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Fatimiden


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Die Fatimiden oder das Fatimidische Kalifat waren eine schiitische Dynastie die von 909 bis 1171 Nordafrika beherrschten.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Der Name der Fatimiden leitet sich Fatima einer Tochter Mohammeds ab. Fatimas Ehemann Ali ein Cousin des Propheten wurde 656 nach der Ermordung Uthman ibn Affans zum Kalifen proklamiert. Der sich entwickelte mit Mu'awiya führte zur Spaltung des bis dahin Islams. Die Anhänger Alis wurden im folgenden Schiiten (abgeleitet von Partei Alis ) genannt. Ali wurde 661 von einem charidschitischen Attentäter ermordet. Seine Söhne Hassan und Hussein waren danach die letzten direkten Nachkommen Hussein starb 680 in der Schlacht von Kerbela .

Die Linie wurde über die schiitischen Imame fortgesetzt. Hier kam es zur Spaltung Schiiten in die drei Hauptzweige der Imamiten Ismailiten und Zaiditen . Der (vorläufig) letzte Imam der Ismailiten Ismail ibn Dschafar .

Die Herrscherdynastie die sich später auf Abstammung von Mohammed über seine Tochter Fatima nannte sich Fatimiden . Teilweise wird auch der auf Ali Begriff Aliden verwendet.

Seitens ismailitischer/fatimidischer Kreise wurde immer wieder das sunnitische Kalifat zu destabilisieren. So bestanden Verbindungen zu Karmaten die sich von 890 bis ins 11. Jahrhundert hinein einen Kleinkrieg mit den Abbasiden lieferten.

Fatimidisches Kalifat

Fatimiden in Nordafrika:

  • Abdallah al-Mahdi (910 - 934)
  • Muhammad al-Qaim (934 - 946)
  • Ismail al-Mansur (946 - 953)
  • al-Muizz (953 - 975)

Die Fatimiden wurden von Abu Abdallah einem Missionar der Ismailiten gegründet. Hasan warb für Ubaid Allah Muhammad den wirklichen oder angeblichen Enkel Ismails unter den Berbern zahlreiche Anhänger und stürzte 909 mit ihrer Hilfe die in Kairuan (im heutigen Tunesien ) herrschende Dynastie der Aghlabiden .

Unter Abdallah al-Mahdi ( 901 - 934 ) wurde in Nordafrika das Reich der Fatimiden begründet. Er den Titel eines Kalifen an und gründete die Hauptstadt al-Mahdija von Sousse. Zwar gelang die Unterwerfung von und Sizilien doch scheiterte die Eroberung Ägyptens zunächst ebenso wie die Feldzüge nach Marokko wo die Omajaden von Cordoba die Berber in ihrem Kampf gegen Fatimiden unterstützten.

Unter al-Qaim ( 934 - 946 ) wurde Sizilien erneut unterworfen und die Italiens und Frankreichs durch Flottenzüge geplündert. Um Sizilien zu wurden die Kalbiten als Emire eingesetzt. Allerdings kam es den Aufstand der nichtschiitischen Berber unter Abu ( 943 - 947 ) zu einer schweren Krise des Reichs die Aufständischen zeitweise die Hauptstadt al-Mahdija belagerten.

Unter al-Muizz ( 953 - 975 ) gelang den Fatimiden unter Gauhar zwar Vorstoß bis zum Atlantik doch konnten die über Marokko nicht behauptet werden da sich der der fatimidischen Politik auf die Eroberung Ägyptens Unter dem Feldherrn Dschauhar gelang 969 die Eroberung Ägyptens. Kalif al-Muizz verlegte 972 die Hauptstadt des Reiches nach Kairo und setzte die Ziriden als Vizekönige im Maghreb ein. Damit war dieser nur noch Randbereich im fatimidischen Imperium.

