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Disput


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Der Disput (lat. disputatio lat. disputare : disputieren; allen Seiten erwägen) bezeichnet

Inhaltsverzeichnis

Ein wissenschaftliches Streitgespräch

Im engeren Sinne bildet ein Disput ein Wahrheitsbeweis für eine erörterte Frage dem jede von zwei Seiten ihre Auffassung und die Meinung des Gegners zu wiederlegen

Elemente eines Disputs

Jeder Disput umfaßt folgende Elemente:
  1. Die These d.h. das was als wahr im bewiesen werden soll.
  2. Die Argumente d.h. die Gedanken deren Wahrheit der Praxis geprüft und bewiesen ist und deshalb von den beiden disputierenden Seiten als anerkannt werden müssen.
  3. Die Argumentation d.h. eine Verknüpfung der Argumente der These die logisch zwingt die Wahrheit These anzuerkennen.
  4. Das Vermögen in der These in den und in der Verknüpfung der Argumente mit These Fehler der Gegenseite aufzudecken.

Zum Disput in der Antike

Schon im Altertum untersuchte man die zur Führung eines Disputs. Dem griechischen Sophisten Protagoras von Abdera wird das Werk Kunst des Disputs" zugeschrieben.

Die Schüler des chinesischen Philosophen Mo-Ti sieben Methoden der Disputführung dazu gehören z.B.

  • Analogie bzw. Gegenüberstellung der Dinge

  • der Vergleich der Urteile in ihren

  • Nutzung der Widersprüche in den Argumenten Gegners

  • das Nachahmen des Gegners.

Die Logiker im 4. und 5. werteten folgende Merkmale der Disputgegner sehr hoch:

  • das Vermögen Fehler in den Schlußfolgerungen Gegners zu finden;

  • die Fähigkeit schnell das zu erfassen von dem Opponenten gesagt wurde schnell in Gedanken einzudringen und Antwort daruf zu finden des Disputs keine Entmutigung zu zeigen;

  • Geistesgegenwart zu bewahren keine Müdigkeit aufkommen lassen sich nicht zu erregen nicht zu nicht zu Grobheiten und Sticheleien zu greifen.

Zum Charakter des wissenschaftlichen Disputs

Wissenschaftliche Dispute haben eine große Bedeutung die Wahrheitsfindung. Nicht umsonst heißt es daß Wahrheit im Disput geboren wird im Meinungsstreit.

Aber wie man disputieren soll womit Disput beginnen und womit er enden soll alle diese Fälle einen Rat oder eine anzugeben ist unmöglich.

Wie L.P. Gokieli richtig bemerkt existiert ausgearbeitetes Verfahren der Disputführung. Er schreibt daß Disput geistige Aktivität erfordert ein schöpferisches Anspannen Kräfte und daß es kein Mittel gibt automatisch Selbständigkeit lehrt da ein derartiges Mittel erster Linie die Selbständigkeit ausschließen würde.

Bereits Sokrates verwendete eine ganze Reihe von Disputverfahren. Interessantes zu diesem Thema kann man in Schrift "Ja und Nein" von Abaelard finden.

Nicht wenige Hinweise zur Technik des sind in den "Dialogen" von Galileii bei George Berkeley David Hume u.a. Autoren zu finden. Lorenzen erarbeitete "Logik des Disputs" die ihrem Charakter nach die Tableaus des niederländischen Logikers Everett W. erinnert.

Eine verallgemeinernde und systematische Arbeit über Disputverfahren ist bisher jedoch noch nicht geschrieben Es gibt auch keine allgemeingültige Klassifikationen des

Als Beispiel sei hier nur die von Sergej I. Powarnin angeführt die er seinem Buch "Kunst des Disputs" (St.Petersburg 1923) Er unterscheidet zwei Grundarten des Disputs:

 1. Beim "Disput um die Wahrheit Gedankens" soll die Wahrheit oder Falschheit der These festgestellt werden.  

 2. Beim "Disput um den Beweis" festgestellt werden daß entweder die These des von diesem nicht bewiesen wird oder daß eigene These vom Gegner nicht wiederlegt wird. 

Außer diesen beiden Arten nennt Powarin Reihe anderer Disputarten z.B. den konzentrierten und den einfachen und den komplizierten den schriftlichen den mündlichen Disput.

Zum emotionalen Charakter der Entwicklung eines

Wie die Erfahrung lehrt ist der von Wörtern in verschiedener Bedeutung die Ursache Dispute. Besonders wichtig ist darauf zu achten der Disput nicht zum Selbstzweck wird indem die Aufmerksamkeit nicht darauf konzentriert die Wahrheit finden sondern nur darauf sich als Überlegener und um jeden Preis der Darstellung eine des Rechthabens einzunehmen.

Zum Abgleiten des Disputs in sophistische

Bei Schaubudendisputen handelt es sich in Regel um Dispute auf persönlicher Ebene(argumentum as Hier wird alles anstatt auf die Wahrheitsbegründung These auf eine negative Charakteristik des Opponenten oder es werden sophistische Kniffe ( Sophistik Sophismus ) und andere psychologische Verfahren verwendet indem z.B. den Gegner reizt oder die Aufmerksamkeit Hauptgedanken ablenkt es werdem falsche Argumente beleidigende Beschimpfungen u.a. unwürdige Verfahren angewendet.

Derartige Methoden erreichen aber in den Fällen ihr Ziel. Wenn ein Disput auf persönliche Ebene übergeht muß man es verstehen Versuch von der Erörterung der These auf Anwürfe auszuweichen zurückzuweisen; man muß die sophistischen psychologischen Techniken bloßstellen damit diese Verwerfung des auf den Anwender wieder zurückfällt.

Zur Kenntnis der sophistischen Kniffe im

Hieraus ergibt sich die Forderung nach Kenntnis der typischen sophistischen Kniffe wie z.B. Unterschieben einer These quaternio terminorum sophisma illiciti processi Sophismus kollektiven Mittelbegriffs u.a.

In den heutigen Verwerfungen haben sich der Vorzeit die Inhalte verändert die Formen sophistischen Methoden sind aber konstant geblieben.

siehe auch Eristik



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