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Kurköln


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Kurköln (oder Kurfürstentum Köln ) war im Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Bezeichnung für das Erzstift d.h. für den weltlichen Herrschaftsbereich des Kölner Erzbischofs . Das Erzstift und spätere Kurfürstentum existierte von der Mitte des 10. Jahrhunderts bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 . Es ist vom sehr viel größeren zu unterscheiden das mehrere Suffraganbistümer umfasste sowie weite Gebiete die nur geistlichen nicht aber der staatlichen Gewalt des Erzbischofs unterstanden.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung des Bistums

Bereits das römische Köln war noch vor dem Jahr 313 Sitz eines Bistums das nach der Eroberung durch die Franken um 450 zum Erzbistum erhoben wurde. Ihm unterstanden die Suffraganbistümer Lüttich Münster Osnabrück und Minden sowie bis 834 Hamburg-Bremen und bis 1559 Utrecht .

Entstehung des Erzstifts

Die Herausbildung der weltlichen Herrschaft des von Köln hängt eng mit der Entstehung ottonisch-salischen Reichskirchensystems zusammen. Nach Aufständen mehrerer Herzöge darunter zwei seiner eigenen Brüder übertrug Otto der Große 953 seinem Bruder Brun die Stadt und Erzbistum Köln zusammen mit dem Herzogtum Lothringen . Ein Teil dieses Herzogtums ein etwa Kilometer tiefer Streifen am linken Rheinufer der von Rolandseck im Süden bis Rheinberg im Norden reichte blieb auch den Bruns als weltlicher Besitz in dem sie Landeshoheit ausübten.

Entwicklung bis 1803

Erweitert wurde dieses Kerngebiet 1067 durch das Reichsgut um Andernach später um Deutz Godesberg Linz am Rhein und Altwied. Dieses Territorium wurde unter Philipp von Heinsberg noch einmal mehr als Kaiser Friedrich I. Barbarossa verlieh dem Bischof 1180 für seine Loyalität im Kampf gegen Heinrich den Löwen das Herzogtum Westfalen und Engern. Dazu kam um 1230 das Vest Recklinghausen . Allerdings gelang es den Kurfürsten von nie die beiden getrennten rheinischen und westfälischen zu einem geschlossenen Territorium zu vereinigen.

Dennoch gehörten sie zu den angesehensten im Reich. Zusammen mit den beiden rheinischen von Trier und Mainz sowie mit dem Pfalzgrafen bei Rhein dem Markgrafen von Brandenburg dem Herzog von Sachsen und dem König von Böhmen bildeten sie das ursprünglich siebenköpfige Kurfürstenkollegium . Dieses hatte seit dem 13. Jahrhundert das alleinige Recht zur Wahl des Königs . Bereits seit 1028 stand dem Erzbischof von Köln das der Königskrönung zu da die damalige Krönungsstadt in seiner Diözese lag. Seit 1031 war er zudem Erzkanzler des Reiches für Italien.

Im Limburgischen Erbfolgestreit unterlag Erzbischof Siegfried von Westerburg 1288 in der Schlacht von Worringen einem Bündnis des Herzogs von Brabant der Grafen von Jülich Kleve und Berg sowie der Bürgerschaft von Köln und verlor die Herrschaft über seine Bischofsstadt. Köln zählte fortan zu den Freien Reichsstädten ; die Bischöfe residierten von 1525 bis zum Ende des Kurstaats in Bonn .

1368 erwarb Kurköln die die Grafschaft Arnsberg mit Brilon im Sauerland 1314 die Köln benachbarte Grafschaft Hülchrath mit in den rheinischen Gebieten die territoriale Lücke dem Ober- und dem Niederstift geschlossen wurde gleichfalls im 14. Jahrhundert das Land Linn bei Krefeld . In der Soester Fehde 1444 - 1449 verlor der Kurstaat dagegen die Herrschaft Soest und Xanten an die Grafschaft Kleve.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts schlug der Versuch des Erzbischofs Hermann Wied fehl sich der Reformation anzuschließen und den Kurstaat in ein Herzogtum umzuwandeln. Von 1583 bis 1761 wurde das Kurfürstentum durchgehend von Erzbischöfen dem bayerischen Haus Wittelsbach regiert. Als Sekundogenitur der Wittelsbacher unterstützte Kurköln die meist französische und anti- habsburgische Politik der Herzöge und Kurfürsten von

Das Ende des Kurstaats

Im Frieden von Lunéville wurden 1801 alle linksrheinischen Gebiete Kurkölns an das Frankreich abgetreten. Die rechtsrheinischen Territorien wurden als des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 säkularisiert und auf Herzogtümer Nassau und Hessen-Darmstadt sowie auf die Grafschaft Wied-Runkel aufgeteilt. endete die Geschichte Kurkölns drei Jahre bevor das Reich 1806 zu bestehen aufhörte. Bis auf die Gebiete kam 1814 das gesamte Territorium des früheren Kurstaats Preußen und 1946 an die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz .




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