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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 19. August 2019 

Dinkelsbühl


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Altstadt

Georgskirche

Nördlinger Tor und Museum 3.Dimension

Dinkelsbühl ist eine Stadt in Bayern Landkreis Ansbach im Regierungsbezirk Mittelfranken .

Inhaltsverzeichnis

"An Wasser und Wiesen"

Dinkelsbühl liegt an der Wörnitz im Südosten der Frankenhöhe die im Schichtstufenland zwischen Main und Donau zur Keuperstufe gehört. Durch eine östlich Wörnitz liegende Burgsandsteinkuppe nach Westen abgedrängt bildete Wörnitz eine flache dreieckige Talmulde aus die der Dinkelsbühler Altstadt nahezu komplett ausgefüllt wird. Nordwesten und Südosten verläuft die Stadtmauer an der morphologischen Kante des Blasensandsteins jenseits des Stadtgrabens ein Plateau zwischen den zweier aus westlicher Richtung in die Wörnitz Bäche ausbildet. Im nördlichen Taleinschnitt in dem Blasensandstein bis auf die darunter liegenden Lehrbergschichten wurde fließt der Sauwasenbach der durch seine Sande eine noch heute bei Niedrigwasser sichtbare Furt entstehen ließ die wohl einen wichtigen für die Gründung Dinkelsbühls an diesem Standort Im Osten wird die Altstadt durch den begrenzt einem begradigten Arm der Wörnitz jenseits lediglich noch die Wörnitzvorstadt zum Dinkelsbühler Altstadtgebiet rechnen ist.

Die landwirtschaftlich ergiebigsten Böden liegen in Talböden der Wörnitz wobei auch die weniger Böden auf dem Blasensandstein im Westen noch hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt werden. Die Burgsandsteinhöhen im der Stadt wurden kaum gerodet und sind weitgehend vom Dinkelsbühler Stadtwald der Mutschach bedeckt. an vielen Stellen die wasserstauenden Tonschichten des Keupers anstehen ist die Teichwirtschaft von regionaltypischer Noch heute wirkt die Altstadt sehr geschützt geborgen in der Flussaue der Wörnitz was in Form des "Romantik an Wasser und Wiesen" symbolhaften Charakter die Stadt bekam.

Die Romantische Straße

Die Topographie des Geländes das zur Verteidigung gute bot sowie die Kreuzung mehrerer Handelsstraßen aus Zeit die an der Wörnitzfurt zusammenkamen sind angesichts der naturräumlichen Randlage die entscheidenderen Gründe die Gründung Dinkelsbühls um 1180 gewesen. So sind Hinweise für frühmittelalterliche von Dinkelsbühl nach NW Richtung Crailsheim nach W Richtung Ellwangen nach E Richtung Nürnberg und nach S Richtung Ulm nachgewiesen. Die Bedeutung dieser vermeintlichen "Hochstraßen" zwar i.d.R. von Heimatforschern überschätzt ist jedoch einem Falle heute wieder von großer Bedeutung Dinkelsbühl. Es handelt sich dabei um die Nord-Süd-Straße durch Dinkelsbühl einer Handelsstraße entlang der der Tauber der Wörnitz und des Lech die im Mittelalter auch als Pilgerweg nach Rom diente. Diese vom Augsburger Wegele 1950 aus Gründen der Fremdenverkehrsförderung Romantische Straße genannte Route ein Abschnitt der Bundesstraße 25 verbindet eine ganze Reihe von Städten weitreichend erhaltenen mittelalterlichen Stadtkernen im zentralen Bereich Würzburg und Augsburg insbesondere Rothenburg ob der Tauber Dinkelsbühl Nördlingen im Ries und Donauwörth .

Die Eisenbahn

In der industriellen Revolution der zweiten des 19. Jahrhunderts geriet Dinkelsbühl in eine Randlage da die Hauptstrecke der Eisenbahn von Augsburg nach Würzburg ab Donauwörth in nordöstlicher Richtung nach Treuchtlingen abknickt wo sie in gerader Linie über Ansbach nach Würzburg weitergeführt wurde.

