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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Januar 2020 

Einheitswissenschaft


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Inhaltsverzeichnis

Zur Definition

Die Einheitswissenschaft bezeichnete ein Programm und Ziel der des Wiener Kreises als eine Vereinigung von Empirismus und Logik (siehe logischer Empirismus ). Diese Einheitswissenschaft sollte ein Gesamtsystem der einer physikalischen Einheitssprache formulierten einzelwissenschaftlichen Aussagen Hypothesen Theorien u.a. Auch eine Zeitschrift des 'Wiener Kreises' trug repäsentativen Namen.

Zum Konzept der Einheitswissenschaft des 'Wiener Kreises'

Während die Einheit der Wissenschaft als bereits bestehend behauptet wurde - beruhte nach Moritz Schlick auf der Einheit von Wirklichkeit und Einheit der Erkenntnis - forderte der 'Wiener die Einheitswissenschaft als ein universales theoretisches System von in dem die Trennlinien und Unterschiede zwischen Einzelwissenschaften aufgehoben sind und in dem nur eine Sprache die physikalische Einheitssprache verwendet wird.

Diese Konzeption geht von der Voraussetzung daß nur quantitative aber keine qualitativen Unterschiede den Erkenntnisobjekten der Einzelwissenschaften existieren( Rudolf Carnap betrachtete Qualitäten als etwas rein Subjektives) daß sich alle Aussagen über qualitative Bestimmungen Aussagen über quantitative (physikalische) Bestimmungen umformen lassen(siehe Physikalismus ).

Die Konzeption in ihrer Realisierung auf sprachlichen Ebene


Mit dieser Konzeption von der physikalischen versuchte der Neopositivismus dem realen Bedürfnis nach Verwirklichung der Einheit der Wissenschaft entgegenzukommen und Bedürfnis zugleich in subjektiv-idealistische Bahnen zu lenken.

Die Vertreter des 'Wiener Kreises' verschoben das Problem der Einheit der Wissenschaft dagegen die rein sprachliche Ebene und "reinigte" es von seinen weltanschaulichen und gesellschaftlichen Bezügen. Die Wendung zum subjektiven Idealismus ergab sich u.a. der Interpretation der Wirklichkeit als "Erlebnisgegebenes" und der nominalistischen Auffassung vom Wesen des Begriffs.

Zu einigen Problemen der Konzeption

Das Programm des 'Wiener Kreises' erwies bereits bei dem Versuch die Psychologie in Einheitswissenschaft zu integrieren d.h. Aussagen über psychische in Aussagen über physikalische Sachverhalte zu übersetzen undurchführbar. Gegen die angenommene Universalität der Einheitssprache auch Alfred Tarski Einwände geltend. Nach Tarski können Begriffe "wahr" "bezeichnen" u.a. nicht der Sprache angehören bezug auf die sie definiert wird.

Wird diese Tatsache nicht beachtet so Antinomien die nur durch eine Unterscheidung zwischen - und Metasprache beseitigt werden können.

Von der Einheitswissenschaft zur "Vereinheitlichung" der

Weiterhin wurde nachgewiesen daß die Einheitssprache logische Widersprüche enthalten muß oder nicht universal im Umfang sein kann. In der wurde das Programm der Einheitswissenschaft durch ein der "Vereinheitlichung" der Wissenschaft abgelöst. Diese Vereinheitlichung sich nach Herbert Feigl weiniger auf der Grundlage einer Einheitssprache vielmehr auf dem Wege der Bildung allgemeiner

Zum Scheitern der Konzeption der "Einheitswissenschaft"

Dieses Programm einer Einheitswissenschaft war allein aus dem Grunde nicht durchführbar weil sich Prozesse und die Gesetzmäßigkeiten (als naturnotwendig Bedingtes) höheren Bewegunsgformen der Materie nicht vollständig auf niedriger Bewegungsformen reduzieren lassen.

In der praktischen Ausführung hat sich Versuch das Problem der Einheit der Wissenschaft ein rein "wissenschaftsinternes" Problem zu verwandeln als erwiesen und konnte somit keine erfolgreiche Realisierung den Prozess der Verwirklinchung der Einheit der erwarten lassen.

siehe auch logischer Empirismus Einheitssprache Reduktionismus atomare Tatsache logischer Atomismus



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