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Ephesos


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Historische Karte von Ephesos
aus Meyers Konversationslexikon 1888

Ephesos (lat. Ephesus ) (türk. Efes ) war eine der bedeutendsten und ältesten Kleinasiens (heute Türkei ) im Altertum. Sowohl Name als auch Besiedlung stammen aus vorgriechischer Zeit. Ephesos liegt 50 km südlich von İzmir unweit der türkischen Westküste ( Ägäis ). Im Altertum lag es an der Küste die sich seitdem verschoben

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. die aus hethitischen Texten mit dem späteren Ephesos wahrscheinlich identifizierende Siedlung Apasa ein wichtiges Zentrum im der hethitischen und mykenischen Kulturen. Etwa im 10. vorchristlichen Jahrhundert begann die Besiedlung durch ionische Griechen.

Bis zur Eroberung durch den lydischen König Krösus im Jahr 560 v. Chr. lag nördlich der späteren Metropole . Die Stadt wurde anschließend auf dem beim Tempel der Artemis (Artemision) der als eines der sieben Weltwunder galt neu errichtet und erst 296 Chr. durch König Lysimachos von Thrakien an die heutige Stelle verlegt sowie nach seiner Frau in Arsinoeia umbenannt. Seit Zeit war Ephesos eine große Hafenstadt von 350 ha Fläche die von 189 bis 133 v. Chr. zum Königreich Pergamon gehörte nach 133 v. Chr. zu Rom .

Ephesos war eine der bedeutendsten Städte römischen Reiches und Sitz des Statthalters der Provinz Asia . Sie behielt ihre hervorgehobene Stellung auch der Spätantike bei als Hauptstadt der (weltlichen) Diözese Asiana und Sitz eines Bischofs.

Im Jahr 431 tagte in Ephesos das von Kaiser Theodosius II. einberufene 3. Ökumenische Konzil auch Konzil von Ephesos genannt 449 die so genannte Räubersynode . Noch heute sind gut erhaltene Reste 85 m langen der Muttergottes geweihten Konzilskirche zu sehen. In byzantinischer verlor die Stadt allmählich ihre frühere Bedeutung allem durch die zunehmende Verlandung des Hafens liegt inzwischen mehrere Kilometer vom Meer entfernt). Jahr 1090 - kurz vor dem Ersten Kreuzzug - wurde Ephesos von den Seldschuken erobert in der Nähe entstand in Zeit der Ort Ayasoluk später in Selçuk

Archäologie

Im 19. Jahrhundert begann die archäologische Erforschung von Ephesos der Suche nach dem Überresten des Artemistempels . Dabei wurden auch erste Teile der Stadt bekannt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts vor allem durch das Österreichische Archäologische Institut Ausgrabungen vorgenommen die weite Bereiche der Stadt allem die öffentlichen Bauten aber auch einige Wohnhäuser aufgedeckt haben. Teilweise wiederhergestellt (Anastylose) haben B. Celsusbibliothek Hadrianstempel und Theater Ephesos zu großen touristischen Anziehungspunkt werden lassen. An der konnte erstmals eine Kurvatur bei einem römischen nachgewiesen werden eine leichte Krümmung welche das optisch perfekter erscheinen lassen soll. Derartiges war nur von griechischen Tempeln bekannt.

Wichtige Ausgrabungsfunde befinden sich heute in Wiener Hofburg .

Personen

  • Der Philosoph Heraklit wurde um 535 v. Chr. in geboren.
  • Herostratos Tempel-Brandstifter.
  • Xenophon von Ephesos Verfasser des Romans Ephesiaca (römische Zeit).
  • Johannes der Apostel und/oder der Evangelist wirkten hier. Ihm ist eine große der Zeit Justinians erbaute Kirche auf dem Hügel oberhalb Artemistempels geweiht.
  • Maria Mutter Jesu soll bei Ephesos gestorben sein; nach Überlieferung jedoch in Jerusalem . Das Sterbehaus ist heute ein Wallfahrtsort der vor allem von Muslimen besucht die dort die "Mutter des Propheten" verehren.
  • Hannibal verweilte in Ephesos vorübergehend im Exil

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