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Ehegattensplitting


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Das Ehegattensplitting ist ein Steuernachlass für Ehepaare in

Inhaltsverzeichnis

Gesetzliche Grundlage und Auswirkungen

Gesetzliche Grundlage für das Ehegattensplitting sind 26 und 26b des Einkommensteuergesetzes die es Eheleuten erlauben nach ihrer getrennt oder gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt zu

Wählen die Eheleute diese Zusammenveranlagung so die Einkommen beider Eheleute für die Berechnung Einkommensteuer addiert und die Steuer nach einer Steuertabelle (der Splittingtabelle) berechnet. Dies wirkt sich so aus als ob jeder Ehepartner nur die Hälfte des gemeinsamen Gesamteinkommens müßte. Dabei kann das zweite Einkommen das Ehepartners durchaus auch Null betragen. Durch diese wird die finanzielle Belastung infolge der Steuerprogression abgeschwächt.

Wenn einer allein z. B. 50 Euro zu versteuern hat hätte er einen von ca. 30 Prozent einschließlich Solidaritätszuschlag . Wenn aber beide Ehepartner jeweils 25 Euro versteuern beträgt der Steuersatz nur ca. Prozent.

Einen sehr geringen bis keinen Steuervorteil Ehepaare die beide berufstätig sind und etwa viel verdienen. Bei exakt gleichem Einkommen entfällt Steuervorteil vollständig.

1958 hat der Deutsche Bundestag die aus der Weimarer Republik stammende sog. Haushaltsbesteuerung durch das Ehegattensplitting Er war dazu durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts gezwungen worden das in der Kombination Zusammenveranlagung und Steuerprogression eine gegen Artikel 6 Grundgesetzes (Schutz der Ehe) verstoßende Benachteiligung von gesehen hatte.

Die Parteien CDU / CSU SPD und FDP wollen weiterhin (wenn auch bei CDU FDP im Rahmen einer Einkommensteuerreform leicht modifiziert) daran festhalten. Die Grünen sind für eine Einschränkung des Ehegattensplittings: einen Jahreseinkommen von 45 000 Euro soll so genannte Splittingvorteil gekappt werden.

Siehe auch: Liste politischer Konzepte

Begründungen für die Regelung

  • Die Regelung wird oft mit der begründet die zwischen Eheleuten besteht. Richtig daran daß diese Unterhaltsverpflichtung die steuerliche Leistungsfähigkeit mindert deswegen in irgendeiner Form berücksichtigt werden muß; könnte dies auch in anderer Form geschehen.
  • Die Befürworter führen auch den im 6 I Grundgesetz proklamierten besonderen Schutz von Ehe und Familie an. Richtig daran ist daß Eheleuten ihrer Ehe keine wirtschaftlichen Nachteile erwachsen dürfen. Verpflichtung des Staates die Ehe als solche zu fördern wird jedoch von einer wachsenden von Fachleuten angezweifelt.

Kritik an der Regelung

Das Ehegattensplitting ist seit vielen Jahren

  • Das Splitting fördert nur die Ehe keineswegs die Familie mit Kindern. In der Gesetzgebung der Jahre ist bereits die Tendenz erkennbar zugunsten steuerlichen Förderung der Kindererziehung die Vorteile des zu begrenzen.
  • Der Vorteil aus dem Splitting ist größer je weiter die beiden Einkommen auseinander Am größten wenn einer der Partner (meist Frau) überhaupt kein Einkommen bezieht. Für den besteht aufgrund der Besteuerung keinerlei Anreiz zur eher im Gegenteil. Daher rührt der politische mit dem Ehegattensplitting propagiere der Staat indirekt "Hausfrauenehe".
  • Der Vorteil des Splittings ist bei hoher Einkommen größer als bei Beziehern von und Durchschnittseinkommen.

Ein Rechenbeispiel des Instituts der Deutschen Wirtschaft dem Jahr 2001:

Der maximal mögliche Splittingvorteil betrug 2001 Solidaritätszuschlag 10 403 26 Euro pro Jahr. Steuerersparnis kann jedoch nur von den verheirateten realisiert werden bei denen der eine Ehepartner zu versteuerndes Einkommen von mehr als 109 75 Euro erzielt und der andere Partner kein Einkommen hat.

Zitat
"... Ein Richter des Bundesfinanzhofs machte daraufhin aufmerksam dass das Ehegattensplitting wieder zum Wahlkampfthema gemacht wird und die politischen Parteien für eine Reform plädieren und nach den dann doch nichts umsetzen. Immerhin gehören auch Politiker zu den Spitzenverdienern und zählen zu Kreis die am meisten von dem Ehegattensplitting ..." Quelle: ( ARD "Ratgeber Recht" ).

Siehe auch

Weblink



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