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Evangelische Kirche von Westfalen


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Karte
Basisdaten
Fläche : ? km²
Leitender Geistlicher: Präses Alfred Buß
Mitgliedschaft: UEK
Kirchenkreise : 31
Kirchengemeinden : 650
Gemeindeglieder: 2.699.742 (31.12.2002)
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
ca. 30 %
Anschrift: Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld
Website: www.ekvw.de
E-Mail-Adresse: Landeskirchenamt@lka.ekvw.de

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EkvW) ist eine von 23 Gliedkirchen Landeskirchen ) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wie alle Landeskirchen ist sie Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bielefeld. Die Evangelische von Westfalen hat ca. 2 7 Millionen (Stand: Dez. 2002) in 650 Kirchengemeinden . Die Evangelische Kirche von Westfalen ist der unierten Kirchen innerhalb der EKD. Die Kirche war 2003 auch eine Gliedkirche der Evangelischen Kirche der Union (EKU) welche zum 1. Juli 2003 in der Union Evangelischer Kirchen aufging.
Hauptkirche der Evangelischen Kirche von Westfalen die Altstädter Nicolai-Kirche in Bielefeld.
Die Landeskirche unterhält eine Evangelische Akademie in Iserlohn ( Märkischer Kreis ).

Inhaltsverzeichnis

Gebiet der Landeskirche

Das Gebiet der "Evangelischen Kirche von umfasst die bis 1945 bestehende ehemalige Provinz Westfalen des Staates Preußen . Nach Auflösung des Staates Preußen wurde Gebiet nach dem 2. Weltkrieg Bestandteil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und umfasst heute das Gebiet der Arnsberg Detmold und Münster . Vom Regierungsbezirk Detmold gehört jedoch der Teil des Kreises Lippe nicht zur westfälischen Kirche sondern bildet die eigenständige Lippische Landeskirche .

Geschichte

Das Gebiet der Evangelischen Kirche von gehörte vor 1800 zu einer Vielzahl von Herrschaften die Laufe der Geschichte mehrmals ihre Grenzen veränderten zum Teil schon sehr früh die Reformation Den größten Anteil am Gebiet hatten die von Köln ("Vest Recklinghausen") die Fürstbischöfe von Münster Paderborn die Grafen von der Mark (Reformation 1524) die Grafen von Ravensberg (Reformation ab und die Grafen bzw. Herzöge von Nassau. geistlichen Territorien blieben überwiegend katholisch während in weltlichen Herrschaften der protestantische Glaube maßgebend war. war die lutherische Lehre vorherrschend doch gab es auch reformierte Gebiete vor allem das Siegerland (später bzw. Herzogtum Nassau) und die Grafschaft Tecklenburg.

Die Grafschaft Mark kam schon sehr zu Preußen. Weitere Gebiete erhielt Preußen nach Reichsdeputationshauptschluss 1803 bzw. nach dem Wiener Kongress 1815. Danach bildete Preußen aus allen die Provinz Westfalen mit der Hauptstadt Münster. In jenen entstanden auch die kirchlichen Verwaltungsstrukturen der Provinz als in Münster eine Verwaltungsbehörde das "Konsistorium" wurde. "Oberhaupt der Kirche" bzw. der Kirchenprovinz war wie in allen anderen preußischen der jeweilige König von Preußen als "summus 1817 verfügte dieser eine Union des lutherischen des reformierten Bekenntnisses. Somit entstand innerhalb des Preußen eine einheitliche Kirche die "Evangelische Kirche Preußen" die in den folgenden Jahrzehnten mehrmals Namen änderte. Diese Kirche umfasste folgende 8 Ost- und Westpreußen Brandenburg Pommern Posen Sachsen Schlesien Rheinprovinz und Westfalen . In jeder Provinz bestand somit ein (manchmal auch 2) das für die Verwaltung Kirche innerhalb der Provinz zuständig war. In war dieses in Münster ansässig. 1819 tagte Lippstadt die erste westfälische Synode an deren ein Präses stand. Die Kirchenverwaltung oblag jedoch Konsistorialpräsidenten in Münster dessen Funktion anfangs der der Provinz Westfalen in "Personalunion" ausübte. Erst später wurde ein eigenständiger Konsistorialpräsident eingesetzt.

  
1835 erhielt die Provinzialkirche zusammen mit Kirche der Rheinprovinz eine Kirchenordnung in welcher der Union beide Bekenntnisse weiterhin Geltung behielten die einzelnen Gemeinden behielten ihre jeweilige Tradition Lediglich verwaltungsmäßig waren beide Bekenntnisse unter dem Konsistorium in Münster. In jener Zeit wurde die Ämter des Generalsuperintendenten (geistlicher Leiter der und des Präses (Vorsitzender der Synode) geschaffen.

