Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 16. September 2019 

Ernst von Weizsäcker


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Ernst Freiherr von Weizsäcker (* 25. Mai 1882 in Stuttgart 4. August 1951 in Lindau ) war ein hochrangiger deutscher Diplomat und

Ernst von Weizsäcker wurde als Sohn späteren württembergischen Ministerpräsidenten Karl Hugo Freiherr von und dessen Ehefrau Paula (geb. von Meibom) Stuttgart geboren. Er diente 1900 als Seekadett der Kaiserlichen Marine in Kiel danach besuchte die dortige Marineoffiziersschule. 1912 wurde er zum Marinekabinett in Berlin versetzt. 1917 erhielt er Eiserne Kreuz Zweiter Klasse und Erster Klasse stieg auf bis zum Rang eines Korvettenkapitäns . Bis zum Frühjahr 1920 war er Attaché in Den Haag .

Im Frühjahr 1920 trat er in Dienst des Auswärtigen Amtes der Weimarer Republik und bekleidete als Karrierebeamter in schneller Posten im konsularischen und diplomatischen Dienst. Ab 1928 war er Leiter des Sonderreferats Völkerbund . Von 1931 bis 1933 war er I. Klasse in Oslo von 1933 bis 1936 Gesandter I. in Bern. Am 30. April 1937 wurde er als Ministerialdirektor zum Leiter der Politischen Abteilung ernannt und nahm damit die beamtete im Auswärtigen Amt ein. Am 19. März 1938 erreichte er den Gipfel seiner Laufbahn wurde Staatssekretär des Auswärtigen Amts. Trotz zahlreicher Differenzen seinem Vorgesetzten Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop verblieb er in dieser Funktion bis Sein Nachfolger als Staatssekretär wurde am 31. März 1943 der bisherige Ministerialdirigent Gustav Adolf Steengracht von Moyland . Weizsächer wurde am 24. Juni 1943 auf eigenen Wunsch als deutscher Botschafter Vatikan nach Rom versetzt. Dort diente er bis zum wobei er zeitweise im Vatikan Unterschlupf fand.

Weizsäcker wurde im Juli 1947 verhaftet Nürnberg im so genannten Wilhelmstraßen-Prozess als Kriegverbrecher angeklagt und am 14. April 1949 zu 7 Jahren Haft verurteilt. Achtzehn später wurde er im Zuge einer allgemeinen entlassen. 1950 eröffentlichte er seine im Gefängnis Erinnerungen in denen er seine Rolle während NS-Zeit zu rechtfertigen suchte und nicht ganz Unrecht seine Verdienste als Mann des Widerstands

Am 4. August 1951 erlag Weizsäcker in einem Krankenhaus in am Bodensee den Folgen eines Schlaganfalls.

Ernst von Weizsäcker hatte vier Kinder:

Literatur

  • Ernst von Weizsäcker: Erinnerungen . Hrsg. von Richard von Weizsäcker. List München/Leipzig/Freiburg 1950.

  • Leonidas E. Hill (Hrsg.): Die Weizsäcker-Papiere 1933-1950 . Propyläen–Verlag Berlin/Frankfurt am Main/Wien 1974 (Tagebücher)

  • Christopher R. Browning: The Final Solution and the German Foreign A Study of Referat D III of Deutschland 1940-43 . Holmes & Meier Publishers New York/London ISBN 0841904030 .

  • Hans-Jürgen Döscher: SS und Auswärtiges Amt im Dritten Reich. im Schatten der "Endlösung" . Ullstein Frankfurt am Main/Berlin 1991 ISBN 3548331491 .

Weblink



Bücher zum Thema Ernst von Weizsäcker

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Ernst_von_Weizs%E4cker.html">Ernst von Weizsäcker </a>