Die gerade Verbindung ab Donauwörth durch die Täler der Wörnitz und Tauber wurde erst in den 1870er Jahren als Nebenstrecke gelegt wobei sie nur bis Rothenburg führte und zudem immer Charakter einer langsamen eingleisigen Nebenstrecke behielt. Auf 1876 gebauten 31 km lange Strecke von Nördlingen über Wilburgstetten nach Dinkelsbühl hatte der Zug knapp Stunden Fahrzeit. Seit im Jahr 1985 der Streckenabschnitt zwischen Nördlingen und Dombühl den Personenverkehr stillgelegt wurde verkehren nur noch aus einem Wilburgstettener Sägewerk sowie gelegentlich Dampfeisenbahnen des Bayerischen in Nördlingen auf dieser Strecke. Gerade im Dinkelsbühls ist die Wiedereröffnung der Strecke heute noch Spekulationsobjekt nachdem sowohl für Pläne zur der B 25 als auch zur Errichtung Großmarktes auf das Bahngelände und die von Schienen belegte Fläche Ansprüche geäußert wurden.

Die Altstadt

Um 1180 erfolgte die erste Stadtanlage (im folgenden als Kernstadt oder innere Altstadt als planmäßige Stadtgründung an der Ostgrenze der Länder wobei davon ausgegangen wird dass sich der Wörnitzfurt eine Vorgängersiedlung befunden hat. Das Keuperwaldgebiet wurde wie man aus den Ortsnamensendungen in der späteren fränkischen Landnahme im 8. besiedelt. Die aus Verteidigungsgründen der Kreisform angenäherte ist deutlich im heutigen Stadtbild zu erkennen die entsprechenden Straßenzüge der Spitalgasse der Unteren der Föhrenberggasse und der Wethgasse nicht der entsprechen sondern dem Verlauf des Stadtgrabens. Die verlief innerhalb der heutigen Baublöcke u.a. zwischen Schmiedsgasse und Elsässer Gasse sowie zwischen Föhrenberggasse Langer Gasse wie man aus den Grundstücksgrenzen Hofstättenbreiten und der Bausubstanz (die alte Stadtmauer die Rückwand mancher Häuser) erschließen kann. Im zu den meisten Stadtanlagen des 13. Jh. (bspw. in Rothenburg) gibt es in Dinkelsbühl keinen rechteckigen Marktplatz sondern Marktstraßen mit z.T. trichterförmigen wie am Weinmarkt der nach Norden hin 36 m Breite anwächst. Die Straßen waren in Abschnitten dem Handel mit unterschiedlichen Produkten vorbehalten. dem Weinmarkt war im Bereich der inneren die heutige Segringer Straße in Hafenmarkt Brotmarkt Schmalzmarkt unterteilt der heutige Altrathausplatz war der und die gesamte innere Nördlinger Straße der Funktional erwies sich der Aufbau der inneren bei der seit dem 14. Jh. erfolgten als so leistungsfähig dass keine Verschiebung des und wirtschaftlichen Zentrums vorgenommen wurde. Mit dem 1499 abgeschlossenen Bau der Georgskirche entstand das Zeichen kultureller Blüte der Stadt. Das bauliche der Altstadt hat sich seither nicht grundlegend

In der wirtschaftlichen Blütezeit der Stadt dem 14. und 15. Jh. wurden jenseits alten Stadttore Vorstädte angelegt wahrscheinlich in der Wörnitzvorstadt Rothenburger Segringer und Nördlinger Vorstadt. Um 1435 erhielt die Altstadt von Dinkelsbühl mit Fertigstellung der Stadtmauer ihre heutige Form wobei Wörnitzvorstadt nicht ummauert wurde da ihr die Wasserflächen einen natürlichen Schutz gaben. In der und Nördlinger Vorstadt wurde jeweils zur Hauptachse parallele Gasse im Norden die Bauhofgasse und Süden die Lange Gasse zur Erschließung der gezogen. Eng und praktisch ohne Freiflächen ist Bebauung in der Wörnitzvorstadt die aufgrund der hauptsächlich von Färbern und Gerbern besiedelt war in der Rothenburger Vorstadt in der das Gewerbe (Schmiede) ansässig war. Östlich der Schmiedsgassen Rothenburger Viertels befindet sich der Spitalhof der das Altersheim und das Historische Museum beherbergt ein eigener abgeschlossener Komplex. In den locker Hanglagen der Rothenburger Segringer und Nördlinger Vorstadt u.a. die Tuchmacher und Weber die auf angewiesen waren. Außerdem standen hier die Klöster Kapuziner und des Deutschen Ordens; die verbliebenen wurden von Obstwiesen und Pferdeweiden eingenommen.