1850 wurde in Berlin als oberste Kirchenbehörde den Staat Preußen ein "Oberkonsistorium" errichtet. 1866 annektierte Preußen mehrere Gebiete. Die hinzugewonnenen behielten jedoch ihre eigenen Kirchenverwaltungen und wurden dem Oberkonsistorium in Berlin unterstellt. Nach 1870 sich die Kirche "Evangelische Landeskirche der älteren Preußens". Nach dem 1. Weltkrieg musste der König von Preußen abdanken des Landesherrlichen Kirchenregiments). Die preußische Landeskirche und Provinzialkirchen gründeten daher 1922 die "Evangelische Kirche der Altpreußischen Union". Kirche wurde von mehreren Generalsuperintendenten und dem des Oberkonsistoriums in Berlin verwaltet. In der Provinzialkirche übernahm der Generalsuperintendent zusammen mit dem und dem Präses der Synode die Leitung Kirche die am 6. November 1923 eine verabschiedete welche am 1. Dezember 1924 in trat. Diese bestätigte die 3 Führungspositionen in Leitung der Provinzialkirche.

Nach dem 2. Weltkrieg bzw. nach Auflösung des Staates Preußen wurden die noch verbleibenden 6 alten Provinzen zu selbständigen Landeskirchen. Sie traten alle der Kirche in Deutschland" EKD bei. Die westfälische Provinzialkirche erhielt am Dezember 1953 eine neue Verfassung und bezeichnet sich als "Evangelische Kirche von Westfalen". Das Konsistorium zum Landeskirchenamt das nunmehr in Bielefeld errichtet Die Einweihung des neuen Landeskirchenamtes in Bielefeld am 26. April 1956. Bereits 1948 waren 3 Leitungsämter der Landeskirche zum Amt des vereinigt worden.

1954 gründete die Evangelische Kirche von Westfalen mit den 5 anderen ehemaligen Provinzialkirchen Altpreußens Nachfolgeeinrichtung der "Evangelischen Kirche der altpreußischen Union" 1922 die " Evangelische Kirche der Union " als eigenständige Kirche die ebenfalls der beitrat.

Leitung der Landeskirche

An der Spitze der Evangelischen Kirche Westfalen steht der Präses der von der Landessynode auf 8 Jahre gewählt wird. Mit Vollendung seines 65. Lebensjahres tritt der Präses der Regel in den Ruhestand. Der Präses geistlicher und juristischer Leiter der Kirche sowie der Landessynode.

Vor 1948 gab es 3 Ämter der Kirchenleitung einen Generalsuperintendenten als geistlichen Leiter Präsidenten des Konsistoriums als juristischen Leiter und Präses als Vorsitzender der Synode.

Geistliche Leiter der Evangelischen Kirche in waren also Generalsuperintendenten von denen es in Preußen insgesamt 12 gab. Das Amt des wurde kurz nach der Reformation eingeführt später aufgelöst und dann erst 1828 erneut eingeführt. Westfalen konnte der erste Generalsuperintendent jedoch erst nach Verabschiedung der Kirchenordnung sein Amt antreten.

Nach Wegfall des landesherrlichen Kirchenregiments 1918 bildeten Generalsuperintendent Präsident des Konsistoriums und die Kirchenleitung der westfälischen Provinzialkirche. Nach Auflösung Staates Preußen im Jahre 1947 wurde die Provinzialkirche formell selbständig und das neue Amt des Präses eingeführt der nunmehr 3 bisherigen Ämter in einer Person vereinigt.

Konsistorialpräsidenten

Ab 1948 übernahm der Präses das des Konsistorialpräsidenten.

  • 1815 - 1844 : Friedrich Ludwig Wilhelm Philipp Freiherr Vincke der Provinz Westfalen
  • 1845 - 1846 : von Schaper Oberpräsident der Provinz Westfalen
  • 1846 - 1850 : von Flottwell Oberpräsident der Provinz Westfalen
  • 1850 - 1871 : von Duesberg Oberpräsident der Provinz Westfalen; führten jedoch die Generalsuperintendenten Graeber und Wiesmann Amtsgeschäfte
  • 1871 - 1891 : Karl Friedrich Wilhelm Hering Konsistorialpräsident
  • 1892 - 1898 : Karl von Westhoven Konsistorialpräsident
  • 1898 - 1905 : Hermann August Wilhelm Stockmann Konsistorialpräsident
  • 1905 - 1923 : Günther von Sydow Konsistorialpräsident
  • 1925 - 1933 : Gottfried Bartels Konsistorialpräsident
  • 1936 - 1948 : Kurt Gerhard Thümmel Konsistorialpräsident (1936-1938 kommissarisch)

Generalsuperintendenten

Das Amt wurde erst 1836 geschaffen. 1948 übernahm der Präses das leitende geistliche der Landeskirche.

