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Ergativ


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Der Ergativ ist ein Kasus in Ergativsprachen. Er dient zur Kennzeichnung Handlungsträgers bei transitiven Verben in der Standard- Diathese .

Von der semantischen Funktion her entspricht Ergativ damit zum Teil dem Nominativ in Nominativsprachen - wie z.B. die romanischen und germanischen Sprachen.

Der Unterschied von Ergativsprachen gegenüber Nominativsprachen aber darin dass Ergativsprachen die Funktion des trennen und folgerichtig mit verschiedenen Formen zum bringen.

Vgl. folgende Beispiele:

(1) Herr Müller schreibt einen Brief.
(2) Herr Müller leidet unter Mobbing.
(3) Die Arbeitskollegen quälen Herrn Müller.
(4) Herr Müller wird von den Arbeitskollegen gequält.

In Beispiel (1) ist das "Subjekt" Herr Müller tatsächlich der Agens der Träger der Handlung "Briefschreiben". In (2) ist Herr Müller nicht so sehr Handlungsträger als vielmehr der unter dem Vorgang "Mobbing" leidet also Patiens. Damit nimmt Herr Müller in (2) dieselbe Funktion ein wie (3) und dann in (4). Diese Funktionsidentität Satzglieds Herr Müller bei (2) (3) und (4) wird Ergativsprachen durch die Kasusidentität unterstrichen; es steht beiden Fällen ein unmarkierter Kasus (der verwirrenderweise " Nominativ " genannt wird). Dagegen haben die Arbeitskollegen in Satz (3) und (4) dieselbe inne: die des Handlungsträgers = des Agens. stehen deshalb nach der Logik der Ergativsprachen im selben Fall dem "Ergativ".

Bekannte Ergativsprachen sind z.B. das Baskische und Hindi .



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