Im Gegensatz zu den meisten historischen ist die Altstadt Dinkelsbühls räumlich völlig von Stadterweiterungen des 19. und 20. Jh. getrennt. Stadt wird von einer vollständigen Ummauerung umschlossen die sich im Westen und Süden der Blasensandstein ausgehobene Stadtgraben im Norden der Rothenburger und im Osten die Überflutungsaue der Wörnitz Die Silhouette der Stadt von der Wörnitzseite gesehen ist wohl das wesentliche Markenzeichen der

Die Unterteilung der Altstadt in eine Altstadt und einen Erweiterungsbereich zeigt sich im der Stadt insbesondere in den breiteren Häuserfronten sog. Hofstätten die am Marktplatz etwa 15m weiteren Bereich der Kernstadt 12 5m und den Vorstädten 10m oder weniger beträgt.

Das optisch die ganze Stadt beherrschende ist die Georgskirche die als Dominante erster bezeichnet werden kann. Als Dominanten zweiter Ordnung die vier Tortürme angesehen die ihren jeweils Altstadtteil und alle darin befindlichen öffentlichen Bauten Gerade an den Stadttoren die mit Ausnahme Nördlinger Tores nur einspurig befahrbar sind zeigt der Konflikt zwischen Altstadtambiente und motorisiertem Individualverkehr deutlich. Das Erschließungssystem der inneren Altstadt insbesondere Hauptstraßenführung parallel sowie senkrecht zur Wörnitz und Gliederung mittels parallel verlaufender Seitengassen wurde in Erweiterungen beibehalten. Das selbe gilt für die der Erschließungseinheiten die jeweils die gleiche Länge wie vorher die Entfernung der alten Stadttore Zentrum war (ca. 150 m).

Eine Ausnahme bildet lediglich die Nördlinger in der der Abstand zwischen altem und Stadttor 300 m beträgt. Die Nördlinger Straße hebt auch baulich von den übrigen Altstadtstraßen ab die Häuserfonten nicht parallel zur Straße verlaufen in einer gedachten Parallele zur inneren Nördlinger also immer ein Stück versetzt zueinander was Straßenzug sehr individuell und einprägsam macht.

Die Bewohner

Von den 11471 Einwohnern Dinkelsbühls wohnten 1999 noch 2203 im Altstadtgebiet. Sozialstrukturell hatte Altstadt in den letzten Jahrzehnten mit den ineinander greifenden Problemfeldern Überalterung und Abwanderung zu Wohnten 1966 noch 3766 Menschen im Altstadtgebiet waren zehn Jahre später lediglich 2753 - ein Rückgang der insbesondere eine Folge des Wegzugs Menschen in Neubaugebiete war. So lag in 70er Jahren der Anteil an Über-65-Jährigen im bei 22% in den anderen Stadtteilen jedoch 13%. Die Überalterung ergibt sich durch aging-in-place selektiver Abwanderung junger Familien die ihre gestiegenen und Freiraumansprüche in der Altstadt nicht mehr können und zudem mobiler sind als ältere Die Stadt wirkte der Problematik insbesondere mit Verbesserung der Erreichbarkeit der Grünflächen vor der durch den Bau neuer Altstadtzugänge entgegen. Einen (der Spielplatz am Muckenbrünnlein gehört zu einer Einrichtung und ist nicht öffentlich zugänglich) als familienbezogene Infrastruktur gibt es jedoch im Altstadtgebiet der altstadtnächste öffentliche Spielplatz ist durch das relativ schnell zugänglich reicht jedoch sicherlich nicht das gesamte Altstadtgebiet aus.

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

  • Münster St. Georg
  • Heilig Geist Spital
  • Deutschordensschloss
  • Karmeliterkloster
  • Historisches Museum im Spitalhof ( Weblink )
  • Museum 3. Dimenison ( Weblink )

Türme und Stadttore der Stadtmauer

Die Bauwerke sind von Norden im Uhrzeigersinn

  • Rothenburger Tor
  • Wörnitz Tor
  • Kleine Bastei
  • Dreigangsturm
  • Henkersturm
  • Bauerlinsturm
  • Nördlinger Tor
  • Salwartenturm
  • Krugsturm
  • Hertlesturm
  • Hagelturm
  • Weißer Turm
  • Haymarsturm
  • Berlinsturm
  • Wächtersturm
  • Seringer Tor
  • Dreikönigsturm
  • Grüner Turm
  • Faulturm

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