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Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig


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Karte
Basisdaten
Fläche : ? km²
Leitender Geistlicher: Landesbischof
Friedrich Weber
Mitgliedschaft: VELKD und
Konf.ev.Ki.Nds
Propsteien : 13
Kirchengemeinden : 417
Gemeindeglieder: 427.149 (31.12.2002)
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
ca. 50 %
Anschrift: Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1
38300 Wolfenbüttel
Website: www.landeskirche-braunschweig.de/
E-Mail-Adresse: info@luth-braunschweig.de

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig (bis 1970 "Braunschweigische evangelisch-lutherische Landeskirche") ist von 23 Gliedkirchen ( Landeskirchen ) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wie alle Landeskirchen ist sie Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Wolfenbüttel .
Die Kirche hat ca. 427.000 Gemeindeglieder (Stand Dez. 2002) in 417 Kirchengemeinden und ist eine der lutherischen Kirchen innerhalb der EKD. Sie ist ferner der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und gehört auch zur Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen .

Hauptkirche der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig die Marienkirche in Wolfenbüttel. Eine weitere bedeutende ist der Braunschweiger Dom.

Inhaltsverzeichnis

Gebiet der Landeskirche

Das Gebiet der "Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in umfasst das ehemalige Land Braunschweig das bis 1945 bestand und dann zum Großteil Bestandteil Bundeslandes Niedersachsen wurde. Lediglich Teile um Blankenburg im sowie nördlich von Haldensleben wurden seinerzeit dem Sachsen-Anhalt und damit später der DDR zugeordnet. Kirchlich blieb das Gebiet jedoch Braunschweig was nach der Wiedervereinigung erneut bestätigt Durch Bildung der Stadt Salzgitter 1942 (Gebietsaustausch zwischen den Ländern Hannover und war das Gebiet des Landes Braunschweig bereits verändert worden was sich auch auf die auswirkte.

Auf die heutige Verwaltungsgliederung in den Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bezogen umfasst die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in folgende Gebiete:

Geschichte

Die Geschichte der Landeskirche ist untrennbar der Geschichte des Landes Braunschweig verbunden das Laufe seiner Geschichte mehrmals in verschiedene Linien dann wieder zusammen geführt wurde und dadurch Grenzen mehrmals veränderte. Auch seine Bezeichnung wechselte zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel wobei sich erst 19. Jahrhundert die Bezeichnung "Herzogtum Braunschweig" durchsetzte. mehreren Versuchen hatte das Fürstentum Braunschweig 1568 endgültig die Reformation nach lutherischem Vorbild eingeführt und 1569 erhielt das Land eine erste Kirchenordnung. gehörte das Gebiet kirchlich meist zu den Hildesheim und Halberstadt . Im 16. Jahrhundert wurde das Fürstentum erweitert um Teile des Stifts Hildesheim sowie die Fürstentümer Göttingen und Calenberg sowie um Grafschaft Blankenburg. Nach Aussterben der Wolfenbütteler Linie 1634 kamen die verbleibenden aus 3 getrennten bestehenden Lande an die Linie Lüneburg-Dannenberg. 1704 wurden auch andere Bekenntnisse wie die bestehende reformierte Gemeinde sowie wieder neu entstandene Gemeinden toleriert. Große Bedeutung für das Land hatte die Landesuniversität in Helmstedt . 1754 wurde die Residenz von Wolfenbüttel nach verlegt. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde das Land nochmals vergrößert dann es 1807 zum Königreich Westfalen bevor es 1813 als eigenständiges Land wieder hergestellt wurde. 1815 trat es dem Deutschen Bund bei und 1871 wurde es ein Gliedstaat des Deutschen Reichs . Oberhaupt der Kirche im Herzogtum Braunschweig der jeweilige Herzog als "summus episcopus". Die der Kirche oblag dem Konsistorium in Wolfenbüttel. Leiter war ein Superintendent.

Nach dem Ersten Weltkrieg (Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments) wurde die Landeskirche selbständig und erhielt am 6. Januar 1922 eine neue Verfassung. Seither steht an Spitze der Landeskirche nunmehr der Landesbischof. Träger Kirchengewalt ist der neu eingerichtete Landeskirchentag der Kirchenregierung mit dem Landesbischof wählt. Das Konsistorium zum Landeskirchenamt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). 1971 schloss sich der neu gegründeten Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen an.

Präsidenten des Landeskonsistoriums

  • 1885 - 1895 : Carl von Schmidt-Phiseldeck
  • 1896 - 1906 : Gustav Spies
  • 1906 - 1923 : Friedrich Sievers 1921-1923 zugleich Vorsitzender der Kirchenregierung

Leitender Geistlicher

An der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Braunschweig steht der Landesbischof der von der Landessynode gewählt wird. Vollendung seines 65. Lebensjahres tritt der Bischof der Regel in den Ruhestand.

