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Emanation


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Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Emanation ( lat. emanatio: Ausfluss Ausströmung) auch Emanationslehre Emanationstheorie philosophisch das Hervorgehen aus Niederem Unvollkommeren aus Höheren Vollkommeren.

Dabei bleibt das Prinzip aus dem alles heraus heraus entwickelt unveränderlich und einheitlich. sind umgekehrte Entwicklungslehren(jedoch unter Außerachtlassung des Moments Veränderung); die Mannigfaltigkeit der objektiven Realität d.h. in dieser das Niedere Unvollkommenere geht aus dem Höheren

Emanation in antiken Naturphilosophien

Emanationslehren findet man bereits in der indischen Naturphilosophie. In der griechischen Philosophie emaniert bei den Pythagoräern alles aus den Zahlen bei Platon aus den Ideen bei vielen Stoikern aus der Seele .

Entscheidend für die Folgezeit wurde die des Neuplatonismus . Bei Plotin gebiert das "Ur-Eine" (Gott) aus sich seiner Überfülle alles Existierende durch Emanation.

Diese Emanation stellen Stufen einer abnehmenden dar:

  • die erste Emanation des "Ur-Einen" ist Weltvernunft die die intelligible Welt der Ideen in sich einschließt;

  • den zweiten Platz im Emanationsprozeß nimmt Weltseele ein aus der die Einzelseelen hervorgehen;

  • durch die dritte Emanation wird die Welt der Erscheinungen geschaffen.

Da gemäß dem Neuplatonismus auch die Emanation wieder in Gott zurückkehrt ist dieses modifikationsfähig. Die Welt wird zu einer Selbstoffenbarung

Zur Emanationslehre im Mittelalter

Daher wird die Emanationslehre später mit Mystik versetzt und von vielen Häresien des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit die herrschende Feudalkirche genutzt( Meister Eckhart arabischer Sufismus Jacob Böhme u.a.). Die relative Identifizierung Gott und Welt mittels der Emanationslehre bot Auffassungen des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit

Für Nikolaus von Kues ist Gott ebenso in der Welt diese in Gott enthalten ist. Progressive Emanationslehren u.a. von Paracelsus intalienischen Naturphilosophen wie Gerolamo Cardano Franceso Patrizzi Pietro Pomponazzi Bernardino Telesio Servet und Giardano Bruno geäußert.

Selbst bei Kepler und Francis Mercurius van Helmont finden Emanationsgedanken. Auf die Benutzung der Emanationstheorie in Naturwissenschaft und -philosophie des 14. bis 17. Jahrhunderts lassen sich u.a. der Hylozoismus und die Auffassung von der Einheit Makrokosmos-Mikrokosmos zurückführen.

Selbst die Leibnizschen Monaden die in idealistischer Form das Prinzip Selbstentwicklung der Materie zum Ausdruck bringen sind G.W. Leibniz Emanation(Ausblitzungen) Gottes.

Während die Emanationstheorien bis zum 17. Jahrhundert in einigen Formen progressive Wirkungen bezüglich Naturwissenschaft zeigen gilt dies nicht mehr für emanatischen Lehren des späten F.W.J. Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling Gustav Theodor Fechner Eduard von Hartmann und einige andere.

Eine Beziehung zum radioaktiven Radon

In der Naturwissenschaft ist die Emanation ältere Bezeichnung für das radioaktive Edelgas Radon (Rn Ordnungszahl 86). Es wurde 1898 von P. und Marie Curie entdeckt und zunächst Emanation(Em) genannt.

Radon ist ein Glied der Uran - Radium - Zerfallsreihe es gelangt mit dem Quellwasser aus Erdschichten wo es durch Radiumzerfall gebildet wird an die Oberfläche(für radioaktive genutzt). Der Gehalt dieser Quellen an Radon in Eman oder Mache-Einheiten angegeben.



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