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Eichelwürmer


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Kiemenlochtiere
Systematik
Unterreich : Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe : Neumünder (Deuterostomia)
Stamm : Kiemenlochtiere (Hemichordata)
Klasse : Eichelwürmer (Enteropneusta)
Familien
  • Ptychoderidae
  • Harrimaniidae
  • Spengelidae
  • Saxipendiidae

Die Eichelwürmer (Enteropneusta) bilden gemeinsam mit den Flügelkiemern die Kiemenlochtiere (Hemichordata) innerhalb der Neumünder (Deuterostomia). Beide Gruppen zeichnen sich durch funktionelle Dreigliedrigkeit aus die sich auch auf Körperhohlraum das Coelom ausdehnt. Ein weiteres gemeinsames Merkmal der ansonsten sehr unterschiedlichen Gruppen ist die Ausbildung Skelettstabs der häufig als Vorstufe der Chorda bei den Chordaten angesehen wird. Ob sich dabei wirklich um eine homologe Stuktur ist allerdings zweifelhaft.

Bislang sind etwa 70 Arten der bekannt die eine Körperlänge von wenigen Zentimetern hin zu Arten mit über 2 Metern können. Die längste Art ist der an brasilianischen Küste vorkommende Eichelwurm Balanoglossus gigas mit einer Körperlänge bis zu 2 Metern. Eichelwürmer kommen weltweit an den Küsten in den Meeren vor. So ist de 3 cm lange Saccoglossus pygmaeus auch vor der Küste von Helgoland zu finden

Inhaltsverzeichnis

Bau der Eichelwürmer


Die Eichelwürmer selbst zeichnen sich durch wurmförmigen Körper aus. Dieser besteht aus einem Hinterleib oder Rumpf (Metasoma) einer Kragenregion (Mesosoma) einem eichelförmigen Vorderteil (Prosoma) das als muskulöser im Boden dient und ihnen zu ihrem Namen verholfen hat. Hinter dem Kragen befinden Kiemenporen ein äußeres Zeichen für den bei entwickelten Kiemendarm.

Die Mundöffnung der Eichelwürmer liegt im Bereich des meist orangefarbenen Kragens und wird der Eichel überragt. Diese besteht neben der Muskulatur und dem vorderen Coelomraum (Protocoel) auch einem herzähnlichen Blutraum. Stabilisiert wird die Eichel einen Skelettstab der entsprechend als Eichelskelett bezeichnet Der Kragen enthält den mittleren Coelomraum (Mesocoel) im Rumpf neben dem letzten Abschnitt des (Metacoel) vor allem der Darm und die liegen. Der Darm endet am Hinterende des Wurmes wobei der After als Atmungsorgan ausgebildet ist (Enteropneusta =

Lebensweise der Eichelwürmer

Fast alle Arten der Eichelwürmer graben in den Meeresboden und bewegen sich in durch wellenförmige Muskelkontraktionen vorwärts. Unterstützt wird diese durch die Hautoberfläche die mit zahlreichen Cilien ist. Die Gänge sind U-förmig angelegt und am Hinterende des Tieres einen Ausgang für Exkremente die besonders im Watt neben den Kothaufen des Wattwurmes Arenicola marina sehr typische Strukturen darstellen. Am Vorderende ein Nahrungstrichter gebildet die Tiere ernähren sich organischen Partikeln die im Schlamm enthalten sind. werden die Wohnbauten ständig umgebaut um neue zu nutzen.

Fortpflanzung und Entwicklung

Eichelwürmer sind getrenntgeschlechtlich wobei die Männchen Weibchen bereits äußerlich an der Farbe der erkennbar sind. Diese liegen bei vielen Arten speziell ausgebildeten Genitalflügeln am Rumpf der Tiere. Befruchtung geschieht außerhalb des Körpers. Dazu geben Weibchen der im Gezeitenbereich lebenden Tiere kurz nach dem Ebbetiefstand einen Schleimstrom ab der die Eier etwa 20 Minuten später geben die Männchen Spermien auf die gleiche Weise hinzu.

Aus den Eiern schlüpfen typische Larven die als Tornarien bezeichnet werden. Diese tonnen- bis eiförmig und müssen bis zum Tier eine umfangreiche Metamorphose durchlaufen die der der Stachelhäuter ähnelt.

Systematik der Eichelwürmer

Innerhalb der Eichelwürmer werden aktuell 4 unterschieden wobei vor allem die Struktur und Bau der Eichel sowie einige weitere Charakteristika Rolle spielen.



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