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Erpresserischer Menschenraub


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Der erpresserische Menschenraub ist nach deutschem Strafrecht gem. § 239a Strafgesetzbuch (StGB) ein Verbrechen bei dem der Täter einen Menschen oder sich eines Menschen bemächtigt um die des Opfers um dessen Wohl oder die eines Dritten um das Wohl des Opfers einer Erpressung (§ 253 StGB ) auszunutzen oder die von ihm durch solche Handlung geschaffene Lage eines Menschen zu solchen Erpressung ausnutzt.

Merkmale und allgemeine Lehren

Die Entführung oder das Sich-Bemächtigen eines anderen Menschen vorausgesetzt. Das bedeutet dass der Täter das durch Verbringen an einen anderen Ort so seine Gewalt bringen muss dass es seinem Einfluss preisgegeben ist oder jedenfalls ohne Ortsveränderung Herrschaftsgewalt über den Körper des anderen begründet Beim Merkmal des Menschen wird nicht differenziert. Kinder jeder Altersstufe fallen unter den Begriff. jedoch die Entführung oder Entfernung von liebgewonnenen oder Gegenständen. Hier kommt lediglich der Grundtatbestand Erpressung in Betracht. Ist die Erpressung nicht der Tat so ist im Zweifel eines Geiselnahme anzunehmen.

Der minder schwere Fall (§ 239a 2 StGB) wurde vom Gesetzgeber vorgesehen um notwendigen Verhandlungen zwischen Entführer und Polizei nicht durch die heraufgesetzten Strafandrohungen zu erschweren. Vom Zweck getragen ist die Vorschrift des Absatz die dem Täter trotz Vollendung der Tat tätiger Reue eine Strafmilderung einräumt.

Die in § 239a Absatz 3 genannte Erfolgsqualifikation des erpressischerischen Menschenraubs mit Todesfolge Tötungsdelikt ) setzt eine erhöhte Fahrlässigkeit (vgl. § 18 StGB) sog. Leichtfertigkeit

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