Vorsitzender der Kirchenregierung und Landesbischöfe

  • 1921 - 1923 : Friedrich Sievers Vorsitzender der vorläufigen Kirchenregierung
  • 1923 - 1933 : Alexander Hans Bernewitz
  • 1933 - 1934 : Wilhelm Joachim Ludwig Julius Beye (wurde
  • 1934 : Oskar Evers Bevollmächtigter der DEK
  • 1934 - 1947 : Dr. phil. Helmut Johnsen zunächst kommissarischer dann Landesbischof
  • 1946 - 1965 : D. Friedrich Julius Martin Erdmann zunächst
  • 1965 - 1982 : Dr. theol. Gerhard Johannes Wilhelm Theodor
  • 1982 - 1994 : Prof. Dr. Gerhard Müller
  • 1994 - 2002 : Dr. Christian Krause
  • 2002 - heute: Friedrich Weber

Landessynode

Als "Parlament" hat die Landeskirche eine Landessynode . Deren Mitglieder die Synodale werden überwiegend den Propsteien gewählt einige auch von der berufen. Ihr Vorsitzender ist der "Präsident der derzeit Gerhard Eckels. Die Synode tagt etwa mal im Jahr. Ihre Aufgaben sind ähnlich die von politischen Parlamenten.

Verwaltung der Landeskirche

Landeskirchenamt und Verwaltungshierarchie

Der Landesbischof hat seinen Amtssitz in Wolfenbüttel im dessen Vorsitzender er ist. Er ist ferner der Kirchenregierung dem neben dem Landesbischof ein nichtordiniertes des Landeskirchenamts das von der Landessynode für Dauer seiner Zugehörigkeit zum Landeskirchenamt zu wählen sowie drei nichtordinierte und zwei ordinierte Synodale von der Landessynode gewählt sind angehören.

Die Kirchenregierung hat u.a. folgende Aufgaben:

  • Oberaufsicht über alle kirchlichen Stellen innerhalb der
  • Verkündigung der Kirchengesetze
  • Erlass von Kirchenverordnungen
  • Mitwirkung bei der Besetzung der Pfarrstellen
  • Berufung und Ernennung der Pfarrer Pfarrverwalter und der Landeskirche
  • Erlass von Satzungen

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche unten nach oben wie folgt aufgebaut:
An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen den "Kirchenverordneten" und Pfarrern. Die Kirchenverordnete werden von den Gemeindegliedern
Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen eine Propstei (in der allgemeinen Verwaltung einem Landkreis vergleichbar) an dessen Spitze ein Propst steht. Propsteien sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen Rechts haben als Gremium die Propsteisynode mit einem Die Mitglieder der Propsteisynode werden von den Kirchenverordneten der Kirchengemeinden gewählt.
Die 13 Propsteien bilden die Landeskirche (in der allgemeinen Verwaltung dem Bundesland vergleichbar) . Eine mittlere Ebene (in der allgemeinen Verwaltung einem Regierungsbezirk vergleichbar) gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Braunschweig nicht.

Propsteien

  • Bad Gandersheim
  • Bad Harzburg
  • Braunschweig
  • Goslar
  • Helmstedt
  • Königslutter
  • Salzgitter-Bad
  • Salzgitter-Lebenstedt
  • Schöppenstedt
  • Seesen
  • Vechelde
  • Vorsfelde (in Wolfsburg)
  • Wolfenbüttel

Kirchengemeinden

Die 13 Propsteien sind in 417 Kirchengemeinden unterteilt. Diese Zahl war bei Bildung Kirchengemeinden wohl etwas geringer. Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl jedoch erhöht meist in Städten durch Zuzüge die Kirchengemeinden groß wurden dass man sie aufteilte und neue Kirchengemeinden entstanden.

Gesangbücher

Die Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in singen bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten allem aus folgenden Gesangbüchern:

  • Das singende Zion oder das alte Goslar'sche in einem Auszuge neu aufgelegt nebst anderen Gesängen Goslar 1853
  • Neues Braunschweigisches Gesangbuch nebst einem kurzen Gebetbuche zum öffentlichen häuslichen Gottesdienste. Mit Hochfürstlich Braunschw. Lüneburg. gnädigstem Braunschweig mit Regulativ vom 22.1.1780 zu Ostern der Stadt Braunschweig eingeführt
  • Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Herzogtums vom Jahre 1902 Wolfenbüttel ab 1902
  • Evangelisches Kirchengesangbuch - Ausgabe für die evangelisch-lutherischen Kirchen - Braunschweig - Hannover/Göttingen mit Rundschreiben vom zur Konfirmation 1950 angekündigt
  • Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen Niedersachsen und für die Bremische Evangelische Kirche eingeführt im Advent 1994)

Internet-Adressen


Gliedkirchen der EKD :
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