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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 13. Juli 2020 

Farbübertragungssystem


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Als Farbübertragungssystem bezeichnet man ein System zur Übertragung Farbfernsehsignalen.

Bedingung bei der Entwicklung der Farbübertragungssysteme analogen Fernsehen war zum einen eine Kompatibilität zu Schwarz-Weiß- Fernsehapparaten zum anderen eine Abwärtskompatibilität der neuen für herkömmliche Schwarz-Weiß-Ausstrahlungen . Dabei mussten Kompromisse in Kauf genommen und typische Schwächen des menschlichen Auges wurden ausgenutzt.

Das Frequenzspektrum beim herkömmlichen Schwarz-Weiß-Fernsehen ist rund 5 breit (siehe Fernsehsignale ). Gemäß den Gesetzen der Fourier-Analyse werden dabei in den tieferen Frequenzen Grundstrukturen des Bildes übertragen höhere Frequenzen treten feinen Details auf oder an scharfen Kanten. treten diese Frequenzen seltener auf ein Verlust Frequenzen äußert sich in einem unschärferem Bild. menschliche Auge erreicht allerdings aufgrund der geringeren farbempfindlicher Rezeptoren gegenüber den helligkeitsempfindlichen nicht die Schärfe bei farbigem Sehen.

Betrachtet man die spektrale Verteilung des genauer so treten Frequenzen im Abstand der Vertikalfrequenz mit Maxima jeweils im Abstand der auf.

Aufgrund dieser beiden Tatsachen schachtelt man Farbsignal passgenau im oberen Bereich des normalen ein.

Anfänglich benutzte man zur Trennung von und Helligkeitssignal im Empfänger einen einfachen Hoch- Tiefpass mittlerweile stehen für hochwertige Empfangsgeräte spezielle zur Verfügung womit die Bandbreite des Helligkeitssignals mehr wie vorher abgeschnitten werden muss.

Dies reduziert die sog. Cross-Color- und Cross-Luminance-Effekte die durch ein Übersprechen des Crominanz- auf das Luminanz- [Helligkeits-] Signal zustande kommen sich in Änderungen der Bilder widerspiegeln.

Zur eigentlichen Übertragung des Farbsignals benutzt weitere technische Kunstgriffe. Es wäre viel zu und auch nicht nötig neben dem bereits Helligkeitssignal noch die Signale für die drei Rot Grün Blau der additiven Farbmischung zu Man bildet über eine Matrix die Differenzsignale (Rot minus Helligkeit) und (Blau minus Diese erfahren weiterhin eine Absenkung um Übermodulation vermeiden werden dann übertragen und können im zusammen mit dem Helligkeitssignal wieder zu den für Rot Grün und Blau rekonstruiert werden.

Rechenbeispiel:

 (Rot minus Helligkeit) plus Helligkeit = (Blau minus Helligkeit) plus Helligkeit = Blau minus Blau minus Rot = Grün  

Gebräuchliche Systeme zur Farbübertragung sind NTSC PAL und SECAM . Siehe auch: Fernsehnorm

Literatur

Liebscher u.a. Rundfunk- Fernseh- Tonspeichertechnik VEB Technik Berlin 1981 (antiquarisch)



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