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Dorf


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Dieser Artikel behandelt die Siedlungsform Dorf. Für Schweizer Gemeinde namens Dorf siehe bitte Dorf

Der Begriff Dorf ( n. ) bezeichnet eine Landgemeinde die ursprünglich durch landwirtschaftlich geprägte Siedlungs- Wirtschafts- und Sozialstruktur gekennzeichnet ist.

Im Gegensatz zur Einzel siedlung oder Honschaft ist das Dorf eine Gruppensiedlung.

Inhaltsverzeichnis

Historisch gewachsene Dorfformen

Reihendorf

In einem Abstand von ca. 100 reihen sich die Höfe aneinander. Der dem Gehöft zugehörige Acker liegt direkt am Hof. zählen auch Hagenhufen- Waldhufen- und Marschhufendörfer.

Straßendorf

ähnelt dem Reihendorf. Das Ackerland liegt in der ganzen Gemarkung verstreut was den Flurzwang zur Folge Häufig gegründet im 11. - 13. Jahrhundert Ost- und Ostmitteldeutschland.

Angerdorf Lichterfeld in Brandenburg

Angerdorf

Die Höfe gruppieren sich um einen ovalen Dorfplatz den Anger . Häufig in Ost- und Ostmitteldeutschland Ackerland die Gemarkung verteilt.

Rundling Rundplatzdorf Rundweiler

Im Mittelalter im Wendland Mecklenburg Brandenburg in Sachsen-Anhalt östlich der Saale und Elbe und Obersachsen angelegte Siedlungsform bei der sich wenige um einen freien Dorfplatz ( Anger Plan ) gruppieren. Ein typisches Beispiel ist Bugk slaw. "bug" oder "buk" dt. "Eiche" ) im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg . Aus einem Wegestern entstanden auf einer wahrnehmbaren Anhöhe in feuchtem sumpfigen Gelände gelegen der Ort im Ortskern ein slawisches Rundplatzdorf

Haufendorf

Haufendörfer sind bereits im 8. Jahrhundert nachweisbar. Sie haben einen unregelmäßigem Grundriss einen zentralen Teich oder Platz. Gliederbar in Ackerflur und Allmende .

Soziale Strukturen

In der dörflichen sozialen Hierarchie standen wohlhabendsten Bauern an der Spitze. Der Besitz Pferden stellte den höchsten Reichtum dar so man die Gespannbesitzer von den Kuhbauern unterschied. gab es die Häusler die sich als Tagelöhner oder Handwerker bei den Bauern verdingten.

Eine Dorfgemeinschaft zeichnet sich aus durch Beziehungen (Nachbarschaftsbeziehungen soziale Kontrolle) feste Strukturen und ( Sitten Brauchtum Feste Vereinswesen etc.) bis hin zur ländlichen Bekleidung Nahrung usw. Die dörfliche Gemeinschaft erfuhr die letzten Jahrhunderte einen Wandel.

Mit Impulsen durch die Romantik im 19. Jahrhundert wurde das Brauchtum Gestalt des Folklorismus wiederbelebt. Kommerzielle Nutzungen von für den Fremdenverkehr sind reine Masken die bis auf nicht mit wirklichem Brauchtum in Verbindung zu sind.

Heute ist die Zahl der Landwirte auf dem Dorf stark zurückgegangen.

Ein "Dorf" ohne Landwirte und der damit verbundenen Kultur ist Dorf mehr.

Siehe auch: Dorferneuerung Weiler Ortschaft Gemeinde Markt Stadt Strukturwandel Pendler



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