Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Emotionstheorien


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Man kann Emotionstheorien grob in zwei Klassen einteilen. Zum gibt es die dimensionale Klassifikationen von Emotion die Emotionen als Ausprägung auf bestimmten ansieht. Zum anderen gibt es die kategoriale Klassifikation von Emotion die Emotion als aus bestimmten Basisemotionen ansieht.

Dimensionale Klassifikation von Emotionen

Hier nimmt man an dass die das Resultat einer mehr oder minder starken auf mehreren bestimmen Dimensionen ist. Es besteht Uneinigkeit darüber welche Dimensionen dies sind. Wundt nahm etwa die folgenden drei Dimensionen

  • Spannung - Lösung
  • Lust - Unlust
  • Erregung - Beruhigung

Kategoriale Klassifikation von Emotionen

Verfechter dieser Theorie gehen davon aus dass sich die aus bestehenden Basisemotionen zusammensetzen. Dies sind Emotionen die nicht auf andere Emotionen zurückgeführt werden können bzw. aus denen sich alle anderen - komplexeren Emotionen zusammensetzen.

Lothar Schmidt-Atzert führte dazu eine Untersuchung bei der die Versuchsperson dazu aufgefordert wurde einer Liste die Ähnlichkeit von Begriffen einzuschätzen. wurden die Begriffe mit der größten Ähnlichkeit Gruppen formiert und als Basisemotionen deklariert.

Plutchik extrahierte schließlich acht Basisemotionen die jeweils in ihrer Intensität verschieden stark ausgeprägt sein und ringförmig angeordnet wurden so dass das Bild einer halbierten Orange gleicht. In dem wurden die Emotionen so angeordnet dass ähnliche dabei möglichst nah beieinander lagen und unähnliche weit voneinander entfernt waren. Emotionen die sich zwei in diesem Ring direkt benachbarten Emotionen bezeichnete Plutchik als primäre Dyaden (auch Primäremotionen genannt) solche die aus einer Zusammensetzung Emotionen entstand bei denen eine Emotion dazwischen als sekundäre Dyaden und solche bei denen zwei Emotionen lagen als tertriäre Dyaden - die beiden letzteren Typen wurden Sekundäremotionen genannt. Hierbei waren die tertiären Dyaden komplexere Emotionen als die sekundären Dyaden welche wiederum komplexer als primäre Dyaden waren welche wiederum komplexer als die Basisemotionen waren. Emotionen die sich aus Emotionen gegenüberliegenden Bereichen zusammensetzten waren schließlich so verschieden sich ihre Wirkung wieder aufhob.

Diese acht (bzw. sieben) Basisemotionen sind

  • Furcht
  • Ärger
  • Freude
  • Traurigkeit
  • Akzeptieren/Vertrauen
  • Ekel
  • Überraschung

Sie haben sich (nach Plutchik) aus evolutionären Kontexten entwickelt. Insbesondere war mit jeder auch ein Handlungsimpuls verkettet - bei Furcht eine Fluchttendenz.

Die Theorie der Basisemotionen stieß häufig auf Kritik da von unterschiedlichen Forschern nicht immer gleichen Basisemotionen - insbesondere noch nicht einmal gleiche Anzahl von Basisemotionen - gefunden werden konnte. nahm man an dass eine solche empirischen in den Ergebnissen nicht auf ein fundamentales wie das der Basisemotionen zurückgeführt werden kann. Stimmen regten sich dagegen und meinten dass Benennung der Basisemotionen vielleicht durchaus verschieden sein das was die einzelnen Forscher aber konkret verstanden wohl dasselbe sein konnte. Nichtsdestotrotz ändert nichts an der Tatsache dass diese Basisemotionen bestehen können - wenngleich stichhaltige empirische Belege dafür bisher fehlen.

Zwei-Komponenten-Theorie

S. Schachter und J. E. Singer 1962 die Zwei-Komponenten-Theorie der Emotion wie Ärger oder Freude:

Einen generellen Zustand der physiologischen Erregung die kognitive Bewertung der Situation in der Gefühle auftreten (siehe Kognition ).

Allgemein kann man emotionales Verhalten in Kette von Einzel-Komponenten aufspalten: Die soziale Situation ? die physiologische Reaktion ? die kognitive Bewertung die aufgrund individuellen Lerngeschichte und überdauernder Persönlichkeitsstrukturen erfolgt ? beobachtbare Verhalten ? die nachfolgenden Ereignisse.

Beispiel:

Auslösende Situation : Der Chef brüllt mich an / bekomme Lob

physiologische Reaktion: Rot werden Herzklopfen Schweißausbruch Zittern Adrenalin-Ausstoß?

Gedanken und Kognitionen :

  • ?Der Chef ist ein Idiot der mich mal? ? Ärger und Wut
  • ?Jetzt wird es gefährlich gleich verhaut mich? ? Angst

oder ?Das finde ich toll ich gute Leistung erbracht? ? Freude ?Das Lob ich nicht verdient? ? Scham

Sichtbares Verhalten:

  • Faustschütteln auf den Chef losgehen auch losbrüllen ? Angriff Aggression
  • Den Raum verlassen weggehen - Flucht Vermeidung

oder Lächeln sich bedanken - Freude

Nachfolgenden Bedingungen :

  • Der Chef gibt mir eine Abmahnung negative Konsequenz (C-)
  • Der Chef akzeptiert meine Erklärung ? Konsequenz (C+)
  • Durch mein Weggehen lässt die Angst ? Wegnahme eines negativen Reizes (C- durchgestrichen).

Siehe auch: Lerntheorie

Die oben genannte Kette muss nicht der auslösenden Situation beginnen. Auch Kognitionen und können Emotionen auslösen. So kann die Vorstellung innere Bild eines Unfalls das Gefühl von hervorrufen oder die Erinnerung an ein Geschenk bewirken. Auch auf den ersten Blick unklare Erregungszustände können durch Kognitionen eine emotionale Bewertung

Siehe auch: Psychologie Verhaltenstherapie Liste der Theorien Emotionsarbeit



Bücher zum Thema Emotionstheorien

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Emotionstheorien.html">Emotionstheorien </a>