  • 1836 - 1846 : Wilhelm Johann Gottfried Roß
  • 1846 - 1856 : Franz Friedrich Graeber
  • 1857 - 1883 : Franz Julius Wiesmann
  • 1883 - 1905 : Johannes Friedrich Ferdinand Gustav Nebe
  • 1905 - 1930 : Christian Heinrich Wilhelm Zoellner
  • 1931 - 1934 / 1944 : Wilhelm Weirich (ab 1936 übernahm Präses teilweise die geistliche Leitung der Kirche)

Präses

Bis 1948 war der Präses Vorsitzender Synode seither ist er zusätzlich geistlicher Leiter Landeskirche und Leiter des Landeskirchenamts.

Landessynode

Als "Parlament" hat die Landeskirche eine Landessynode . Deren Mitglieder die Synodale werden auf Jahre von den Kreissynoden entsandt. Die Aufgabe Synode ist ähnlich wie die von politischen Vorsitzender der Synode ist der Präses seit 1948 gleichzeitig leitender Geistlicher der sowie Leiter des Landeskirchenamts (ehemals Konsistorium) in

Verwaltung der Landeskirche

Landeskirchenamt und Verwaltungshierarchie

Der Präses hat seinen Amtssitz in Bielefeld. Er Vorsitzender der auf 8 Jahre gewählten Kirchenleitung ("Regierung" der Kirche). Der Kirchenleitung gehören dem Präses selbst noch 17 weitere Mitglieder 7 hauptamtlich) an. Stellvertreter des Präses sind theologischer Vizepräses und ein juristischer Vizepräsident welche zu den sieben hauptamtlichen Kirchenleitungsmitgliedern gehören. Die arbeitet mit ihren Mitarbeitern im Landeskirchenamts (früher der Verwaltungsbehörde der Landeskirche (seit 1956 in

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche unten nach oben wie folgt aufgebaut:
An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen dem Presbyterium. Deren heißen "Presbyter" bzw. "Presbyterinnen". Dem Presbyterium gehören die jeweiligen Pfarrer der Gemeinde an.
Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen einen Kirchenkreis (in der allgemeinen Verwaltung einem Landkreis vergleichbar) an dessen Spitze ein Superintendent steht. Kirchenkreise sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen Rechts haben als Gremium die Kreissynode deren Mitglieder den jeweiligen Presbyterien der Kirchengemeinden entsandt werden einen Kreissynodalvorstand.
Die Kirchenkreise bilden zusammen die Landeskirche (in der allgemeinen Verwaltung dem Bundesland vergleichbar) . Eine mittlere Ebene (in der allgemeinen Verwaltung einem Regierungsbezirk vergleichbar) gibt es in der Evangelischen Kirche Westfalen nicht.

Die 31 Kirchenkreise

  • Arnsberg
  • Bielefeld
  • Bochum
  • Dortmund-Mitte-Nordost
  • Dortmund-Süd
  • Dortmund-West
  • Gelsenkirchen und Wattenscheid (Sitz Gelsenkirchen )
  • Gladbeck-Bottrop-Dorsten (Sitz Gladbeck)
  • Gütersloh
  • Hagen
  • Halle
  • Hamm
  • Hattingen-Witten (Sitz Witten)
  • Herford
  • Herne
  • Iserlohn
  • Lübbecke
  • Lüdenscheid-Plettenberg (Sitz Lüdenscheid)
  • Lünen (Sitz Dortmund)
  • Minden
  • Münster
  • Paderborn
  • Recklinghausen
  • Schwelm
  • Siegen
  • Soest
  • Steinfurt-Coesfeld-Borken (Sitz Steinfurt)
  • Tecklenburg (Sitz Lengerich)
  • Unna
  • Vlotho (Sitz Bad Oeynhausen)
  • Wittgenstein (Sitz Bad Berleburg)

Kirchengemeinden

Die 31 Kirchenkreise sind in 650 Kirchengemeinden unterteilt. Diese Zahl war bei Bildung Kirchengemeinden wohl etwas geringer. Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl jedoch erhöht meist in Städten durch Zuzüge die Kirchengemeinden groß wurden dass man sie aufteilte und neue Kirchengemeinden entstanden.

Gesangbücher

Die Gemeinden der Evangelischen Kirche von singen bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten allem aus folgenden Gesangbüchern:

  • Evangelisches Gesang-Buch ; Herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden Jülich Cleve Berg und von der Grafschaft Elberfeld 1834
  • Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Minden und der Grafschaft Ravensberg Gütersloh vor 1900
  • Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen Dortmund 1883
  • Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen (mit dem Stammteil "Lieder des Deutschen Gesangbuches nach den Beschlüssen des Deutschen Evang. Dortmund 1929
  • Evangelisches Kirchengesangbuch Ausgabe für die Landeskirchen Rheinland Westfalen Lippe; Bielefeld u.a. 1969
  • Evangelisches Gesangbuch Ausgabe für die Evangelische Kirche im die Evangelische Kirche von Westfalen die Lippische in Gemeinschaft mit der Evangelisch-reformierten Kirche (Synode Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) in Gebrauch in den evangelischen Kirchen im Großherzogtum Luxemburg; 1996

Weblinks


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