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Dickröhrlinge


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Dickröhrlinge

Systematik
Klasse : Ständerpilze (Basidiomycetes)
Unterklasse : Hautpilze (Hymenomycetidae)
Ordnung : Boletales
Familie : Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung : Dickröhrlinge ( Boletus )

Die Dickröhrlinge ( Boletus ) sind eine Gattung aus der Familie der Röhrlinge (Boletaceae). Der bekannteste Speisepilz dieser Gattung ist der Steinpilz . Zu den Dickröhrlingen zählen auch sehr seltene und schöne wie der Satansröhrling (giftig!) der Purpurröhrling und der Hexenröhrling . Zur Gattung Boletus zählen in Mitteleuropa etwa 25 Arten von denen die meisten sehr selten sind.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Wie der Name ausdrückt bilden diese Pilze meist dicke bauchige Stiele (weshalb der deutsche Trivialname auch " Dickbauchröhrlinge " lautet). Entsprechend können sie auch Hüte mit imposanten Ausmaßen tragen. Die Hutfarbe ist weisslich grau gelbbraun rotbraun hell bis dunkel- oder schwarzbraun. Die Röhren sind jung weiss oder gelb später sie mehr oder weniger schnell orange bis oder gelb bis olivgrün. Auf dem Stiel findet man häufig eine Netzzeichnung hie da feine Flocken seltener auch gar keine Das Fleisch vieler Dickröhrlinge zeigt bei Bruch eine blaue Farbreaktion

Vorkommen

Als Mykorrhizabildner sind sie an die Nähe von Bäumen gebunden. Sie bilden ihre Fruchtkörper vom oder Sommer bis meistens in den Herbst. die Nächte frostig werden ist die Zeit der Röhrlinge

Bestimmung

Die weitere Bestimmung erfolgt in erster aufgrund der Farbe der Röhrenmündungen und einer allfälligen Netzzeichnung auf dem Stiel . Röhren mit Orange- und Rottönen führen in die erste Gruppe der Hexen- und Satansröhrlinge . Junge Pilze mit weißlichen Poren und weisser bis Netzzeichnung auf dem Stiel gehören in die Gruppe der Steinpilze . Dickröhrlinge der dritten Gruppe haben entweder kein ein gelblich bis rötlich gefärbtes Netz. Damit sie sich klar von den Steinpilzen mit weisslichem höchstens bräunlichem Netz ab. Unterscheidung der seltenen Arten der Gattung bleibt meist Spezialisten vorbehalten. Achtung: ein grobes von Anfang braunes Netz deutet auf den Gallenröhrling ( Tylopilus felleus ) welcher dem Steinpilz recht ähnlich sein kann.

Verwendbarkeit

Steinpilze müssen kaum empfohlen werden. Sie gehören den gesuchtesten Wildpilzen und eignen sich frisch getrocknet sowie Essig oder Öl eingelegt für den Konsum. Fleisch ist fest und bleibt appetitlich weiß. andere Arten der Gattung verfärben sich auffällig das Fleisch mit Luft in Kontakt kommt. verdankt der Hexenröhrling seinen Namen dieser verblüffenden Reaktion. Die muss aber nicht auf giftige Stoffe hinweisen. Schuster- oder Donnerpilz ( B. luridiformis ) verfärbt sich an der Luft bläulich schwärzlich und ist nicht giftig. Bei der sieht er nach dem Zerschneiden unappetitlich grau Dies ändert sich schlagartig beim Anbraten in Öl. Das Fleisch verfärbt sich in leuchtendes Der netzstielige Hexenröhrling ( B. luridus ) und der seltene Ochsenröhrling ( B. torosus ) die sich ebenfalls verfärben wirken zusammen Alkohol giftig. Sicher zu meiden sind der Satansröhrling ( B. satanas ) und die bitteren Arten Schönfußröhrling ( B. calopus ) und Bitterschwamm ( B. radicans ). Alle anderen Arten können gegessen werden zum Teil aber selten und schonenswert . Als Faustregel gilt: Dickröhrlinge mit mildem Geschmack und ohne Orange- Rotfärbung an den Poren sind essbar.

Wichtige Arten

  • Steinpilz ( B. edulis )
  • Kiefernsteinpilz ( B. pinicola )
  • Sommersteinpilz ( B. aestivalis )
  • Netzstieliger Hexenröhrling ( B. luridus )
  • Flockenstieliger Hexenröhrling ( B. erythropus )
  • Glattstieliger Hexenröhrling ( B. queletii )
  • Satansröhrling ( B. satanas )
  • Schönfußröhrling ( B. calopus )
  • Königsröhrling ( B. regius )
  • Fahler Röhrling ( B. impolitus )
  • Purpurröhrling ( B. rhodopurpureus )
  • Wurzelnder Bitterröhrling ( B. radicans )
  • Rosahütiger Röhrling ( B. rhodoxanthus )

Literatur

  • Helmut und Renate Grünert: Pilze Mosaik-Verlag (1988)
  • M. Moser: Kleine Kryptogamenflora. Die Röhrlinge und Blätterpilze Gustav Fischer (1983)



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