Fatimiden in Ägypten:

  • al-Muizz (953 - 975)
  • al-Aziz (975 - 995)
  • al-Hakim (995 - 1021)
  • az-Zakir (1021 - 1036)
  • al-Mustansir (1036 - 1094)
  • al-Mustali (1094 - 1111)
  • al-Amir (1111 - 1130)
  • al-Hafiz (1130 - 1149)
  • az-Zafir (1149 - 1154)
  • al-Faiz (1154 - 1160)
  • al-Adid (1160 - 1171)

Nachdem noch al-Muizz die neue Reichshauptstadt Kairo gegründet hatte wurde unter al-Aziz die Herrschaft in Ägypten konsolidiert. Dabei wurden trotz des schiitischen des Fatimiden die sunnitischen Muslime toleriert. Gleichzeitig wurde 977 - 978 Palästina und Syrien erobert sowie die Kontrolle über Mekka und Medina gewonnen womit die wichtigsten Heiligtümer des den Fatimiden unterstanden.

Unter den Fatimiden nahm die Wirtschaft durch den Bau von Straßen und Kanälen durch Förderung des Handels zwischen Indien und dem Mittelmeerraum großen Aufschwung. Im 11. Jahrhundert besaß Reich der Fatimiden die größte Wirtschaftskraft der Reiche. Auch Kultur und Wissenschaft wurden von Fatimiden unterstützt wobei die Gründung der al-Azhar-Universität die größte Bedeutung hatte. Diese entwickelte schnell zum bedeutendsten Bildungszentrum in der islamischen

Unter al-Hakim ( 995 - 1021 ) wurde die tolerante Religionspolitik zunehmend aufgegeben. wurden öffentliche Prozessionen und Kulthandlungen der Christen und Juden ebenso wie der Genuss von Wein Bier untersagt. Zeitweise wurden auch christliche Kirchen Klöster geplündert um Finanzen für das Heer den Bau von Moscheen zu beschaffen. So es zur Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem 1009 . Seit 1017 entstand in Ägypten eine Sekte die als Inkarnation Gottes ansah. Aus dieser entwickelte die Religionsgemeinschaft der Drusen die sich nach Verfolgungen späterer Herrscher im Libanon behaupten konnte.

Unter az-Zakir ( 1021 - 1036 ) wurde das Reich wieder befriedet und Aufstände der Beduinenstämme in Syrien niedergeschlagen. Den Höhepunkt der Macht erreichten Fatimiden unter al-Mustansir ( 1036 - 1094 ) als ismailitische Missionare im Jemen die Macht ergriffen und die Fatimiden von den Abbassiden in Bagdad 1058 - 1059 kurzzeitig anerkannt wurden.

Allerdings führte diese ausgedehnte Machtpolitik zum und zum Niedergang der Dynastie. Zwar konnten Ziriden in Tunesien durch die Abschiebung der Banu Hilal Banu Sulaym wieder unter die Botmäßigkeit der gezwungen werden doch gingen Syrien und Palästina 1076 an die Seldschuken verloren und auch im Inneren musste Regierung zunehmend den Wesiren überlassen werden.

Auch die Eroberung von Jerusalem durch Kreuzfahrer während des 1. Kreuzzugs und die Gründung des Königreichs Jerusalem die Fatimiden nicht mehr verhindern. Nach 1130 gerieten die Fatimiden zunehmend unter den der Kreuzfahrer von Jerusalem. Bereits 1163 führte der Herrscher von Damaskus Nur ad-Din einen Feldzug gegen das bis sein Offizier Saladin 1171 die Fatimiden in Ägypten stürzte und Dynastie der Ayubiden begründete.

Wirkung

Die schiitischen Fatimiden gründeten Missionsanstalten und Schulen zur ihrer Lehren welche anfangs nur denen der Sunniten entgegengesetzt waren. Später wurde ihre Lehren der allegorischen Interpretation des Koran seitens der Sunniten verworfen da sie deren Ansicht die Grundlehren des Islam verneinten.

Literatur

  • Heinz Halm: Die Kalifen von Kairo. Die Fatimiden in (973-1074) . C. H. Beck München 2003 ISBN 3-406-48654-1
  • Ulrich Haarmann: "Geschichte der Arabischen Welt". München 2001



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