Bestrebungen hatte er großes Verständnis. Wicherns zündet und führt 1849 zur Gründung des Centralausschuss für die Innere Mission der deutschen Kirche .

Diakonie heute

Die wesentliche organisatorische Basis für diakonische ist auf evangelischer Seite das Diakonische Werk das von der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) ihren Gliedkirchen und mehreren evangelischen Freikirchen getragen wird. Gegenwärtig sieht sich die vor zwei umwälzende Herausforderungen gestellt: 1) Der mit seinem Subsidiaritätsprinzip macht mehr und mehr freien Markt der Sozialleistungen Platz; hier sieht die Diakonie mit zunehmend mehr Konkurrenz konfrontiert 2) die Osterweiterungen Europas schaffen neue Arbeitsverhältnisse bedeuten eine tarifliche Neuorientierung auch für diakonische

Siehe auch: Hilfsorganisation Diakon

Literatur

  • Schäfer Gerhard K. und Strohm Theodor: – biblische Grundlagen und Orientierungen; Heidelberg: Carl ³1998; ISBN 3-8253-7094-1

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