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Dosimeter


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Unter Dosimeter versteht man Messgeräte welche für den Strahlenschutz die einfallende radioaktive Strahlung bzw. die summierte Dosis messen. Sie besteht aus ( Röntgen - und Gammastrahlung sowie schweren Alpha-Teilchen ).

Inhaltsverzeichnis

Einheiten und Grenzwerte

Die SI-Einheit ihrer biologischen Wirkung ist das Sievert die höchstzulässige Jahresdosis ist 1.5 mSv natürliche Strahlenbelastung je nach Wohnort von 0 etwa 5 mSv). Für beruflich strahlenexponierte Personen es je nach Situation und Alter Grenzwerte von 5 bis 25 mSv pro Physikalisch ist jedoch die beim Atomzerfall (siehe vom Körper absorbierte Strahlungs energie in Gray ( Joule /kg]] definiert.

Man unterscheidet direkt ablesbare Dosimeter (für Orte und Personen) und solche die man auswerten muss um die Strahlenbelastung einer Person zu erhalten.

Direkt ablesbare Dosimeter

verwendet man im Strahlenschutz da ein sofortiges Handeln bei Erreichen bestimmten Dosis notwendig ist. Sie werden taktische Dosimeter genannt und können auch als Alarmdosimeter ausgeführt werden um bei bestimmten voreinstellbaren einen Warnton abzugeben.

Für die Überwachung von Röntgen - und Strahleneinrichtungen die periodisch erfolgt werden andere Dosimeter verwendet.

Die am Markt angebotenen eichfähigen Orts- Personendosimeter sind in Genauigkeit Anwendungs- und Messbereich verschieden. Im folgenden einige Angaben über

typische Messbereiche

Dosis- Leistung und Dosis : der Messbereich einzelner Dosimeter kann zwischen und 1:10 Millionen liegen.

Einige Beispiele aus etwa 100 Gamma- Gamma/Röntgen-Instrumenten:

  • Fa.Automess: extreme Type 0.2µ-99mSv/h Dosis 0.1µSv-100mSv
    • Durchschnitt: etwa 0.2µSv/h - 10mSv/h Photonen- Energie 50keV - 2MeV
    • anderes Extrem: nur 0.5mSv - 5mSv breiteres Spektrum 18keV - 3MeV.
  • Fa.Berthold: 0.1 mSv/h - 10/100 Sv/h - 2MeV
  • Fa.Graetz et al: Messbereiche 1:20.000 bis Mill 50keV-2MeV
  • Fa.Robotron-Step: Ø 3µSv -3Sv/h Dosis 0.2-300 40keV-2MeV.

Summierende Personendosimeter

Dosimeter die nicht gleich ablesbar sind hauptsächlich zur Überwachung von strahlenexponierten Personen verwendet bei Radiologen oder Mitarbeitern von Kernforschungszentren. Diese Personendosimeter werden monatlich ausgewertet u.a. von Eichämtern . Es werden verschiedene Typen verwendet:

  • Füllhalterdosimeter : In einem schlanken zylindrischen Gehäuse (daher der Name) befindet sich Metalldraht der vor Beginn der Messung elektrostatisch wird. Ins Dosimeter eindringende ionisierende Strahlung entlädt den Draht der bei der kurzgeschlossen wird und einen angehängten Quarzfaden zum Aufleuchten bringt. Je schwächer (!) Faden leuchtet desto mehr Dosis hat das aufgenommen.
  • Filmdosimeter : Ein Film wird durch die Einstrahlung gefärbt. Bei Entwicklung kann man man durch Farbvergleich die Dosis indirekt ablesen.
  • Thermoluminiszenzdosimeter (TLD): Kristalle nehmen die Strahlung auf. Auswertung erhält man durch Erhitzen der Kristalle die dabei die aufgenommene Strahlungsenergie in sichtbaren Lichts abgeben. Je höher die Dosis stärker leuchten die Kristalle.
  • Für Sonderzwecke: biologische UV -Dosimetrie .

Nach der Trageposition unterschieden:

  • Ganzkörperdosimeter: muss auf dem Körperrumpf auf Brust oder dem Bauch (bei Schwangeren auf getragen werden.
  • Extremitätendosimeter (für mögliche Dosis über 20 mSv Jahr): an der maximal bestrahlten Körperstelle
  • TLD-Dosimeter meist seitlich am Körper in Hüfthöhe getragen
  • und Fingerring-Dosimeter.

Wer Dosimeter tragen muss ist in jeweiligen Strahlenschutzgesetzen und - verordnungen geregelt. Die Werte müssen 30 Jahre aufbewahrt werden.

Das Fachgebiet über die Auswertung und Interpretation von Dosimeter-Messungen bezeichnet man als Dosimetrie .

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