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Primogenitur


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Die Primogenitur ist ein Erbfolgeprinzip bei dem nur der Erstgeborene das antritt und sämtliche jüngeren Linien einer Dynastie unberücksichtigt bleiben.

Das Prinzip des Vorrangs des Erstgeborenen bereits alttestamentlich belegt etwa in der Rivalität und Jakobs um das Erbe Isaaks. Wegen besonderen Bedeutung des Erstgeborenen sind es auch diese die in der 10. Plage den genommen werden.

Dennoch war das Prinzip im frühen keineswegs unbestritten. In etlichen Fürstengeschlechtern etwa den Karolingern und den Askaniern wurde die Herrschaft unter den lebenden geteilt. Auch andere Angriffe auf die Stellung Erstgeborenen wurden - neben der immer wieder Frage der weiblichen Erbfolge diskutiert: So versuchte der Zänker seine wiederholten Aufstände gegen die seines Bruders Ottos des Großen dadurch zu legitimieren daß jener zwar Erstgeborene - Primogeniturus - sei er Heinrich aber geboren als sein Vater bereits die Königswürde trug - Purpurgeniturus (der im Purpur geborene - während Otto lediglich als Herzogssohn das Licht der Welt erblickt hatte.

Besondere Bedeutung erlangte die Primogenitur im Heiligen Römischen Reich das nach der Übertragung zahlreicher Königsrechte auf die Feudalherren und nach dem Fehlen einer kaiserlichen Zentralgewalt während des Interregnums aus zahlreichen nahezu souveränen Territorialstaaten bestand. Zur Vermeidung einer weiteren Zersplitterung viele deutsche Fürstenhäuser die Einführung der Primogenitur. Goldene Bulle von 1356 garantierte den Kurfürstentümern die Primogenitur die sich in der nur auf den erstgeborenen Sohn bezog.




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